Stürmer legt sich mit dem eigenen Team an
Italien lacht über völlig verrückten Penalty-Zoff

Was für ein Theater in der Serie A: Lorenzo Lucca klaut seinem Kapitän Florian Thauvin den Penalty. Zwar trifft der Italiener danach souverän zum 1:0, doch Trainer Kosta Runjaic macht kurzen Prozess und wechselt ihn nach dem Tor aus.
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Lorenzo Lucca sorgt im Freitagsspiel der Serie A für unwürdige Szenen.
Foto: Getty Images
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Bettina BrülhartVideo-Redaktorin Sport

Die Schweiz Super League kennt Penalty-Theater. Da war der Elfer-Klau von FCZ-Spieler Mounir Chouiar, der im Klassiker gegen den FCB (0:1) dem geplanten Schützen Steven Zuber zuvorkommt – und verschiesst. Oder GC-Youngster Adama Bojang, der gegen YB die Hauptrolle vom Punkt übernehmen will und auch kläglich scheitert.

Verglichen mit dem, was sich beim Freitagabendspiel in der Serie A zwischen Lecce und Udinese abspielt, sind die Schweizer Vorführungen aber biedere Kleinkunst.

Es läuft die 29. Minute, als die Gäste aus Udine durch den VAR einen Penalty zugesprochen bekommen. Dieser wird souverän verwandelt, doch der Schütze muss danach einsam und alleine jubeln und wird vom Trainer kurz darauf sogar knallhart ausgewechselt. Was ist denn da nur passiert?

Zoff geht sogar dem Schiri zu weit

Nachdem der Unparteiische auf den Punkt gezeigt hat, krallt sich Lucca wie selbstverständlich den Ball. Doch er steht eigentlich gar nicht auf der Liste der Schützen. Captain und Ex-Weltmeister Florian Thauvin sollte nämlich zum Strafstoss antreten.

Lucca ist das egal und obwohl fünf Teamkollegen auf ihn einreden, er am Trikot gerissen und angeschrien wird, rückt er den Ball nicht heraus (Szene im Video oben). Die Rudelbildung geht sogar Schiedsrichter Kevin Bonacina zu weit. Er zeigt Lucca wegen Spielverzögerung die Gelbe Karte und winkt die restlichen Spieler aus dem Sechzehner.

Endlich kann Lucca dann den Penalty ausführen. Und der 24-jährige Italiener schiesst Udinese mit seinem «Diebesgut» souverän in Führung. Feiern will nach dem Tor jedoch niemand mit ihm. Alleine zeigt er seinen Torjubel und trottet dann zurück in die eigene Platzhälfte. Dort kann es sich Lucca aber nicht gemütlich machen. Denn auch sein Trainer Kosta Runjaic ist ausser sich nach der egoistischen Aktion. Er wechselt ihn direkt nach dem Tor, in der 36. Minute aus und setzt damit ein klares Zeichen.

Für Udinese geht das unwürdige Schauspiel am Ende glimpflich aus. Der Elfer-Treffer bleibt das einzige Tor des Spiels. Das dürfte auch Gökhan Inler (40), den ehemaligen Captain der Schweizer Nationalmannschaft, freuen. Inler arbeitet seit dieser Saison als technischer Bereichsleiter bei Udinese.

Serie A 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
AS Rom
AS Rom
5
11
13
2
Inter Mailand
Inter Mailand
5
7
13
3
Lazio Rom
Lazio Rom
5
5
13
4
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
5
3
12
5
AC Mailand
AC Mailand
5
6
11
6
Frosinone Calcio
Frosinone Calcio
5
5
10
7
Juventus Turin
Juventus Turin
5
4
10
8
Como 1907
Como 1907
5
3
10
9
SSC Neapel
SSC Neapel
5
1
7
10
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
5
0
7
11
Atalanta BC
Atalanta BC
5
-2
6
12
US Lecce
US Lecce
5
-5
6
13
Udinese Calcio
Udinese Calcio
5
-3
4
14
FC Turin
FC Turin
5
-3
4
15
Parma Calcio
Parma Calcio
5
-3
4
16
AC Monza
AC Monza
5
-4
4
17
AC Florenz
AC Florenz
5
-6
4
18
Bologna FC
Bologna FC
5
-3
2
19
Genua CFC
Genua CFC
5
-7
1
20
FC Venedig
FC Venedig
5
-9
0
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