«Haben unsere Lehren gezogen»
Verheerende Penalty-Bilanz – aber die Nati bleibt cool

In der Nacht auf Freitag startet die Nati gegen Algerien in die K.-o.-Runde. Und damit wird auch für Yakin und Co. das Penaltyschiessen zum Thema. Im Gegensatz zu vielen anderen ist für Christian Fassnacht die Entscheidung vom Elfmeterpunkt aber keine reine Lotterie.
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Der Schweizer Penalty-Fluch beginnt im WM-Achtelfinal 2006, als man gegen die Ukraine (0:3) alle drei Versuche verschiesst.
Foto: Blicksport

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Penaltyschiessen prägt die Fussballgeschichte mit Dramen, Tränen und Emotionen seit 1970
  • Murat Yakin bereitet die Nati auf Penaltys vor, um Fehler zu vermeiden
  • 8 von 10 spät eingewechselten Schützen verschossen seit 2016 an EM/WM

Als 1970 das Penaltyschiessen in das Regelwerk aufgenommen wurde, war sich wohl niemand bewusst, wie viel Drama, Tränen und Spektakel die Idee des deutschen Schiedsrichters Karl Wald der Fussball-Welt bescheren würde. Deutschland und die Niederlande können an dieser WM bereits ein Leid davon singen.

Auch die Nati kennt die Gefühlseruptionen, die ein Penaltyschiessen auslösen kann. Der Jahrhundertsieg gegen Frankreich im EM-Achtelfinal 2021 kam dank Yann Sommers Parade gegen Kylian Mbappé im Penaltyschiessen zustande. Vielmehr aber vergossen die Nati und ihre Fans nach einer Kurzentscheidung aber Tränen. Denn wie früher die Engländer sind auch die Schweizer nicht die besten Penaltyschützen.

Held oder Depp der Nation

Legendär ist das Achtelfinal-Out gegen die Ukraine an der WM 2006, als keiner der drei Schweizer Schützen traf. Aber auch an der EM 2016 gegen Polen und in den EM-Viertelfinals 2021 gegen Spanien und 2024 gegen England platzte der Traum der Nati vom Weiterkommen aus elf Metern. 

Murat Yakin hat aber aus den jüngsten Enttäuschungen gelernt. Am Montag wurde das Penaltyschiessen im Nati-Camp ein erstes Mal thematisiert. «Es ist kein Geheimnis, dass ein solches das Zünglein an der Waage spielen kann», sagt Christian Fassnacht (32). Was sie im Detail geplant hätten, wolle er natürlich nicht verraten. «Aber wir haben unsere Lehren gezogen, denn ein Penaltyschiessen ist keine Lotterie. Bis zu einem gewissen Grad kann man das vorbereiten.»

Laut dem YB-Stürmer ist entscheidend, wie man mit dem Druck umgehen kann. Dieser sei an einer WM immens. «Als Schütze kannst du nur verlieren. Millionen fiebern mit, und wenn du verschiesst, bist du der Depp der Nation.» Wie Granit Xhaka 2016. Oder Manuel Akanji 2024.

Fassnacht: «Ich wäre bereit»

Fassnacht hat sich mit dem Thema in seinem Kluballtag schon intensiv beschäftigt. «Visualisierung hilft zur Vorbereitung – und wenn man weiss, was man machen will.» Auch der Ablauf bei einem Penaltyschiessen sei klar, man kenne die Distanz bis zum Elfmeterpunkt und wisse, welche Gedanken einem da durch den Kopf gehen würden. «Aber es ist einfach, vor dem Spiel zu sagen, ich schiesse.» Kommt hinzu, dass am Ende einer Verlängerung meistens nur noch vier der zehn Feldspieler der Startformation auf dem Platz stehen.

Würde Joker Fassnacht die Verantwortung übernehmen? «Ja, ich wäre bereit», so der Torschützenkönig der Super League. Immer öfter werden vermeintliche Penalty-Spezialisten kurz vor Ende der Verlängerung eingewechselt, wobei diese Taktik zuletzt keinen Erfolg gebracht hat. Von den letzten zehn Schützen, die bis gestern Abend an einer EM oder WM nach der 115. Minute für das Penaltyschiessen eingewechselt worden sind, verschossen acht.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

Füge jetzt die Fussball-Nati deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen. 

WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0:1
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
1:0
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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