Wechselbad der Gefühle: Diese fünf Minuten sind zu viel für das Nati-Fan-Herz(00:37)

Nach Seuchensaison
Was wäre mit einem topfiten Embolo möglich gewesen?

Im EM-Viertelfinal gegen England zeigt Breel Embolo (27) einen unglücklichen Auftritt, beweist aber seine Knipser-Qualitäten. Umso bitterer ist es, dass der Stürmer ohne viel Spielpraxis an die EM reisen musste.
Publiziert: 07.07.2024 um 09:04 Uhr
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Aktualisiert: 07.07.2024 um 12:18 Uhr
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Trotz zwei Treffern war es nicht das Turnier von Breel Embolo.
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Lucas WerderReporter Fussball

Dass es nach einer Seuchensaison wohl nicht die EM von Breel Embolo (27) werden würde, war bereits vor Turnierstart klar. Und dennoch hätte der Nati-Stürmer im Viertelfinal gegen England zum ganz grossen Helden werden können. Eine Viertelstunde vor Ende steht der Stürmer nach einem abgefälschten Flankenball von Ndoye goldrichtig und drückt den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie.

Ekstase in Düsseldorf! «Oh Embolo, oh Embolo», hallt es durch die Arena. Tausende Nati-Fans feiern den Publikumsliebling. Und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich hätte Embolo Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit beinahe noch einmal für ein Schweizer Euphorie-Beben gesorgt. Doch dieses Mal verpasst der Basler eine perfekte Schär-Flanke – und bringt damit den besser postierten Ndoye um den möglichen Siegestreffer.

«Er hat mich nicht gesehen. Und ich ihn leider auch erst zu spät. Vielleicht hätte ich sonst gerufen, dass er den Ball durchlässt. Am Ende sind es solche Kleinigkeiten, die vielleicht das Spiel entscheiden», sagt Ndoye danach zur Szene. Eine Szene, die irgendwie zum am Ende doch unglücklichen Embolo-Auftritt passt.

Katastrophale Zweikampfquote

Denn bis zu seinem Treffer gelingt dem Nati-Knipser 75 Minuten lang überhaupt nichts. Klar, mit seiner Physis bringt er ein Element ins Schweizer Spiel, das sonst kein anderer Offensivspieler auf Yakins Bank zu bieten hat. Aber eben, es schaut zu wenig heraus. Zwölf Ballverluste allein in den ersten 90 Minuten, nur drei von 17 Zweikämpfen gewinnt er. Und wenn die Schweizer nach einer Balleroberung für einmal schnell umschalten wollen, verpasst Embolo das Abspiel oder verstolpert den Ball.

Zum ersten Mal an dieser EM ist deutlich zu sehen, dass der Stürmer bis vor Turnierstart ein Monat ohne Einsatz gewesen ist. Bei Monaco hat Embolo eine Saison zum Vergessen hinter sich. Nach seinem überstandenen Kreuzbandriss feiert er erst im April sein Comeback. Nach nur fünf Spielen und total 182 Einsatzminuten muss er mit muskulären Problemen erneut aussetzen.

Yakin packt Joker Embolo schon früher aus

Dass Embolo praktisch ohne Spielpraxis einrücken würde, wusste auch Murat Yakin. Trotzdem war für den Nati-Trainer immer klar, dass der Stürmer mit an die EM fahren wird. Genau wie für den ebenfalls angeschlagenen Zakaria reservierte Yakin Embolo einen Platz im 26-Mann-Kader. Ein riskanter Plan, der für den Nati-Trainer wie so vieles an diesem Turnier aufging. Nachdem Embolo für die beiden letzten Testspiele Forfait erklärt hatte, machten sich Gerüchte breit, dass der Stürmer frühstens für das dritte Gruppenspiel gegen Deutschland einsatzbereit sei.

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Womöglich einmal mehr nur ein geschickter Poker von Yakin, der im Startspiel gegen Ungarn plötzlich doch schon auf Joker Embolo setzte. Und dieser erlöste die Nati kurz vor Schluss mit seinem schönen Heber zum 3:1. Ab dem letzten Gruppenspiel gegen Deutschland stand Embolo immer in der Startelf. Dass er noch nicht der Alte ist, konnte er dabei nie ganz verbergen. Und nach dem bitteren Aus gegen England lässt sich festhalten: Das Turnier eines topfitten Embolo hätte es durchaus werden können.

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Liga A, Gruppe 1
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Kroatien
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Bosnien und Herzegowina
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Ungarn
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Niederlande
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Liga A, Gruppe 4
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Dänemark
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Österreich
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Wales
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Liga D, Gruppe 2
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