Heisser Poker um SFV-Juwel
Warum sich Avdullahu für die Schweiz entscheiden sollte

Der Schweizer U21-Nationalspieler Leon Avdullahu wird heftig vom Kosovo umworben. Blick sagt, warum es für den Ex-Basler, der neu bei Hoffenheim spielt, mehr Sinn macht, dass er sich für die Schweiz entscheidet.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.

Droht der SFV nach Eman Kospo (Bosnien-Herzegowina) ein weiteres grosses Talent zu verlieren? Der langjährige Nachwuchs-Internationale Leon Avdullahu (21) wird vom Kosovo, dem Geburtsland seiner Eltern, heftig umgarnt. Nun hat der neue SFV-Boss Peter Knäbel die Akte zur Chefsache erklärt, wie Blick berichtete. Er sowie Nati-Coach Murat Yakin und Assistent Davide Callà haben den defensiven Mittelfeldspieler bei dessen Klub Hoffenheim besucht.

1/8
Leon Avdullahu wird auch vom Kosovo heftig umworben.
Foto: Sven Thomann

Mit gutem Grund, denn Avdullahu ist der Aufsteiger der letzten Monate. 71 Pflichtspiele hat er für den FC Basel gemacht – mit erst 21 Jahren, auf zentraler Position. Er ist das Mittelfeld-Hirn jener Mannschaft, die das Double holt. Überragende Passquote, starke Zweikampfwerte. Ein defensiver Mittelfeldspieler, wie gemalt. Sein Abgang im Sommer ist mit ein Grund, warum die Defensive beim durchzogenen Saisonstart des FCB noch nicht richtig funktioniert.

Grössere Chance auf WM- und EM-Teilnahme

Knäbel und Co. haben gute Argumente, Avdullahu davon zu überzeugen, dass es mehr Sinn macht, dass er auch in Zukunft für den SFV auflaufen wird und nicht den Verlockungen des Kosovos erliegt. Für die Nati spricht, dass der Kosovo bloss auf Rang 95 der Fifa-Weltrangliste steht (Schweiz auf Rang 19), der Weg an eine WM- oder EM-Endrunde trotz aufgeblähter Teilnehmerfelder für den Balkan-Staat mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern noch immer ein sehr schwieriger ist. Ganz anders die Schweiz: Seit 2004 fehlte der SFV nur an einem grossen Turnier – 2012 an der EM in Polen und der Ukraine. Avdullahu soll ein wichtiger Pfeiler werden, damit diese Serie auch in Zukunft anhalten wird.

Zudem verfügt die Nati über ein qualitativ deutlich besseres Kader als der Kosovo, auch wenn die bisherigen drei Duelle alle Remis endeten. Der beste Spieler ist der Ex-Basler Edon Zhegrova, der in Lille vor dem Absprung zu einem Top-Klub steht. Elvis Rexhbecaj von Augsburg ist seit Jahren Stammspieler in der Bundesliga und spielt wie Avdullahu im zentralen Mittelfeld, Stars aus Top-Ligen sind aber rar gesät. Mit Bledian Krasniqi (FCZ), Amir Saipi (Lugano), Donat Rrudhani (YB) und Kreshnik Hajrizi (Sion) stehen diverse Spieler aus der Super League im Kader von Ex-FCZ-Trainer Franco Foda.

Möglicher Nachfolger von Xhaka/Freuler

Klar, beim Kosovo wäre Avdullahu sofort Stammspieler, bei der Nati hat er wesentlich mehr Konkurrenz. Noch stehen ihm Captain Granit Xhaka (32) und Remo Freuler (33) vor der Sonne, doch nach der WM 2026 dürfte es zu einem Umbruch kommen, spätestens dann wird Avdullahu ein wichtiges Puzzle-Teil der Nati werden, sollte er sich in der Bundesliga durchsetzen. Er und Ardon Jashari (Milan) wären das prädestinierte Nachfolger-Duo der beiden Arrivierten im zentralen Mittelfeld. Im Schatten von Xhaka und Freuler hätte Avdullahu in dieser Saison die Möglichkeit, von ihnen zu lernen und in seine Rolle in der Nati hineinzuwachsen.

Auch langfristig würde ein Entscheid für die Schweiz Sinn machen. Nicht nur, weil Avdullahu im solothurnischen Gerlafingen geboren und aufgewachsen ist, sondern auch in Bezug auf seine Karriere. Denn Nationalspieler aus der Schweiz werden auf dem Transfermarkt höher eingestuft als diejenigen aus dem Kosovo. Und gute Leistungen an Endrunden sind noch immer der schnellste Weg, um seinen Marktwert markant zu steigern.

Wertschätzung ist wichtig

Dass Avdullahu zugetraut wird, dass er es ganz nach oben schaffen kann, ist offensichtlich. Im Winter war der FC Porto an ihm dran, auch Gladbach war brandheiss auf den FCB-Sechser, andere Vereine aus der Bundesliga ebenfalls. Auch Klubs aus England schielten auf ihn. Am Ende wurde es, angesichts von Avdullahus Qualitäten doch etwas überraschend, die TSG Hoffenheim.

Warum die Turn- und Sportgemeinschaft? «Weil ich die Wertschätzung von Anfang an gespürt habe. Weil mich der Klub schon seit Jahren verfolgt und sich detailliert mit mir auseinandergesetzt hat. Weil man einen klaren Plan mit mir hat und mich maximal fördern will», antwortet Avdullahu.

Dasselbe dürfte er auch vom SFV erwarten, weshalb Knäbel und Yakin vorstellig geworden sind. So schwierig ein solcher Entscheid für Doppelbürger auch ist, weil zwei Herzen in der Brust schlagen, aus sportlicher und rationaler Sicht macht nur ein Entscheid Sinn: dass Avdullahu auch im A-Team im Schweizer Dress aufläuft. Ein Selbstläufer ist das aber nicht, das muss der SFV spätestens jetzt begriffen haben. Denn die Talente wünschen sich vor allem eines: Wertschätzung und einen klaren Plan mit ihnen.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

Füge jetzt die Fussball-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen. 

WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen