Rassismus gegen Xhaka, Shaqiri und Co?
Fussballverband zieht Tiktoker Bireweich vor Gericht

Am Freitag kommt es zum Prozess gegen Influencer Bireweich. Waren seine Beleidigungen gegen Xhaka, Shaqiri und weitere Fussballer diskriminierend – oder nur Satire?
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Mirco Casorelli nennt sich in den sozialen Medien «bireweichesouhund».
Foto: ©MELANIE DUCHENE / SCHAFFHAUSER

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am Freitag startet in Schaffhausen der Prozess gegen Tiktoker Bireweich
  • Der Influencer beleidigte Nati-Spieler, behauptet jedoch, es sei Satire gewesen
  • Rechte Influencer wollen ihn vor Gericht unterstützen
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Fabian EberhardStv. Chefredaktor SonntagsBlick

Kampf auf dem Rasen, Kampf im Gerichtssaal: Während unsere Nati an der WM um Punkte kickt, geht der Schweizerische Fussballverband (SFV) juristisch in die Offensive.

Am Kantonsgericht Schaffhausen findet am Freitag der Prozess gegen Tiktoker Bireweich aka Mirco Casorelli (40) statt. Der SFV hat ihn angezeigt, weil er die Nati-Stars mit Migrationshintergrund rassistisch beleidigt haben soll. Casorelli hingegen sagt: Alles nur Satire!

«Schachtelgrinde» und «gefürchige Gestalt»

Der juristische Streit schwelt schon lange. 2024 verurteilte die Schaffhauser Staatsanwaltschaft den Influencer wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass zu einer bedingten Geldstrafe von 10'800 Franken sowie einer Busse von 2700 Franken.

Casorelli, dem auf Tiktok knapp 100'000 Leute folgen, zog in Videos über Spieler der Nationalmannschaft her. Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka bezeichnete er als «Schachtelgrinde», Murat Yakin als «Kebab-Verkäufer», den schwarzen Jordan Lotomba als «gefürchige Gestalt».

Er unterzog die Nati bei der Hymne einer «Singkontrolle» und beschimpfte Spieler mit dunkler Hautfarbe als «Arschloch», «fertige Tubel» und sagte, er würde am liebsten an «das Ding anespucke».

«Das war bloss eine Parodie»

Für die Staatsanwaltschaft war der Fall klar. Laut Strafbefehl hat Casorelli die Nati-Spieler wegen ihrer Ethnie als minderwertig dargestellt und sie damit diskriminiert.

Der Influencer zog den Fall weiter an das Kantonsgericht. Er sagt zu Blick: «Das Ganze war bloss eine Parodie und hatte nie einen rassistischen Grundgedanken.» Er sei sicher kein Rassist. «Niemand muss meinen Humor lustig finden», so Casorelli. Es sei aber absurd, dass er dafür bestraft werden soll.

Unterstützung erhielt der Tiktoker vom Bündnis Redefreiheit. Das Netzwerk aus Juristen, Publizisten und Aktivisten aus der Szene der Corona-Massnahmengegner übernimmt die Kosten für den Rechtsstreit.

SFV will Aussagen nicht tolerieren

Der Fussballverband sieht das anders. Humor ende dort, wo die Menschenwürde verletzt werde. Der Beschuldigte habe öffentlich gegen Nati-Spieler mit Migrationshintergrund gehetzt. Das sei Rassismus, den man nicht tolerieren wolle.

Nun kommt es ausgerechnet während der WM zum Gerichtsprozess. Im Kern geht es um die Frage, was Satire darf und wo Rassismus beginnt. Für die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus des Bundes sind die Aussagen von Bireweich klar fremdenfeindlich: «Allein zu sagen, es handle sich um einen Witz, macht einen rassistischen Witz nicht weniger rassistisch», so eine Sprecherin gegenüber Blick.

Gegenteiliger Meinung ist das Bündnis Redefreiheit, das den Tiktoker finanziell unterstützt. Geschäftsführer Andrea Seaman befürchtet eine «Zensur» von Satire. Auf der Website des Bündnisses schreibt er: «Der SFV gibt sich als moralische Instanz, entpuppt sich jedoch als Heuchler.» Bei der Fussball-WM 2022 in Katar sei er «brav der Fifa-Direktive gefolgt», die regenbogenfarbenen LGBTQ-Armbinden abzulegen. Jetzt werfe derselbe Verband dem Tiktoker Casorelli Rassismus vor.

Unterstützer kündigen Aufmarsch an

In den sozialen Medien schlägt der Gerichtstermin vom Freitag bereits Wellen. Mehrere Influencer aus der rechten Ecke haben sich angekündigt, unter ihnen der Basler Politquerulant Eric Weber. Er ruft dazu auf, Casorelli zu unterstützen.

Mit der Justiz kennt sich Weber aus. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Wahlfälschung, Rassendiskriminierung und Beschimpfung.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
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3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
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0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
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PT
1
Niederlande
Niederlande
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0
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2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
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0
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4
Tunesien
Tunesien
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K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
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1
Belgien
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0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
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3
Iran
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Neuseeland
Neuseeland
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K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
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1
Spanien
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0
0
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2
Kap Verde
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3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
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Uruguay
Uruguay
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K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
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1
Frankreich
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0
0
2
Senegal
Senegal
0
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3
Irak
Irak
0
0
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4
Norwegen
Norwegen
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K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Argentinien
Argentinien
0
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0
2
Algerien
Algerien
0
0
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3
Österreich
Österreich
0
0
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4
Jordanien
Jordanien
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K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
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2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
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3
Usbekistan
Usbekistan
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0
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4
Kolumbien
Kolumbien
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0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
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1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
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0
0
K.o.-Phase
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