Der Start in die Mission Wiederaufstieg hätte aus Schweizer Sicht nicht besser verlaufen können. Nach den zwei 3:0-Auswärtssiegen gegen Nordmazedonien und Schottland steht die Nati nicht nur mit dem Punktemaximum da, sondern hat bislang noch immer kein Gegentor kassiert.
Die Ausgangslage vor der dritten Nations-League-Partie am Samstag in Luzern (20.45 Uhr) wird aber noch besser: Weil sich Gegner Slowenien in seinem Auftaktspiel gegen die Schotten ein 0:0 erkämpft hat, können die Schweizer nun mit einem Sieg alle anderen Teams auf mindestens fünf Punkte distanzieren. Die Statistikplattform «Football meets Data» schreibt der Nati bereits jetzt eine Wahrscheinlichkeit von 93,7 Prozent zu, in ihrer Gruppe in der Liga B auf dem ersten Platz abzuschliessen.
«Wir haben eine gute Ausgangslage, die wir uns nicht nehmen lassen wollen», sagt Murat Yakin (52). Es sei aber noch zu früh, um schon vor der Partie gegen Slowenien vom Aufstieg zu sprechen. «Unser Ziel bleibt, von Spiel zu Spiel zu schauen und unseren Stil durchzuziehen», so der Nati-Coach.
Lostopf 1 ist nicht möglich, aber ...
Für die Schweiz geht es in diesem Herbst aber um mehr als nur um die Rückkehr in die Liga A der Nations League; mit einem Sieg gegen Slowenien hätten die Schweizer auch bereits einen wichtigen Schritt in Richtung EM 2028 gemacht. Die Einteilung der Lostöpfe für die Quali-Gruppen, die am 6. Dezember in Belfast ermittelt werden, richtet sich nach der Gesamttabelle der Nations League. Weil die Nati in der Liga B antritt, ist ein Platz in Lostopf 1 mit den besten zwölf Mannschaften nicht möglich.
Die vier Gruppenletzten der Liga A sowie die Gruppenersten und Gruppenzweiten der Liga B landen im Lostopf 2. Mit einem Sieg gegen Slowenien hätte die Schweiz einen der ersten beiden Gruppenplätze so gut wie sicher und würde es in der 2027 ausgetragenen EM-Quali nur mit einem richtig guten Gegner zu tun bekommen.
Ein Selbstläufer wird die Partie gegen die Weltnummer 53 aber nicht. Wie die Nati haben auch die Slowenen in den ersten beiden Spielen noch kein Gegentor bekommen. Allerdings war bei der Nullnummer gegen Schottland auch viel Glück mit im Spiel. «Das wird ein Gegner, der uns fordert», glaubt Yakin.