Wie zu Maradonas Zeiten
Holt Napoli mit «Kwaradona» den lang ersehnten Scudetto?

Napoli liegt in der Serie A klar an der Tabellenspitze. Der Traum vom ersten Titel seit 1990 lebt. Dabei soll der neue Maradona eine entscheidende Rolle übernehmen.
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Ein häufig gesehenes Bild in dieser Saison: Napoli jubelt.
Foto: Getty Images
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Seit 1990 wartet Napoli auf den italienischen Meistertitel – den Scudetto. 32 Jahre sind seither vergangen. Eine fussballerische Ewigkeit. Dazwischen gab es mehrheitlich triste Jahre. Zwischenzeitlich begann man wieder von ganz unten, weil der Klub bankrott ging.

Dass Napoli im Calcio wieder eine Adresse ist, haben sie den Millionen von Filmproduzent Aurelio De Laurentiis zu verdanken. Dafür, dass der Klub sich in diesem Jahr aber derart stark präsentiert, ist einer anderen Person zuzuschreiben. Es ist der Verdienst von Trainer Luciano Spalletti.

Der Mann aus der Toskana und mit der glänzenden Glatze hat schon vieles erlebt in Italien. Nur mit dem Scudetto hat es noch nie geklappt. Immer war Juventus ein Quäntchen besser. Sowohl während seiner Zeit in Rom als auch bei Inter.

Trotz Ausverkauf so stark wie nie

In Napoli ist Spalletti seit 2021 im Amt. Im vergangenen Sommer gabs ein regelrechter Ausverkauf. Lorenzo Insigne, Kalidou Koulibaly, Fabián Ruiz, Dries Mertens und David Ospina mussten gehen. Geholt wurden mehrheitlich Unbekannte wie Min Jae Kim, Chwitscha Kwarazchelia und Mathías Olivera.

Die Erwartungen waren in der Stadt zu Beginn der Saison dementsprechend auf einen Tiefpunkt gesunken. Doch Spalletti hat alle eines Besseren belehrt. Denn statt klar hinter der Tabellenspitze der Serie A liegt Napoli nach 15 Runden acht Punkte vor Meister Milan. Plötzlich ist am Fuss des Vesuvs Träumen wieder erlaubt.

Kwarazchelia als neuer Maradona?

Allen voran hat Napoli das seinem neuen Ballkünstler zu verdanken: Kwarazchelia (6 Tore und 7 Vorlagen). Der Georgier, dessen Namen ziemlich schwer zum Aussprechen ist, hat sich in die Herzen der Tifosi gedribbelt. Inzwischen wird der 21-Jährige in Anlehnung an den grossen Helden der Stadt – Maradona – schon «Kwaradona» genannt.

Die Neapolitaner hoffen sehnlichst, dass das Team und ihr «Kwaradona» weiter so performen wie bis Anfang November. Die lange WM-Pause haben sie verflucht. Viel Zeit hat Spallettis Team nicht, um in den Rhythmus zu kommen. Denn im Januar stehen gleich drei «Big Matches» an. Der erste am Mittwochabend gegen Inter.

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Serie A 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
38
54
87
2
SSC Neapel
SSC Neapel
38
22
76
3
AS Rom
AS Rom
38
28
73
4
Como 1907
Como 1907
38
36
71
5
AC Mailand
AC Mailand
38
18
70
6
Juventus Turin
Juventus Turin
38
27
69
7
Atalanta BC
Atalanta BC
38
15
59
8
Bologna FC
Bologna FC
38
3
56
9
Lazio Rom
Lazio Rom
38
1
54
10
Udinese Calcio
Udinese Calcio
38
-3
50
11
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
38
-4
49
12
FC Turin
FC Turin
38
-19
45
13
Parma Calcio
Parma Calcio
38
-18
45
14
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
38
-13
43
15
AC Florenz
AC Florenz
38
-9
42
16
Genua CFC
Genua CFC
38
-10
41
17
US Lecce
US Lecce
38
-22
38
18
US Cremonese
US Cremonese
38
-25
34
19
Hellas Verona
Hellas Verona
38
-36
21
20
Pisa SC
Pisa SC
38
-45
18
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