Durchzogene Zwischenbilanz
Das neue Nati-Duo Ruefer/Huggel kann mit Thurnheer/Netzer noch nicht mithalten

Noch hat das neue SRF-Nati-Duo Sascha Ruefer und Benjamin Huggel Startschwierigkeiten, findet Daniel Leu, stv. Blick-Sportchef.
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Sascha Ruefer kommentiert die Nati-Spiele nicht mehr alleine.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SRF-Duo Ruefer/Huggel: Erste Zwischenbilanz nach zwei WM-Qualifikationsspielen fällt durchzogen aus
  • Interaktion und Dialoge fehlen, analytische Einwürfe wirken wie Fremdkörper
  • Frühere Duos wie Thurnheer/Netzer oder Bürer/Günthardt gelten als legendär
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Daniel LeuStv. Sportchef

Thurnheer/Netzer, Hüppi/Russi oder Bürer/Günthardt: In der Historie des Schweizer Fernsehens gab es schon einige legendäre Sport-Duos am Mikrofon. Ob mit Ruefer/Huggel jetzt ein weiteres hinzugekommen ist?

Nati-Kommentator Sascha Ruefer (53) war bislang ein Alleinunterhalter. War, denn seit Beginn der WM-Qualifikation hat er nun fix einen Mann an seiner Seite: Benjamin Huggel (48), der für SRF zuvor schon als Fussball-Experte tätig war.

Nach zwei Spielen ist es Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Diese fällt durchzogen aus.

Substanz ja, Esprit nein

Duos wie Thurnheer/Netzer oder Bürer/Günthardt lebten von der Interaktion und von den Dialogen. Davon ist bei Ruefer/Huggel noch wenig zu spüren. Man hat das Gefühl, die zwei müssten sich zuerst noch aneinander gewöhnen, was durchaus verständlich ist. Huggel schafft es zwar bei seinen spärlichen Wortmeldungen, Substanzielles zu sagen, doch wer sich Esprit und ein lustvolles Pingpong-Spiel zwischen ihm und Ruefer gewünscht hat, der wurde bislang enttäuscht.

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Huggels analytische und trockene Einwürfe kommen eher wie Fremdkörper daher. Der Mehrwert dieser neuen SRF-Strategie hält sich deshalb bislang in Grenzen.

Das ist schade, denn ein Duo kann durchaus eine Bereicherung sein. Im Idealfall ergeben dann 1 und 1 nicht 2, sondern 3. So wie dies früher bei Thurnheer/Netzer der Fall war, oder so wie das heute dem Frauen-Nati-Zweierteam Calvin Stettler/Rachel Rinast gelingt. Klar, dem einen oder anderen TV-Konsumierenden mag das zu klamaukig sein, doch dass das Zusammenspiel zwischen Stettler und Rinast klappt, steht ausser Frage.

Bei Ruefer/Huggel ist das bisher nicht der Fall. Deshalb ergibt bei ihnen 1 und 1 noch immer nur 2. Und nicht 3.

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