Akanji köpfelt die Nati in Führung
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Avdullahu abgeschüttelt:Akanji köpfelt die Nati in Führung

Erstes Spiel nach Kosovo-Wahl
Avdullahu erlebt Albtraum statt Traumdebüt

Leon Avdullahu trägt gegen die Schweiz die Rückennummer 10 – und steht am Anfang der hohen Niederlage des Kosovo.
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Leon Avdullahu (l.) zieht mit dem Kosovo gegen die Schweiz (hier Fabian Rieder) den Kürzeren.
Foto: Toto Marti
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Florian RazReporter Fussball

Puh, was haben sie ihm da alles auf den Rücken gebunden. «Wir glauben, dass er der Granit Xhaka des Kosovo werden kann», hat Kosovos Verbandspräsident Agim Ademi (63) gegenüber Blick gesagt. Franco Foda (59) legt einen Tag vor dem Spiel noch einen obendrauf: «Er kann zur Legende werden.» Man könnte meinen, auf den immer noch recht schmalen Schultern von Leon Avdullahu (21) laste die Hoffnung einer kleinen, aber stolzen Nation.

Als er in den St.-Jakob-Park einläuft, trägt er die geschichtsträchtige Nummer 10. Im oberen Rang des Stadions hängt ein Transparent: «Das Herz findet immer einen Weg nach Hause – danke, Leon!»

Ein paar Tage erst ist es her, dass sich Avdullahu, in Solothurn geboren, in Gerlafingen aufgewachsen und verwurzelt, für den Kosovo entschieden hat. Nach 22 Matches mit Schweizer Nachwuchs-Nationalteams. Um ihn herum soll im Kosovo etwas aufgebaut werden. Eine Mannschaft, der es einmal an eine Europameisterschaft reichen soll.

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Avdullahu will der Chef sein

Aber dieser Abend ist kein Aufbruch zu neuen Ufern. Es ist ein Schiffbruch. Ein Realitätscheck der bitteren Sorte, den die Kosovaren erleben. Mittendrin Avdullahu, der ein Debüt wie einen fiebrigen Albtraum erlebt. Nach 35 Sekunden wird er erstmals von Granit Xhaka (32) ausgetanzt, den er vielleicht dereinst beerbt hätte, hätte er sich für die Nati entschieden. Der Abend wird danach für Avdullahu nicht mehr besser.

Ja, er gibt im zentralen Mittelfeld durchaus den Chef. Obwohl er beim FC Basel zum Profi gereift ist, hat man Avdullahu im Joggeli noch nie so viel dirigieren gesehen wie an diesem Abend. Aber er macht auch ungewohnte Fehler.

Er schlägt erst den Fehlpass, der im Eckball zur Schweizer Führung mündet. Dann wird ihm von Manuel Akanji (30) aufgezeigt, wie es zugeht, wenn man einen Champions-League-Sieger decken muss. Avdullahu hat keine Chance in diesem ungleichen Duell (Video oben) – und steht so irgendwie am Anfang der kosovarischen Niederlage.

Aber natürlich liegt es nicht an ihm allein, dass sein Team an diesem Abend chancenlos bleibt. So wie er den Kosovo nicht im Alleingang zum Klasse-Team machen kann. Allen Vorschusslorbeeren zum Trotz.

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