Die Uefa hat bestätigt, eine umfangreiche Dokumentation vom Real Madrid erhalten zu haben, die sich auf den sogenannten «Fall Negreira» bezieht. Das gab der europäische Fussballverband in einer offiziellen Mitteilung bekannt.
In der Affäre wird dem FC Barcelona vorgeworfen, den ehemaligen Vizepräsidenten des Technischen Schiedsrichterausschusses, José María Enríquez Negreira, zwischen 2001 und 2018 mit Zahlungen in Höhe von 7,3 Millionen Euro beeinflusst zu haben. «Die Uefa kann bestätigen, dass sie vom Real Madrid eine beträchtliche Menge an Dokumenten im Zusammenhang mit der laufenden Untersuchung gegen den FC Barcelona im Fall José María Enríquez Negreira erhalten hat», heisst es in der Mitteilung.
50'000 Seiten übermittelt?
Auch die Ethik- und Disziplinarinspektoren der Uefa haben die Unterlagen erhalten und prüfen sie im Rahmen der laufenden Ermittlungen. Seit 2023 arbeitet eine unabhängige Kommission der Uefa an der Aufklärung des Falls. Laut José Félix Díaz, Direktor der spanischen Zeitung «As», übermittelte Real Madrid «50'000 Seiten, tausende Dokumente, Beweise und Aussagen aller beteiligten Parteien».
Der Klub veröffentlichte dazu eine eigene Stellungnahme: «Die Klage unseres Klubs enthält umfangreiche Dokumentation und Beweise zu extrem schwerwiegenden Vorfällen, die die Integrität des Wettbewerbs und das Vertrauen in das Schiedsrichtersystem direkt betreffen. Real Madrid hält es für essenziell, dass die Uefa nach Prüfung der Unterlagen die Ermittlungen zügig abschliesst und die zuständigen Gremien entsprechend der Schwere der festgestellten Fakten Entscheidungen treffen.»
Barcelona reagiert auf Uefa-Statement
Der FC Barcelona reagierte ebenfalls und stellte klar, dass kein neues Verfahren eröffnet wurde. «Die Uefa hat kein neues Verfahren gegen den FC Barcelona eingeleitet. Das Verfahren wurde 2023 mit der Ernennung von zwei Ermittlern eröffnet, die seither die notwendigen Schritte unternommen haben. Der Klub hat alle Anfragen stets erfüllt. Dieses Verfahren wurde nicht wieder aufgenommen, weil es nie abgeschlossen wurde», erklärte der Verein.
«Es liegt an den Ermittlern, zu entscheiden, welche Massnahmen sie in Bezug auf diese Dokumentation für angemessen halten. Bis jetzt wurden keine neuen Anfragen an Barcelona gestellt, und die Beschwerde von Real Madrid wurde nicht an den Klub weitergeleitet. Falls dies geschieht, wird der Klub wie bisher entsprechend reagieren.» Real Madrids Präsident Florentino Pérez bezeichnete die Affäre bereits im Dezember 2025 als «den grössten Skandal in der Geschichte des Fussballs».
Dieser Artikel ist zuerst auf abola.pt erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Barcelona | 7 | 24 | 21 | |
2 | Atletico Madrid | 7 | 9 | 16 | |
3 | Real Betis Balompie | 7 | 2 | 16 | |
4 | Real Madrid | 7 | 10 | 15 | |
5 | Sevilla FC | 7 | 1 | 13 | |
6 | Deportivo Alaves | 7 | 5 | 11 | |
7 | RC Deportivo La Coruna | 7 | 2 | 10 | |
8 | Real Sociedad | 7 | -4 | 10 | |
9 | Villarreal CF | 7 | 1 | 8 | |
10 | Athletic Bilbao | 6 | 1 | 8 | |
11 | Getafe CF | 7 | -3 | 8 | |
12 | Rayo Vallecano | 7 | -5 | 8 | |
13 | CA Osasuna | 7 | -7 | 8 | |
14 | RC Celta de Vigo | 7 | 2 | 7 | |
15 | RCD Espanyol Barcelona | 7 | 0 | 7 | |
16 | Racing Santander | 7 | -10 | 7 | |
17 | Levante UD | 6 | -4 | 5 | |
18 | Elche CF | 7 | -6 | 5 | |
19 | Valencia CF | 7 | -9 | 4 | |
20 | FC Malaga | 7 | -9 | 3 |