Es ist bisher die grosse Auferstehung des Fussball-Jahres. Seit sich Manchester United Anfang Januar von Trainer Ruben Amorim (41) getrennt hat, sind die Red Devils nicht mehr wiederzuerkennen. Vor allem seit Michael Carrick (44) das Team zwei Partien nach Amorims Entlassung übernahm. Denn der Ex-Profi kam, sah und siegte.
Der Sieg gegen Tottenham vom Samstag ist der vierte Sieg im vierten Liga-Spiel unter Carricks Leitung. Gegen die Spurs profitiert United von einer frühen Roten Karte. Cristian Romero muss bereits nach 30 Minuten unter die Dusche, nachdem er Casemiro mit einem üblen Tritt niederstreckte.
Das Heimteam nutzt die Überzahl schnell und geht nach 38 Minuten durch Mbeumo in Führung. Auch danach bleibt der Rekordmeister klar spielbestimmend, verpasst es aber gleich mehrfach, den Sack zuzumachen. Bis zur 81. Minute, als Bruno Fernandes das Spiel mit dem 2:0 entscheidet. Ein hochverdienter Heimsieg, der United weiter in den Top 4 der Premier League hält. Die Red Devils sind damit voll im Rennen um die Champions League in der kommenden Saison.
«Bin mir der Verantwortung bewusst
Der Mann, der die Wende ins Old Trafford brachte, gibt sich zurückhaltend. Vor dem Spiel gegen Tottenham sagte er gegenüber englischen Medien: «Wer nach nur wenigen Spielen glaubt, die Dinge hätten sich geändert, der hat ganz offensichtlich ein Problem. Manchester United darf nicht impulsiv reagieren, Siege feiern und Niederlagen sofort infrage stellen. Wir müssen stetige Fortschritte anstreben.»
Angedacht ist, dass Carrick das Team bis zum Ende dieser Saison trainiert. Beim aktuellen Erfolg scheint aber auch eine langfristige Zusammenarbeit immer wahrscheinlicher. «Ob ich United trainieren werde oder jemand anderes, kann ich im Moment nicht beeinflussen, also warten wir einfach ab, wie sich die Dinge entwickeln. Ich bin mir der Rolle und Verantwortung, die ich übernehme, vollauf bewusst. Wir alle wollen, dass Manchester United Erfolg hat.»
Grosser Unterschied zu Amorim
Wie man in Manchester Erfolg hat, weiss Carrick. Als Spieler spielte er 12 Jahre lang für United und gewann dabei unter anderem fünfmal die englische Meisterschaft und einmal die Champions League.
Carricks Geheimrezept als Trainer: Konstanz. Der Engländer setzte in drei seiner vier Liga-Spielen auf die gleiche Startelf. Nur einen Wechsel nahm er im Sturm zwischen Spiel 2 und 3 vor. Zum Vergleich: Vorgänger Amorim setzte in seinen gut 13 Monaten als Trainer von Manchester United nur ein einziges Mal auf die gleiche Startelf wie im Spiel zuvor. Grösser könnte der Unterschied kaum sein.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Arsenal FC | 25 | 32 | 56 | |
2 | Manchester City | 25 | 27 | 50 | |
3 | Aston Villa | 25 | 9 | 47 | |
4 | Manchester United | 25 | 10 | 44 | |
5 | Chelsea FC | 25 | 17 | 43 | |
6 | Liverpool FC | 25 | 5 | 39 | |
7 | Brentford FC | 25 | 5 | 39 | |
8 | Everton FC | 25 | 0 | 37 | |
9 | FC Sunderland | 25 | -2 | 36 | |
10 | FC Fulham | 25 | -2 | 34 | |
11 | AFC Bournemouth | 25 | -3 | 34 | |
12 | Newcastle United | 25 | -1 | 33 | |
13 | Crystal Palace | 25 | -3 | 32 | |
14 | Brighton & Hove Albion | 25 | 1 | 31 | |
15 | Tottenham Hotspur | 25 | 0 | 29 | |
16 | Leeds United | 25 | -9 | 29 | |
17 | Nottingham Forest | 25 | -13 | 26 | |
18 | West Ham United | 25 | -17 | 23 | |
19 | Burnley FC | 25 | -24 | 15 | |
20 | Wolverhampton Wanderers | 25 | -32 | 8 |


