Ex-Captain Lichtsteiner erteilt dem SFV eine Absage
«Ich stehe für dieses Amt im Moment nicht zur Verfügung»

Es hätte eine spektakuläre Coaching-Verbindung sein können: Chef-Stratege Murat Yakin und Bad Cop Stephan Lichtsteiner im Stab der Schweizer Nationalmannschaft. Dazu kommt es nicht. Der frühere SFV-Capitano steht für den Assistenten-Posten nicht zur Verfügung.
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Ex-Captain Stephan Lichtsteiner (rechts) sagt Nati-Direktor Pierluigi Tami ab.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Stephan Lichtsteiner sagt Co-Trainer-Stelle im Schweizer Nationalteam ab
  • Lichtsteiner gilt als exzellenter Kommunikator und hat Xhakas Unterstützung
  • Der 108-fache Ex-Nationalspieler wird weiterhin Erstligist Wettswil-Bonstetten trainieren
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Sven SchochReporter Sport

Grinta, totale Fokussierung, eine ausgeprägte Persönlichkeit: Attribute, die für Stephan Lichtsteiner stehen. Der frühere Juventus-Star hätte dem Schweizer Nationalteam ab März als Co-Trainer eine Prise Verbissenheit zuführen können und die Spieler aus der Komfortzone treiben sollen. Hätte, könnte, sollte – es bleibt beim Konjunktiv. Der SFV hat sich mit dem 108-fachen Ex-Nationalspieler nicht einigen können.

Es war kein Poker, sondern ein gegenseitiges Abtasten. Um Geld ging es nicht, es war eher eine Frage des Commitments, des Profils der Co-Trainer-Stelle. Am vergangenen Freitag tauschten sich die Beteiligten nach längerer Funkstille noch einmal intensiv aus. Ein Angebot der Verbandsleitung folgte, am Montagabend dann das finale Telefonat von Pierluigi Tami. Was er zu hören bekam, wird Fragen aufwerfen: die überraschende Absage Lichtsteiners.

«Wir haben miteinander gesprochen», bestätigt Lichtsteiner gegenüber Blick. «Ich habe entschieden, dass ich im Moment nicht für dieses Amt zur Verfügung stehe.» Näher mag der 41-Jährige derzeit nicht auf seinen unwiderruflichen Rückzug aus dem bereits mehrwöchigen Assistenten-Casting des Verbands eingehen. 

Zu unbequem?

Auch wenn Lichtsteiner keine Details preisgibt: Man wird den Eindruck nicht los, dass sich die Crew um Nati-Direktor Tami nicht mit voller Kraft um diese spannende Personalie gekümmert hat. Der frühere Wortführer der Nationalmannschaft wäre für das zuletzt schlingernde Nationalteam ein Glücksgriff gewesen: Lichtsteiner gilt als exzellenter Kommunikator, der alle Landessprachen fliessend beherrscht und bei den Spielern mit seinen Botschaften entsprechend 1:1 angekommen wäre. 

Zudem war ihm der Zuspruch des einflussreichsten Akteurs gewiss. Granit Xhaka, Taktgeber und Kabinenchef, hat sich schon zu Beginn des Jahres mit einem deutlichen Votum für Lichtsteiner eingesetzt: «Steph Lichtsteiner ist für mich ein riesiges Vorbild. Noch mit 35 stand er täglich in einer hochprofessionellen Art und Weise auf dem Trainingsplatz. Das verdient höchsten Respekt, ich schätze ihn brutal.»

Lichtsteiner kann wie Xhaka unbequem werden, wenn er ein falsches Mindset ortet. Seine Linie war und ist kompromisslos. Als Spieler ordnete er dem Sport alles unter, und auch heute ist er primär erfolgsorientiert. Aufgrund seiner umfangreichen Erfahrung und seines Standings erlaubt sich der Innerschweizer auch eine klare Meinung, die er im kleinen Kreis durchaus ungeschminkt zu platzieren weiss.

Verpasste XXL-Chance

Dass einige Exponenten rund um das Nationalteam womöglich befürchtet haben, Lichtsteiner könnte die Problemzonen allzu forsch beim Namen nennen, ist durchaus denkbar. Seine ausgeprägte Persönlichkeit und totale Fokussierung auf inhaltliche Themen hätten der im Herbst lethargischen Auswahl indes gutgetan – und mutmasslich auch Pierluigi Tami auf Trab gehalten. 

Zurück bleibt primär etwas: das Gefühl einer verpassten XXL-Chance. Eine grosse Figur, ein Winner-Typ par excellence, ein Klartexter wird seine Energie nicht in ein möglicherweise kompliziertes Schweizer WM-Projekt stecken, sondern weiterhin beim Erstligisten Wettswil-Bonstetten auf einer kleinen Bühne als Cheftrainer tätig sein und zeitnah in Italien seinen Uefa-Pro-Lizenz-Lehrgang abschliessen. 

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WM 2026 Gruppe A
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Gruppe D
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Gruppe G
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