Darum gehts
- Italien scheitert in WM-Playoffs, Spieler sollen 10'000 Franken Prämie gefordert haben
- Weltmeister Bergomi rät Bastoni zum Wechsel ins Ausland
- FC Barcelona bietet 40 Mio. Franken für Bastoni, Inter will 55 Mio.
Auch mehrere Tage später gibt das Ende der italienischen WM-Träume im Playoff-Final gegen Bosnien-Herzegowina zu reden. Nach dem Rücktritt von Verbandspräsident Gabriele Gravina (72) und der Auflösung des Vertrags mit Trainer Gennaro Gattuso (48) rücken dabei auch wieder die Akteure auf dem Platz in den Fokus: Wie die italienische Zeitung «La Repubblica» berichtet, soll eine Gruppe von Spielern vor der Partie in Zenica nach einer Prämie im Falle einer erfolgreichen Quali gefragt haben.
Die Rede ist von einer Belohnung in der Höhe von umgerechnet etwa 10'000 Franken pro Spieler. Zurückgewiesen worden sei die Forderung von Gattuso persönlich: Zuerst solle man die letzte Hürde überwinden und dann weiterschauen. Bekanntlich erledigte sich die Diskussion dann von selbst, in Italien löste sie deshalb aber nicht weniger Empörung aus. «Eine eindeutig unangemessene und ungelegene Handlung», so etwa das Fazit von «La Repubblica».
Rot-Sünder schon zuvor ausgebuht
Derweil geht der Spielbetrieb der Serie A, in der fast alle gescheiterten «Azzurri» ihr Geld verdienen, am Wochenende weiter. Besonders schwierig dürfte der Spieltag für Alessandro Bastoni (26) werden: Der Innenverteidiger von Inter Mailand stand mit seinem Platzverweis am Ursprung der Schmach in Bosnien. Sein Ansehen in der Heimat hatte zuvor schon kräftig gelitten, seit er sich bei einem Zweikampf gegen Juventus-Verteidiger Pierre Kalulu (25) im Derby d'Italia Mitte Februar theatralisch fallen lassen und so eine gegnerische Gelb-Rote Karte provoziert hat.
Seither ist er in italienischen Stadien so etwas wie eine Persona non grata, wiederholt ist er bei Meisterschaftsspielen heftig ausgebuht worden. Für Giuseppe Bergomi (62), der in seiner Karriere selbst über 750 Spiele für die Mailänder bestritten hat, ist deshalb klar: «Jetzt muss er Italien zu seinem eigenen Wohl verlassen. Es tut mir sehr leid, aber ich glaube, dass er sich einen Verein im Ausland suchen muss», sagt der Weltmeister von 1982 gegenüber «Radio Nerazzurra», das spezifisch über Inter Mailand berichtet.
Neuer Verteidiger für Barça?
Die Ausland-Option scheint es für Bastoni nun tatsächlich zu geben: Wie das italienische Portal «Sport Mediaset» am Freitag berichtet, soll der FC Barcelona seine Fühler nach dem Innenverteidiger ausgestreckt haben. Ein erstes Angebot in der Höhe von rund 40 Millionen Franken sei bei den Nerazzurri eingegangen, was diese aber nicht befriedigt habe – deren Vorstellungen lägen bei rund 55 Millionen Franken. Der Poker um Bastoni, der bei Inter einen Vertrag bis im Sommer 2028 besitzt, hat begonnen.
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