«Jetzt gehts mir wieder gut»
Luzerner Haas will in Empoli wieder voll angreifen

Hinter Nicolas Haas liegen schwierige Zeiten. Doch jetzt ist der Luzerner wieder fit genug, um sich in der Serie A einen Namen zu machen.
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Nicolas Haas im Empoli-Trikot.
Foto: DUKAS
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Keiner kann in der Serie A derzeit Napoli Paroli bieten. Auch nicht Empoli. Am Wochenende verliert der Tabellenzwölfte 0:2. Mittendrin? Nicolas Haas. Die Partie sei sehr schwierig gewesen, sagt der 27-jährige Mittelfeldspieler am Telefon. «Napoli glänzt nicht nur durch die individuelle Qualität, sondern auch als starke Einheit. Zudem haben sie uns nicht unterschätzt und waren zu 100 Prozent konzentriert.»

Gegen Napoli steht Haas in der Startformation. Das erste Mal seit November. Der Luzerner hat eine schwierige Zeit hinter sich. Ende 2021 reisst er sich das rechte Kreuzband. Im letzten Sommer kehrt er zurück. «Doch ich wollte zu schnell zu viel.» Die Folge davon sind kleinere Rückschläge. «Seit einem Monat bin ich wieder voll im Training. Jetzt kann ich sagen, es geht mir wieder gut».

Haas spürt das Vertrauen

Haas geht seinen Weg. Das war schon immer so. Vor fast sechs Jahren wagt er den Schritt von Luzern zu Atalanta in die Serie A. In Bergamo ist er nur Ergänzungsspieler. Für mehr Spielpraxis geht er in die Serie B. Palermo, Frosinone, Empoli heissen seine Stationen. Überall spielt er regelmässig. Mit Empoli gelingt der Aufstieg in die Serie A. Der Klub übernimmt ihn für zwei Millionen Euro fix.

«In der Toskana habe ich einen Verein gefunden, dem es egal ist, wie alt man ist. Wenn man mutig ist, hat man die Möglichkeit zum Spielen», erzählt Haas. Er spürt das Vertrauen und ohnehin gefällt es ihm in Empoli sehr. «Das Leben hier ist gemütlich. Man ist nah zu Florenz und mitten in der Toskana.»

Jetzt, da sich Haas wieder fit fühlt, will er in der Serie A voll angreifen. Sich in einer Top-Liga durchsetzen, lautete schon immer sein Ziel. Nun will er sich auch unter den über sechs Millionen Fantasy-Manager-Spielern einen Namen machen. Fantacalcio heisst dieses Spiel in Italien.

Aufstellung im Fantacalcio

Längst machen Profi-Fussballer mit. «Mein Teamkollege Samuele Ricci schaute letzte Saison alle Spiele, aber nur jene, wo auch seine Spieler vertreten waren.» Jeder, der mitspielt, stellt Anfang Saison ein virtuelles Team aus 25 realen Spielern zusammen. An jedem echten Serie-A-Spieltag entscheidet er dann, welche Elf er auf den Platz schickt. Anhand verschiedener Kriterien – z. B. erzielte oder vorbereitete Tore – gibts Punkte.

«Nächste Saison muss man mich ins Team nehmen», sagt Haas schmunzelnd. Wie wichtig Fantacalcio den Italienern ist, weiss er spätestens seit einer Auswärtspartie gegen Juventus. «Der Schaffner hielt mich am Bahnhof an und sagte mir, dass er mich aufgestellt hat und ich unbedingt einen Assist machen soll», erzählt er. In der laufenden Saison hat er erst ein Tor erzielt. Damit er zu einem Fantacalcio-Liebling wird, braucht es mehr davon.

Serie A 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
30
42
69
2
AC Mailand
AC Mailand
30
24
63
3
SSC Neapel
SSC Neapel
30
16
62
4
Como 1907
Como 1907
30
31
57
5
Juventus Turin
Juventus Turin
30
23
54
6
AS Rom
AS Rom
30
17
54
7
Atalanta BC
Atalanta BC
30
14
50
8
Lazio Rom
Lazio Rom
30
3
43
9
Bologna FC
Bologna FC
30
2
42
10
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
30
-4
39
11
Udinese Calcio
Udinese Calcio
30
-7
39
12
Parma Calcio
Parma Calcio
30
-17
34
13
Genua CFC
Genua CFC
30
-6
33
14
FC Turin
FC Turin
30
-19
33
15
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
30
-11
30
16
AC Florenz
AC Florenz
30
-9
29
17
US Cremonese
US Cremonese
30
-19
27
18
US Lecce
US Lecce
30
-19
27
19
Hellas Verona
Hellas Verona
30
-30
18
20
Pisa SC
Pisa SC
30
-31
18
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