«Die Cartoons bei Oma und Opa waren immer auf Deutsch»
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In Dänemark aufgewachsen:«Die Cartoons bei Oma und Opa waren immer auf Deutsch»

Nati-Neuling Stefan Gartenmann
«In Dänemark war die Nati-Nomination ein Schock»

Der gebürtige Däne Stefan Gartenmann gibt sein erstes Interview als Schweizer Nationalspieler. Spricht über Ferien in der Schweiz, Liebe zu Käse und dass er kein «schöner Fussballer» sei.
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Nati-Neuling Stefan Gartenmann im Garten des Nati-Camps in Portugal.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stefan Gartenmann begeistert bei erstem Medienauftritt für Schweizer Nationalmannschaft
  • Gartenmann hat Schweizer Wurzeln durch Grossvater, spricht Deutsch und liebt Schweizer Käse
  • Er hat erst seit acht Tagen den Schweizer Pass
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Erst acht Tage ist er im Besitz des Schweizer Passes und setzt mit seinem ersten Medienauftritt gleich ein dickes Ausrufezeichen. Stefan Gartenmann (28) hat das Zeug zum Publikumsliebling. Mit Schweizer Anekdoten, Humor und Demut begeistert er vor Schweizer Journalisten – und beantwortet jede Frage auf Deutsch, obwohl Nati-Trainer Murat Yakin nach seinem Besuch bei Gartenmann eigentlich dachte, er spreche nur Englisch.

Stefan Gartenmann, wieso können Sie so gut Deutsch sprechen?
Wir haben in Dänemark Deutsch in der Schule und bei meiner Oma und meinem Opa haben wir immer Cartoons auf Deutsch geschaut.

Hilft Ihnen das bei der Integration ins Team?
Ich versuche, viel zu sprechen – auch auf Deutsch –, damit ich die Sprache besser lerne. Aber es gibt Hürden.

Welche wären das?
Im Team sprechen viele Spieler Französisch, Schweizerdeutsch, Italienisch oder Spanisch – sie machen es mir nicht einfach. Schweizerdeutsch verstehe ich gar nicht (lacht).

Welchen Song haben Sie zum Einstand vor dem Team gesungen?
«Hey Baby» von DJ Ötzi.

Sie sind in Dänemark aufgewachsen, haben in dänischen U-Mannschaften gespielt und stehen aktuell in Budapest unter Vertrag. Wie hat Murat Yakin Sie gefunden?
Mein Berater hat Kontakt zum Schweizerischen Fussballverband und sie darauf aufmerksam gemacht, dass ich den Schweizer Pass beantragen und für die Nati spielen kann. Das war Ende letzten Jahres. Dann kam es zu einem Telefonat mit Murat Yakin, und Anfang dieses Jahres hat er mich in Budapest besucht.

Wie hat man in Dänemark auf das Aufgebot und Ihren Nationenwechsel reagiert?
Es war ein Schock für viele. Nur wenige Menschen wussten von meinen Schweizer Wurzeln.

Ihr Heimatort ist Amlikon-Bissegg. Ihr Grossvater stammt ursprünglich aus dem Thurgau.
Genau, er war Käser und zog nach Dänemark, um dort Käse herzustellen. Wie Sie wissen, sind die Frauen in Dänemark sehr schön (lacht). Er hat sich dort verliebt und geheiratet.

Wie stolz ist Ihr Grossvater, dass Sie nun für die Nati aufgeboten wurden?
Leider lebt er nicht mehr, aber meine Familie ist extrem stolz. Ich sehe es an meinem Vater, wie stolz mein Grossvater gewesen wäre. In unserem Haus wurde immer begeistert über die Schweiz gesprochen. Als ich nominiert wurde, hat mein Vater mir Fotos von allen möglichen Schweizer Zeitungen geschickt, die über mich berichtet haben.

Welchen Bezug haben Sie noch zur Schweiz?
Als Kind waren wir immer in den Herbstferien am Bodensee. Dort gab es natürlich auch Käse – den Appenzeller mag ich besonders. Auch Schokolade liebe ich sehr. Als ich letzte Woche den Pass in Bern abgeholt habe, habe ich sicher zwei Kilogramm mit nach Budapest genommen.

Und zum Schweizer Fussball?
Ich habe in den Jugendmannschaften mal gegen die U17-Nati und Djibril Sow gespielt. Sonst habe ich keinen grossen Bezug. Mein Berater sprach vor ein paar Jahren von einem Interesse des FC Lugano, aber ich weiss nicht, wie konkret das war.

Können Sie die Schweizer Hymne?
Ich habe sie mir angehört, aber singen kann ich sie noch nicht. Ich habe jetzt noch zwei Tage, um sie zu lernen.

Welche Qualitäten bringen Sie in die Nati ein?
Ich spiele keinen schönen Fussball, ich bin eher ein Old-School-Verteidiger. Ich bin nicht besonders schnell oder besonders stark, aber ich kämpfe und gehe keinem Zweikampf aus dem Weg.

Murat Yakin hat auch Ihre Leaderqualitäten hervorgehoben.
Ja, ich bin ein Anführer, der viel kommuniziert. Ich rede eigentlich das ganze Spiel durch. Das werde ich auch in der Nati so umsetzen – ich will mich ja nicht verändern.

Wie ist Ihre Abmachung mit Murat Yakin? Ist das eine einmalige Chance für Sie, die Sie nutzen müssen?
Nein, so etwas hat er nicht gesagt. Aber ich will diese Chance natürlich nutzen und mich präsentieren. Wir Fussballer sind nie zufrieden, wir wollen immer mehr. Die Schweiz hat aber sehr viele gute Verteidiger, ich muss in jedem Training sehr hart arbeiten.

Wie haben Sie das Niveau bisher erlebt?
Das ist schon sehr, sehr, sehr gut. Es gibt richtig gute Fussballer in diesem Team.

Sie haben von einem Traum gesprochen, der für Sie in Erfüllung geht. War die dänische Nationalmannschaft nie Ihr Traum?
Jeder Fussballer träumt davon, in einer Nationalmannschaft zu spielen. Klar, ich habe die Jugendmannschaften in Dänemark durchlaufen und bin dort aufgewachsen. Aber schon bei meinen Besuchen in Bern oder Zürich in den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass ich ein Heimatgefühl habe. Die Schweiz ist meine zweite Heimat.

Das zweite Spiel gegen Luxemburg ist in St. Gallen – ganz in der Nähe Ihres Heimatortes. Gibt es noch Verwandte, für die Sie Tickets organisieren müssen?
Ja, die habe ich, und sie wohnen immer noch in der Region – beispielsweise in Herisau. Tanten, Onkel, Cousinen. Die werden auch im Stadion sein.

Wie sieht es in Ihrem Privatleben aus?
Ich habe eine Freundin aus Dänemark, wir sind seit zehn oder elf Jahren zusammen. Wir sind jetzt in der Phase, in der sie über Babys und Ringe spricht. Der Druck steigt (lacht).

Das Interview wurde im Rahmen einer kleinen Medienrunde aufgezeichnet.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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Bosnien und Herzegowina
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