«Ich habe ein crazy Jahr hinter mir»
Thuner Meisterheld lebt den Italien-Traum – und will an die U21-EM

Franz-Ethan Meichtry hat in den vergangenen zwölf Monaten einiges erlebt. Im Gespräch mit Blick blickt der Berner Oberländer auf sein «crazy Jahr» zurück – und spricht über die entscheidende Phase der EM-Qualifikation mit der U21-Nati.
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Meichtry hat ein verrücktes Jahr hinter sich.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • U21-Nati startet EM-Qualifikation am Freitag gegen Luxemburg in Lugano
  • Franz-Ethan Meichtry erlebt intensives Jahr mit Vereinswechsel zu Genoa
  • Genoa ohne Sieg in Serie A; Meichtry mit bisher vier Teileinsätzen
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die U21-Nati startet am Freitag in die entscheidende Phase der EM-Qualifikation. Drei Spiele warten auf das Team von Trainer Alex Frei (47) – den Auftakt macht am Freitag das Duell gegen Luxemburg in der AIL Arena von Lugano. Am Ende dieses Zusammenzugs soll die Teilnahme an der nächsten Euro feststehen. Dabei ist man auf gutem Weg.

«Die Qualifikation ist das grosse Ziel», betont Franz-Ethan Meichtry (21) im Gespräch mit Blick. Der Berner Oberländer gehört seit einem Jahr zum festen Kader der U21. «Ich habe ein crazy Jahr hinter mir», erzählt er. Dann zählt der gelernte Strassenbauer auf, was er in den vergangenen Monaten alles erlebt hat: Aufstieg mit Thun, erste Aufgebote für die U21-Nati, der Meistertitel mit den Berner Oberländern und schliesslich der Wechsel zu Genoa in eine Top-5-Liga.

Meichtry schwärmt von Genoa-Trainer

«Es war wirklich ein wunderschönes Jahr. Jetzt habe ich aber ein neues Kapitel aufgeschlagen und will in Genua Stammspieler werden», sagt der Berner Oberländer. Der Start beim Serie-A-Klub verläuft allerdings harzig. Noch hat «il Grifone» (Deutsch: «Greif») kein Ligaspiel gewonnen.

«Im Moment läuft es nicht so, wie wir uns das wünschen. Aber das ist halt der Fussball. Daraus lernt man und kann daran wachsen.» Trainer Daniele De Rossi (43) steht bereits unter Druck. Vorerst hält der älteste Klub Italiens aber noch am Weltmeister von 2006 fest. Meichtry hält grosse Stücke auf seinen Trainer. «Unter ihm zu trainieren, ist grossartig. Ich habe grossen Respekt vor ihm. Und man bewundert ihn natürlich auch.»

Nicht allein an der ligurischen Küste

Dass in Genua bereits ordentlich Druck auf dem Kessel ist, geht auch an Meichtry nicht spurlos vorbei. «Die Fussballkultur allgemein ist auf jeden Fall ganz anders als das, was ich bisher gewohnt war. Das gilt auch für unsere Kurve, die überragend ist.» Spielerisch sei der Unterschied zur Super League gross. «Vor allem im taktischen Bereich ist es schon eine andere Welt. Da arbeite und lerne ich gerade am meisten.»

Dabei kann sich Meichtry auch auf die Unterstützung eines Landsmanns verlassen. Djibril Sow (29) ist im Sommer ebenfalls zu Genoa gestossen und gehört dort zum Stammpersonal. Meichtry kam bislang zu vier Teileinsätzen. «Wir reden viel miteinander. Er gibt mir Tipps aus seiner Erfahrung und aus seiner Karriere. Er ist wirklich ein sehr guter Typ.»

Meichtry liebt italienisches Essen

Abseits des Platzes hat sich Meichtry derweil bereits bestens eingelebt. «Ich wohne etwas ausserhalb, habe aber einen wunderschönen Meerblick.» Auch kulinarisch hat er seine neue Heimat an der ligurischen Küste längst entdeckt. «Das originale Pesto Genovese mit Trofie habe ich probiert und es ist sehr fein. Das Essen in Italien ist auf jeden Fall besser als in der Schweiz.»

Ein klares Statement. Vorerst muss sich Meichtry allerdings wieder mit der heimischen Küche zufriedengeben. Und statt auf den Liga-Alltag mit Genoa richtet sich sein Blick in diesen Tagen auf die EM-Qualifikation. Bis Sonntag steht mit der U21 der Lago di Lugano statt des ligurischen Meeres im Fokus, dann geht es nach Island, ehe zum Abschluss Frankreich wartet. «Die Reihenfolge ist mit dem Knüller zum Schluss perfekt so.»

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