Darum gehts
- Senegal verliert Afrika-Cup-Titel nach Entscheid des CAF am Dienstag
- Senegal nimmt Entscheid zur Kenntnis und zieht vors Sportgericht
- Diverse Spieler melden sich in den Sozialen Medien zu Wort
Vor genau zwei Monaten gewinnt Senegal den Afrika Cup in einem chaotischen Final gegen Marokko in der Verlängerung. Doch der Titel wird ihm aberkannt. Dies teilt der afrikanische Fussballverband CAF in einer Mitteilung am Dienstagabend mit. Das gab es in der Geschichte des Wettbewerbs noch nie. Während der Partie hat die senegalesische Mannschaft das Spielfeld nach einem umstrittenen Elfmeterentscheid verlassen, erst einige Minuten später ist sie zurückgekehrt. Aufgrund dieses Vorfalls hat der marokkanische Fussballverband beim CAF eine Berufung eingelegt. Mit Erfolg: Das Endspiel wird neu als 3:0-Sieg für die Nordafrikaner gewertet. Somit ist Marokko der aktuelle Afrika-Meister.
Ob das so bleibt, steht noch offen. Denn der senegalesische Verband hat am selben Abend eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin steht, dass man den Entscheid zur Kenntnis nehme, diesen aber vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne anfechten werde. Weiter heisst es in der Mitteilung: «Der senegalesische Fussballverband verurteilt eine unfaire, beispiellose und inakzeptable Entscheidung, die den afrikanischen Fussball diskreditiert.»
Auf Instagram gehts rund
Generalsekretär Abdoulaye Seydou Sow lässt zudem im staatlichen Rundfunk RTS verlauten: «Wir werden Kontakt mit unseren Anwälten aufnehmen und Rechtsmittel einlegen. Wir werden vor nichts zurückschrecken. Das Recht ist auf unserer Seite.» Der Entscheid sei eine «Schande für Afrika».
Auch der marokkanische Verband hat den Entscheid des CAF zur Kenntnis genommen und bestätigt, dabei noch eine Stellungnahme zum Thema zu veröffentlichen.
Diverse Spieler, die im Final auf dem Platz standen, melden sich in ihren Instagram-Stories zu Wort. So postet West-Ham- und Senegal-Aussenverteidiger Malick Diouf (21) ein Bild mit dem gewonnenen Pokal und schreibt dazu: «Diese Trophäe wird auf dem grünen Rechteck gewonnen, nicht per Email. Gute Nacht.»
Pathé Ciss (32) vom LaLiga-Verein Rayo Vallecano schreibt in seinem Post auf der Plattform X über den Finalgegner: «Den Heulsusen könnt ihr noch drei Tore geben.»


