Kommentar zum Kosovo-Wechsel
Avdullahus Absage ist eine heftige Ohrfeige für die Schweiz

Toptalent Leon Avdullahu kehrt der Schweizer Nati den Rücken. Noch ist nicht klar, wie weh der Abgang sportlich wirklich tun wird. Aber nun müssen dringend harte Fragen gestellt werden, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Der neue Hoffenheimer Leon Avdullahu hat sich entschieden – und spielt künftig für die kosovarische Nationalmannschaft.
Foto: Icon Sport via Getty Images
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Emanuel GisiSportchef

Jetzt ist es fix: Leon Avdullahu (21), in Solothurn aufgewachsen, Spieler in sämtlichen U-Nationalteams des SFV, soeben für 8 Millionen Franken von Basel nach Hoffenheim gewechselt, läuft künftig für die Nationalmannschaft des Kosovo auf. Welch eine Ohrfeige für den Schweizer Verband!

Als Doppelbürger darf Avdullahu frei wählen. Doch für den SFV ist das eine herbe Niederlage. Ein Spieler, der seit 2019 auf höchstem Nati-Nachwuchslevel gefördert wird, entscheidet sich beim Wechsel zur A-Nationalmannschaft für eine sportlich klar schwächere Nation, obwohl ihn die Schweiz unbedingt wollte – da läuft etwas falsch. Schmerzlicher waren nur die Abgänge von Rakitic und Petric, vergleichbar noch jener von Kuzmanovic, der sich aber mit dessen stagnierender Karriere relativierte.

Ob Avdullahu ein Rakitic oder ein Kuzmanovic wird, muss die Zukunft zeigen. Klar ist jetzt schon: Der SFV muss aus diesem Fiasko lernen. Der neue Verbandspräsident Peter Knäbel versuchte in seinem ersten Monat im Amt alles, war zuletzt sogar noch einmal an der Seite von Avdullahus Vater in Leverkusen auf der Tribüne gesichtet worden, wo Avdullahu junior für Hoffenheim sein Bundesliga-Debüt gab. Ein lobenswerter Effort. Doch es blieb am Ende beim Versuch, einen längst eingehandelten Rückstand irgendwie noch aufzuholen. Einer, der ohne Erfolg blieb.

Ein schlechtes Zeugnis fürs Talentmanagement

Das eigentliche Problem: Der SFV glaubt, Förderung allein genüge. Doch moderne Toptalente erwarten mehr – individuelle Betreuung, frühzeitige und konkrete Perspektiven, Sensibilität für Zweifel, klare Kommunikation. Themen, die im heutigen Fussballbusiness unter dem Begriff «Wertschätzung» laufen. Wer das ignoriert, verliert sie. Dass Avdullahu trotz klar besserer sportlicher Ausgangslage bei der Schweiz den Kosovo wählt, stellt dem Talentmanagement unter Nati-Direktor Pierluigi Tami ein mieses Zeugnis aus. Das muss man in dieser Deutlichkeit sagen.

Denn die jüngsten Ergebnisse sind verheerend. Mit Avdullahu und Fiorentinas Eman Kospo (18, spielt künftig für Bosnien) hat die Schweiz innert einer Woche zwei Talente verloren. Ist das wirklich nur Zufall und schlechtes Timing? Tami wird Antworten liefern müssen.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Playoffs
Gruppe D
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Playoffs
Gruppe F
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Niederlande
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Schweden
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Tunesien
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Gruppe G
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Ägypten
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Neuseeland
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Gruppe H
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Gruppe K
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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