Zeit für die Revanche
Auch die Fussball-Nati will den Schweden-Fluch bezwingen

Sportliche Duelle zwischen Schweden und der Schweiz haben Tradition. Doch oft mit dem schlechteren Ende für die Schweiz. Besonders im Jahr 2018. Es war das Jahr, in dem der Mythos des Schweden-Fluchs geboren wurde.
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Bitteres Aus für die Nati: An der WM 2018 unterlag die Schweiz im Achtelfinal Schweden 0:1.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Sportler litten 2018 unter dem Schweden-Fluch
  • Fussball-Nati verlor WM-Achtelfinal gegen Schweden mit 0:1
  • Letzter Schweizer Sieg gegen Schweden liegt über 30 Jahre zurück
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Zum «Schweden-Fluch» 2018 trug auch die Fussball-Nati bei. Am 3. Juli unterlag sie im WM-Achtelfinal in St. Petersburg den Skandinaviern mit 0:1, nachdem Manuel Akanji einen Schuss von Emil Forsberg unhaltbar für Yann Sommer ins eigene Tor abgelenkt hatte. Aus der Traum vom ersten WM-Viertelfinal seit 1954.

Die Schweiz scheidet gegen «biedere Handwerker aus dem hohen Norden» aus, schrieb der «Blick», der vor dem Spiel noch gross geträumt hatte, weil «bis in den Final weder Frankreich noch Argentinien, Brasilien, Deutschland, Spanien oder Belgien warten». Die CH Media-Zeitungen schrieben danach: «Die Schweiz hat auf dieser Bühne nichts verloren. Die Geschichte des Versagens ist um ein Kapitel reicher.»

Der blutleere Auftritt gegen Schweden war der negative Höhepunkt einer skurrilen WM-Kampagne, die nach gutem Start gegen Brasilien (1:1) und dem 2:1-Sieg gegen Serbien aufgrund der Doppeladler-Affäre aus dem Ruder lief. «Wir wollten Geschichte schreiben, das haben wir nicht gemacht», sagte Stephan Lichtsteiner nüchtern. Der Captain hatte wie Fabian Schär im Achtelfinal gesperrt gefehlt, nachdem die beiden im dritten Gruppenspiel gegen Costa Rica ihre zweite Gelbe Karte gesehen hatten.

Schwarzes Jahr 2018

Selbstredend war es nicht nur die Fussball-Nati, die in jenem Jahr zum Mythos des Schweden-Fluchs beitrug. Fünf Wochen zuvor hatte die Eishockey-Nati in Kopenhagen den WM-Final gegen Schweden im Penaltyschiessen verloren, nachdem Kevin Fiala in der Verlängerung den Matchpuck auf dem Stock gehabt hatte. Es war die zweite Final-Niederlage nach 2013. Auch damals hiess der Gegner – Schweden.

Im Februar, an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, stand sowohl Ramon Zenhäusern als auch Wendy Holdener nur jeweils ein Konkurrent bzw. eine Konkurrentin vor der Sonne: André Myhrer und Frida Hansdotter, beide – wie könnte es anders sein – aus Schweden. Später im Jahr verloren auch die Tennisspieler im David Cup, die Curlerinnen im EM-Final und die Unihockeyaner im WM-Halbfinal (nach Penaltyschiessen) ihre Duelle gegen die schwedische Konkurrenz. Wo immer Schweizer Sportler auf die Skandinavier trafen, zogen sie den Kürzeren. Der Schweden-Fluch war geboren.

Dieser konnte in den vergangenen Jahren in vielen Sportarten gebrochen werden. Die Curlerinnen setzten sich bereits 2019 im WM-Final gegen die Schwedinnen durch. Die Schweizer Alpinen sind seit Jahren die Ski-Nation Nummer 1. Und die Eishockeyaner beendeten vor knapp einem Jahr im Rahmen der Euro Hockey Tour ihr Schweden-Trauma nach achteinhalb Jahren und 16 Duellen ohne Sieg.

Der Wind hat gedreht

Und die Fussballer? Das wegweisende Duell um das WM-Ticket am Freitag in der topmodernen Strawberry-Arena von Solna ist das erste Aufeinandertreffen seit jenem ernüchternden Auftritt in St. Petersburg. Von den damaligen Protagonisten sind noch Granit Xhaka, Manuel Akanji, Ricardo Rodriguez und Breel Embolo dabei, auf schwedischer Seite nur noch Victor Lindelöf. Und der Wind hat inzwischen gedreht. Während Schweden an den letzten beiden Turnieren nicht dabei war und mit nur einem Punkt in die Quali gestartet ist, liegt die Nati, EM-Viertelfinalist 2021 und 2024, nach zwei Spielen mit dem Punktemaximum Spitze.

Der letzte Sieg gegen Schweden liegt allerdings mehr als 30 Jahre zurück. Auf dem Weg an die EM 1996 siegten Sforza, Türkyilmaz und Co. im Herbst 1994 im Wankdorf nach 1:2-Rückstand noch mit 4:2. Seither gab es nur zwei Unentschieden, eine Niederlage – und eben das bittere 0:1 2018 in St. Petersburg. Es ist an der Zeit, dass auch die Fussball-Nati den Schweden-Fluch besiegt.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
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0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
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1
Spanien
Spanien
0
0
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2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
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3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
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