Blick-Wendel schätzt Schweizer Niederlage ein
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«Bitter, was passiert ist»:Blick-Wendel schätzt Schweizer Niederlage ein

Druck nach Skandalspiel zu gross
Uefa ändert mitten im Turnier die Regeln

An der U21-EM gibts jetzt doch einen VAR – ab den Viertelfinals. Dass der Videoschiri an einem solchen Turnier nicht Standard ist, überrascht auch den Schweizer Trainer Patrick Rahmen.
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Dreimal krass benachteiligt: Die Italiener belagern nach einem Fehlentscheid im Startspiel gegen Frankreich Schiedsrichter Allard Lindhout.
Foto: Getty Images
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Sebastian WendelReporter Fussball

Nicht nur Spieler und Trainer, auch die italienischen Gazetten waren auf 180. «Skandal bei der EM», stand am Freitag auf der Titelseite des «Corriere dello Sport». Die legendäre «Gazzetta dello Sport» wurde dramatisch: «Als ob die Spieler in Wimbledon wieder mit den Holzschlägern von Björn Borg spielen müssten. Sollen wir die Schornsteinfeger wieder auf die Dächer und die Dampfloks auf die Gleise schicken? Ist das Fortschritt? Wo ist die Logik, liebe Uefa?»

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Hintergrund: Die Italiener verloren das Startspiel an der U21-EM mit 1:2. Und hatten den Schuldigen dafür schnell ausgemacht: Der holländische Schiedsrichter Allard Lindhout (35) traf gleich drei krasse Fehlentscheidungen gegen Italien – alle mit spielentscheidendem Charakter.

Entscheidung der Uefa irritiert

Neben Lindhout bekommt auch die Uefa ihr Fett weg. Dass an einem Turnier wie der U21-EM kein Video-Schiedsrichter im Einsatz steht, irritiert. Das ist ja kein Kinderturnier, wie es der Name vielleicht vermuten lässt: Hier spielen gestandene Profis und Stars wie Milans Sandro Tonali (23), Dortmunds Youssoufa Moukoko (18) oder Chelseas 100-Millionen-Mann Michailo Mudryk (22) mit.

Auch der Schweizer U21-Natitrainer Patrick Rahmen (54) versteht es nicht. Auf Blick-Nachfrage sagt er: «Das Turnier hat einen hohen sportlichen Stellenwert und generiert viel Interesse. Da überrascht es mich schon, dass der VAR nicht von Anfang an dabei ist. Auch wenn ich die Hintergründe nicht kenne.»

Uefa ändert mitten im Turnier die Regeln

Und jetzt das: Der Druck auf die Uefa wurde nach dem Skandalspiel zwischen Frankreich und Italien wohl zu gross. Am Samstag vermeldet sie, dass ab den Viertelfinals der VAR zum Einsatz kommt. Heisst: Die Uefa ändert also mitten im Turnier die Regeln. Sieht ein, dass der VAR-Verzicht ein Fehler war. Leider steht der VAR erst in den K.o.-Spielen im Einsatz. Denn ausgerechnet die Italiener, die sich noch so beklagt haben nach dem Spiel gegen Frankreich, können froh sein, dass es gegen die Schweiz am Sonntag noch keinen VAR gab. Der Nati von Patrick Rahmen wären wohl zwei Penaltys zugesprochen worden.

Uefa schiebt logistische Überschneidungen vor

Die Uefa begründet das Fehlen des VAR in der Gruppenphase damit, dass die Einführung des Videoschiris aktuell in der Europacup-Quali vorbereitet werde. Und es deshalb zu logistischen Überschneidungen gekommen sei.

Aha. Wäre das tatsächlich der Grund, hätte man das ja von Anfang an so mitteilen können. Doch auch beim Schweizer Fussballverband weiss man auf Blick-Nachfrage nichts von schon lange feststehenden Plänen, den VAR bewusst erst ab den EM-Viertelfinals einzuführen.

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Südafrika
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Südkorea
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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