Welcher Star spielt wo?
Hier kommt die grosse Saudi-Übersicht

Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Steven Gerrard und viele mehr. Saudi-Arabien lockt Top-Stars in die Pro League. Was dahinter steckt, wer in welchem Klub spielt und wie es weitergehen könnte.
Publiziert: 26.07.2023 um 14:50 Uhr
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Aktualisiert: 18.01.2024 um 09:43 Uhr
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Ruben Neves war beim FC Barcelona und anderen Top-Klubs hoch im Kurs, doch der 26-jährige Portugiese entschied sich letztlich für Al-Hilal.
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Pascal RuckstuhlSport-Desk-Reporter

Alles beginnt im Jahr 2016. Damals ruft Saudi-Arabien «Vision 2030» ins Leben – ein Staatsprojekt. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Gas und Öl massiv zu verringern und dafür Kultur- und Unterhaltungsaktivitäten zu fördern.

Der Fussball als populärste Sportart der Welt nimmt von diesem Projekt einen Grossteil in Anspruch. Es gibt aber auch noch andere Sportarten, die daran beteiligt sind. So zum Beispiel die Formel 1, die seit 2021 ein Saisonrennen in Jeddah austrägt.

Zwei Jahre nach dem Formel-1-Vertrag (900 Millionen für 10 Jahre) haben die Saudis ihren Geldbeutel auch für den Fussball geöffnet. Der milliardenschwere Staatsfonds (PIF) hat zuletzt vier Klubs (Al-Ittihad, Al-Ahli, Al-Hilal und Al-Nassr) übernommen und finanziert so die teuren Neuzugänge. Nicht nur Altgediente lassen sich von horrenden Angeboten (Cristiano Ronaldo verdient rund 200. Mio. Euro jährlich) verführen, sondern auch Spieler, die ihre Karriere noch vor sich haben. Schweizer sind (noch) keine im Wüstenstaat unter Vertrag, dafür eine Menge anderer Stars. Blick bietet eine Übersicht.

Al-Nassr

  • Cristiano Ronaldo (38, Portugal, von Manchester United, ablösefrei, Gehalt: 190 Mio.)
  • Otavio (28, Brasilien, Porto, 60 Mio., Gehalt: 13 Mio./Jahr)
  • Marcelo Brozovic (30, Kroatien, Inter, 18 Mio., Gehalt: Rund 20 Mio.)
  • Seko Fofana (28, Elfenbeinküste, Lens, 25 Mio., Gehalt: 10 Mio.)
  • Alex Telles (30, Brasilien, ManUtd, 5 Mio., Gehalt: 8 Mio.)
  • Sadio Mané (31, Senegal, Bayern, 30 Mio., Gehalt: 40 Mio.)
  • Aymeric Laporte (29, Spanien, Manchester City, 30 Mio., Gehalt: 24,5 Mio.)

Al-Ittihad

  • Karim Benzema (35, Frankreich, Real Madrid, ablösefrei, Gehalt: 55 Mio.)
  • N'Golo Kanté (32, Frankreich, Chelsea, ablösefrei, Gehalt: 25 Mio.)
  • Fabinho (29, Brasilien, Liverpool, 50 Mio., Gehalt: Unbekannt)
  • Jota (24, Portugal, Celtic Glasgow, 29. Mio., Gehalt: 10 Mio.)

Al-Hilal

  • Neymar (31, Brasilien, PSG, 80 Mio., Gehalt: 160 Mio.)
  • Ruben Neves (26, Portugal, Wolverhampton, 55 Mio., Gehalt: 20 Mio.)
  • Sergej Milinkovic-Savic (28, Serbien, Lazio Rom, 40 Mio., Gehalt: 20 Mio.)
  • Aleksandar Mitrovic (28, Serbien, Fulham, 50 Mio., Gehalt: 20 Mio.)
  • Kalidou Koulibaly (32, Senegal, Chelsea, 23 Mio., Gehalt: 30 Mio.)
  • Malcom (26, Brasilien, Zenit St. Petersburg, 60 Mio., Gehalt: 18 Mio.)
  • Yassine Bono (32, Marokko, Sevilla, 21 Mio., Gehalt: 12 Mio.)
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Al-Ahli

  • Matthias Jaissle (35, Deutschland, Trainer, RB Salzburg, 4 Mio., Gehalt: Rund 10 Mio.)
  • Édouard Mendy (31, Senegal, Chelsea, 18,5 Mio., Gehalt: 15 Mio.)
  • Roberto Firmino (31, Brasilien, Liverpool, ablösefrei, Gehalt: 20 Mio.)
  • Riyad Mahrez (32, Algerien, Manchester City, 35 Mio., Gehalt: 35 Mio.)
  • Franck Kessié (26, Elfenbeinküste, Barcelona, 15 Mio., Gehalt: 20 Mio.)
  • Merih Demiral (25, Türkei, Atalanta Bergamo, 20 Mio., Gehalt: 13 Mio.)
  • Roger Ibanez (24, Brasilien, AS Rom, 30 Millionen, Gehalt: 9 Mio.)
  • Allan Saint-Maximin (26, Frankreich, Newcastle, 60 Mio., rund 12 Mio.)

  • Seit 2021: Ezgjan Alioski (31, Nordmazedonien/Schweiz, 4,5 Mio., Gehalt: 2 Mio.)

Al-Ettifaq

  • Steven Gerrard (43, England, Trainer, ablösefrei, Gehalt: 20 Mio.)
  • Jordan Henderson (33, England, Liverpool, 13 Mio., Gehalt: 28 Mio.)
  • Moussa Dembélé (27, Frankreich, Lyon, ablösefrei, unbekannt)
  • Jack Hendry (28, Schottland, Brügge, 5 Mio., Gehalt: 18 Mio.)

Vereine ohne klangvolle Namen: Al-Fateh, Al-Faya, Al Hazem, Al Khaleej, Al-Raed, Al Riyadh, Al-Shabab, Al-Taawoun, Al-Wehda, Al Akhdood, Al Tai, Damac (Assan Ceesay, Ex-FCZ).  

Einige Stars konnten den fetten Saudi-Offerten widerstehen. So zum Beispiel José Mourinho (60, Roma), Luka Modric (35, Real Madrid), Lautaro Martinez (25, Inter) oder Marvin Ducksch (29, Werder Bremen). Um trotzdem noch mehr Fussballer in die Wüste zu locken, wird in Zukunft auch mehr Geld für die Infrastruktur aufgewendet.

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Ob so aus der Exoten- die gewünschte Top-10-Liga werden kann? Vor wenigen Jahren wollte China den Fussball im Sturm erobern und lockte ebenfalls mit hohen Gehältern und zahlte hohe Ablösesummen. Das Projekt scheiterte, weil der kapitalistische Wahnsinn nicht mehr mit dem Kommunismus vereinbar war. Dieses Problem dürfte Saudi-Arabien nicht haben.

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