Blick-Fussballchef Tobias Wedermann zur Nati-Gala
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Blick-Fussballchef zur Gala:«Dieser Nati-Auftritt macht Lust auf mehr!»

Xhaka als Ablenkungsmanöver
So gnadenlos hat Nati-Trainer Yakin den Kosovo ausgecoacht

Das 4:0 der Nati gegen den Kosovo ist auch ein Sieg von Murat Yakins taktischen Vorgaben. Und Granit Xhaka ist diesmal besonders wichtig, wenn er nicht am Ball ist.
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Wenn er so schmunzeln kann, ist sein Plan aufgegangen. Murat Yakin hat gegen den Kosovo einige taktische Kniffe erfolgreich angewendet.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

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Florian RazReporter Fussball

Es ist vielleicht nicht gleich arglistige Täuschung. Aber es läuft schon ein wenig unter Trickserei, was Granit Xhaka (32) da gegen den Kosovo aufführt. Mitten zwischen zwei, drei Kosovaren fordert er am eigenen Strafraum gestenreich den Ball von Goalie Gregor Kobel (27). Wobei das ja Xhakas übliches Verhaltensmuster ist. Der Captain der Schweizer Nati verlangt vermutlich noch eine Stunde nach Abpfiff unter der Dusche mit Nachdruck das Spielgerät.

Aber an diesem Freitagabend ist etwas Entscheidendes anders. Zwar hat Xhaka am Ende natürlich mal wieder die meisten Ballberührungen aller Spieler auf dem Feld. 126 sind es diesmal. Und damit 77 mehr als Leon Avdullahu im kosovarischen Dress mit der schönen 10 auf dem Rücken, der nun ja leider nicht mehr Xhakas Erbe werden kann im Schweizer Mittelfeld.

Sonst aus der Not geboren – diesmal geplant

Aber beim 4:0 gegen den Kosovo sind für einmal die Bälle, die Xhaka nicht berührt, genauso wichtig für das Schweizer Spiel. Weil abgesprochen ist, dass sich Kobel immer wieder gegen den Pass zu seinem Captain entscheidet – und den Ball stattdessen hoch nach vorne schlägt. Was üblicherweise aus der Not geboren ist – der weite Schlag – ist diesmal einer der taktischen Kniffe, mit denen Murat Yakin (50) sein Gegenüber Franco Foda (59) gnadenlos auscoacht.

«Der lange Ball wird oft aus Zufall geschlagen. Aber dieses Mal haben wir das ganz bewusst so gespielt», gibt Yakin nach dem Spiel zu. Fabian Rieder (23) und Ruben Vargas (27) haben die Aufgabe, als emsige Staubsauger die Bälle aufzusammeln, die nach der Kopfabwehr der Kosovaren ins Mittelfeld fallen. Es ist ein simpler Kniff, der den Kosovo überraschend oft überrascht – zum Beispiel beim 3:0 durch Silvan Widmer (32).

Es ist nicht die einzige Massnahme, mit der Yakin in diesem Spiel richtig liegt. Er verdichtet das Zentrum, setzt auf die Energie von Rieder und Vargas gerade gegen den Ball, lässt den pfeilschnellen Dan Ndoye (24) auf links einfach so lange ins Laufduell mit seinem Gegenspieler steigen, bis der die weisse Flagge hebt – und er lässt Widmer als Rechtsverteidiger regelmässig in den gegnerischen Strafraum ziehen.

Geht der Plan auch gegen Slowenien auf?

Das alles sieht nach einem Plan aus, das tatsächlich für ein WM-Ticket reichen könnte. Wobei festgehalten werden muss: Er wird von einem Kosovo begünstigt, der an diesem Abend nachdrücklich beweist, warum er in der Weltrangliste bloss auf Rang 95 liegt.

Ob dasselbe am Montag gegen Slowenien noch einmal klappt? «Man darf nicht zu viel ändern. Aber es wäre auch fahrlässig, sich nicht am Gegner zu orientieren», sagt Yakin, als es am Freitag gegen Mitternacht geht, «ich muss erst schauen, wie Slowenien gegen die Schweden gespielt hat.»

Wenn er das Video des 2:2 schaut, wird er feststellen: So unorganisiert, wie die Slowenen defensiv bei Umschaltmomenten wirken, könnte die Variante mit den langen Bällen durchaus einen zweiten Versuch wert sein.

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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