«Die Tür ist nach wie vor offen»
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Yakin über Shaqiri:«Die Tür ist nach wie vor offen»

Ein Comeback ist weit entfernt
Zwischen Yakin und Shaqiri herrscht Eiszeit

Kann Murat Yakin auf einen Xherdan Shaqiri in der aktuellen Form verzichten in der Nati? Ja, aber – lautet die Antwort. Der Nati-Trainer reicht seinem ehemaligen Star die Hand für eine Rückkehr, doch dieser winkt ab. Das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung.
Publiziert: 22.05.2025 um 16:54 Uhr
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Aktualisiert: 27.05.2025 um 16:18 Uhr
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Xherdan Shaqiri sorgt in der Super League für Spektakel.
Foto: keystone-sda.ch

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Tobias WedermannFussballchef

Zwischen Nati-Trainer Murat Yakin und Xherdan Shaqiri herrscht Eiszeit. Das ist kein Geheimnis. Das ist seit bald einem Jahr so. Der Donnerstag zeigt es erneut: Eine baldige Annäherung ist nicht in Sicht. Dabei liegt das Thema auf der Hand. Während Shaqiri mit 20 Toren und 21 Assists in 37 Pflichtspielen die Schweizer Liga im Alleingang zerlegt, hat die Nati seit seinem Rücktritt ein einziges Mal gewonnen – gegen Luxemburg.

Öffentlich reicht Yakin dem 125-fachen Nationalspieler am Vormittag noch die Hand. Bei der Kaderbekanntgabe für die USA-Reise Anfang Juni erklärt er: «Ich habe Xherdan gestern zu erreichen versucht und ihm auch eine Sprachnachricht geschickt.» Und weiter: «Von meiner Seite ist die Türe offen – aber es muss auch von ihm die Bereitschaft kommen.»

Sätze, die einer von Shaqiri-Euphorie erfassten Fussballschweiz zuerst runtergehen wie Honig.

Für Shaqiri ist die Nati-Türe zu

Doch rund zwei Stunden später folgt der Konter. Am Meister-Medientermin des FC Basel antwortet Shaqiri: «Im Moment bin ich sehr froh, wie es ist. Für mich ist die Türe zu.» Rumms.

«Er wird meine Antwort erhalten»
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Shaqiri über Nati-Comeback:«Er wird meine Antwort erhalten»

Dass er sagt, Yakins Nachricht auf seinem Handy aufgrund der vielen Gratulationen noch gar nicht bemerkt zu haben? Lässt weiteren Raum, um über die Beziehung der beiden zu spekulieren. Und einen weiteren Seitenhieb kann sich Schlitzohr Shaqiri nicht verkneifen: «Er muss auch liefern – sie haben in den letzten Monaten nicht die besten Leistungen gezeigt. Dann verstehe ich, dass der Trainer an mich denkt.»

Dabei waren die beiden einst ein Herz und eine Seele. Ende 2021, nach dem 4:0 gegen Bulgarien, sicherte sich die Schweiz in Luzern die direkte Qualifikation für die WM in Katar. Shaqiri führte die Nati in Abwesenheit des verletzten Xhaka als Captain an – eine grosse Fussballliebe schien geboren. 

Doch das Verhältnis kühlte merklich ab und erreichte an der EM in Deutschland 2024 den Tiefpunkt. Es gab Meinungsverschiedenheiten. In der Öffentlichkeit wurde zu viel über das Gewicht des damaligen Nati-Stars diskutiert, die Einsatzzeit stellte Shaqiri nicht zufrieden. Als Yakin seinen Vertrag verlängerte, trat Shaqiri zeitlich so zurück, dass die kurz darauf folgende Medienkonferenz mit dem Nationaltrainer fast zur Nebensache wurde. Das Timing: kaum ein Zufall.

Ein Fünkchen Hoffnung für Nati-Fans

Im Blick-Interview im Dezember sagte Shaqiri: «Ich habe sehr viele, sehr positive Rückmeldungen erhalten nach meinem Rücktritt. Vom Trainer habe ich nichts gehört.» Yakin reagierte umgehend bei Blick darauf: «Es überrascht mich schon sehr, und stimmt mich auch ein wenig traurig, dass er jetzt sagt, er habe nichts von mir gehört.»

Fünf Monate später ist ein Comeback kaum realistischer. Es müsste viel passieren – etwa ein total verkorkster Start in die WM-Qualifikation im September. Aber irgendwie wäre es nicht Shaqiri, wenn es nicht doch noch dazu kommen könnte. Ein Fünkchen Hoffnung bleibt allemal für die Nati-Fans. Der 33-Jährige, der die freien Länderspielpausen inzwischen sehr zu schätzen weiss, sagt nämlich auch: «Sag niemals nie.»

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