Darum gehts
- Johan Manzambi wechselt für Rekordablöse zu Aston Villa
- Unai Emery überzeugte ihn in persönlichem Telefonat
- Bayern-Spiel löste beim Nati-Star bloss «normale» Gefühle aus
Schon vor dem Sommer wollte Johan Manzambi unbedingt Klarheit über seine Zukunft haben, nun ist diese unter Dach und Fach. Mit einer gigantischen Ablösesumme von bis zu 68 Millionen Euro stösst der Wechsel des Schweizer Shootingstars vom SC Freiburg zu Aston Villa in völlig neue Dimensionen vor und bricht den bisherigen Schweizer Rekord von Captain Granit Xhaka nach zehn Jahren krachend. Lange sah alles nach einem Wechsel zu Newcastle United aus, die Verhandlungen schienen fast abgeschlossen. Doch in letzter Sekunde griffen die Engländer aus Birmingham entschlossen ein und grätschten dazwischen. Sogar Manzambis Ex-Klub Servette profitiert nun unverhofft über Umwege und streicht dank der Fifa-Regularien eine hübsche Ausbildungsentschädigung ein.
Spiel gegen Bayern München war nichts Besonderes
Wie es Aston Villa gelang, Newcastle auf der Zielgeraden noch auszustechen, ist die Geschichte eines perfekten Zusammenspiels aus Taktik und Emotion. Villa-Erfolgstrainer Unai Emery schaltete sich persönlich ein, um den Genfer von seinem Projekt zu überzeugen, und profitierte dabei auch vom letzten Europa-League-Final.
Hinzu kommt Manzambis kompromissloser Ehrgeiz, der schon nach seinem Heimdebüt mit dem SC Freiburg in der Bundesliga sichtbar wurde. Sein Bruder Holly erinnerte sich kürzlich im Blick-Gespräch an diese Szene im Stadion und berichtet von einer bezeichnenden Reaktion des erst 20-Jährigen auf das Spiel gegen das grosse Bayern München. Was für andere ein Karriereziel ist, löste bei Manzambi bloss «normale» Gefühle aus.
Wie Trainer Unai Emery den Schweizer Rekord-Transfer hinter den Kulissen persönlich umgarnte, welche Rolle eine fatale Knieverletzung beim bevorstehenden Premier-League-Start spielt und weshalb der Wechsel zu Aston Villa für Manzambi die Erfüllung eines alten Kindheitstraums ist, liest du nur im exklusiven B+-Artikel.