Dem SFV droht ein Co-Trainer-Fiasko, Lichtsteiner hat schon abgesagt
Schlechtes Angebot – sagen weitere Top-Leute ab?

Die Suche nach Co-Trainern für die Schweizer Nationalmannschaft gerät ins Stocken. Kurzzeitmandate und geringe Entschädigungen erschweren die Verpflichtung der Wunschkandidaten.
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Droht das Traum-Trio für das Trainerteam von Murat Yakin zu platzen?
Foto: TOTO MARTI
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Tobias WedermannFussballchef

Murat Yakin (50), Stephan Lichtsteiner (41), Davide Callà (40) und Diego Benaglio (41) – so sollte das neue Trainerteam der Schweizer Nationalmannschaft ab März aussehen. Vielsprachig, grosse internationale Erfahrung, nahe an den Spielern, zwei Co-Trainer mit Lichtsteiner sowie Callà und mit Benaglio eine Art Teammanager, der auch repräsentative Aufgaben hätte erfüllen können. Fast schon ein Dream-Team für die Nati-Seitenlinie.

In der Theorie klang das Ganze zu Beginn des Jahres sehr vielversprechend. In der Umsetzung hapert es beim Co-Trainer-Casting allerdings, wie Blick erfahren hat. Das Problem: Die Rede ist von Angeboten im Rahmen von Mandatsverträgen über lediglich sechs Monate – also bis zum Start der WM-Quali – und einer Entschädigung von ein paar Hundert Franken pro Nati-Tag, die SFV-Direktor Pierluigi Tami (63) vorgelegt hat.

Stephan Lichtsteiner sagt ab

Klar, dass man mit solchen Argumenten Schwierigkeiten hat, um etwa einen fix angestellten Co-Trainer wie Davide Callà mitten im Titelrennen beim FC Basel loseisen zu können. Trotzdem soll die Personalie Callà heiss gehandelt werden. Ein Doppelmandat kommt für den FC Basel allerdings nicht infrage. Der SFV müsste sich daher ein besseres und vor allem längerfristiges Angebot ausdenken. Sonst ist die Wahrscheinlichkeit eines Nati-Engagements zumindest mit der aktuellen Perspektive alles andere als gross.

Bereits abgesagt hat am Dienstagmorgen Stephan Lichtsteiner – der Wunschkandidaten von Captain Granit Xhaka für die Nachfolge von Giorgio Contini. Vom 108-fachen Schweizer Nationalspieler kamen zuvor eigentlich klare Signale, dass er sich die Position als Co-Trainer bei der Nati mit grosser Motivation vorstellen könnte. Mit dem Trainerposten beim Erstligisten Wettswil-Bonstetten hat der 41-jährige Ex-Captain zudem eine andere Ausgangslage als etwa Callà. Trotzdem kommts aber nicht zum Deal.

Und last, but not least ist auch die Rolle von Diego Benaglio alles andere als in Stein gemeisselt. Neben der vertraglichen Ausgangslage ist vor allem unklar, welches Profil und welche Kompetenzen der frühere Nati-Goalie innerhalb des SFV überhaupt übernehmen kann und soll.

SFV dementiert: «Wir sind auf Kurs»

Im Umfeld des Schweizerischen Fussballverbands gibt es Befürchtungen, dass Murat Yakin im März ohne einen Co-Trainer in das nächste Nati-Abenteuer und die Testspiele gegen Nordirland sowie Luxemburg geht. Dies, obwohl Tami beim Tessiner SRG-Sender RSI einen Co-Trainer für Ende Januar angekündigt hatte. Der Nati-Direktor, der die Verhandlungen für die Contini-Nachfolge leitet, gerät bei der Suche nun unter Druck. Hinter vorgehaltener Hand äussert man rund um den Verband immer mehr Unverständnis über die zahlreichen Ferienabwesenheiten des 63-Jährigen in den vergangenen Wochen, die für die stockenden Verhandlungen nicht zielführend sein sollen.

Direkt angesprochen auf die Gerüchte rund um das schleppende Co-Trainer-Casting, gibt man sich beim Schweizerischen Fussballverband allerdings weiter optimistisch. Man sei auf Kurs mit der Suche und erhofft sich, in den nächsten zwei Wochen eine Lösung kommunizieren zu können.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Gruppe D
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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Ecuador
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Gruppe F
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Demokratische Republik Kongo
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Kolumbien
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Gruppe L
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England
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Kroatien
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Panama
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