ManUtd-Legende Cantona tobt nach Ferguson-Rausschmiss
«Werfe sie alle in einen grossen Sack voll Scheisse»

Die neuen ManUtd-Mitbesitzer Ineos streichen Klublegende Sir Alex Ferguson den Lohn. Dazu brechen die Bosse der Chemiefirma auch mit einer jahrzehntelangen Tradition – was wiederum für ordentlich Unmut bei Ex-Stürmerstar Éric Cantona sorgt.
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13 Premier-League-Titel holte Sir Alex Ferguson mit Manchester United.
Foto: Keystone

26 Jahre lang stand Sir Alex Ferguson (82) bei Manchester United an der Seitenlinie. Nach 1490 Spielen und 38 Titeln hatte er im Sommer 2013 genug und rückte ins zweite Glied. Als Teil des Vereinsvorstands repräsentierte Sir Alex fortan den Verein gegen aussen. Über zwei Millionen Pfund soll Ferguson pro Jahr verdient haben – mehr als etwa das englische Toptalent Kobbie Mainoo (19). Das saftige Sackgeld hat nun aber ein Ende.

Wie am Mittwoch von diversen englischen Zeitungen berichtet wird, soll Mitbesitzer Ineos – seit Ende 2023 bei ManUtd beteiligt – nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht haben und dann unter anderem beim 82-Jährigen fündig geworden sein. Ineos-Boss Jim Ratcliffe (71) soll Ferguson in einem Gespräch dann mitgeteilt haben, dass man nicht mehr bereit sei, ihn weiterhin zu bezahlen. In der Nacht auf Mittwoch wird klar: Ratcliffe zieht auch andernorts die Zügel an.

«Werfe sie alle in einen grossen Sack voll Scheisse»

So dürfen Ferguson und andere Mitglieder des Klubvorstands – die übrigens nicht mit dem offiziellen, geschäftlichen ManUtd-Vorstand zu verwechseln sind – die Kabine nicht mehr betreten. Etwas, was im Old Trafford eine jahrzehntelange Tradition hat und schon unter früheren Präsidenten wie Maurice Watkins oder Sir Bobby Charlton praktiziert wurde.

Während Sir Alex der Vertragsauflösung englischer Medienberichte zugestimmt hat, tobt dafür einer seiner ehemaligen Schützlinge. «Sir Alex Ferguson sollte im Verein tun und lassen können, was er will, bis zu dem Tag, an dem er stirbt», schrieb Ex-Stürmerstar Éric Cantona (58) auf Instagram. Es sei ein Mangel an Respekt und völlig skandalös, meint der Franzose. «Sir Alex Ferguson wird für immer mein Boss sein! Und ich werfe sie (die Besitzer, Anm. d. Red) alle in einen grossen Sack voll Scheisse!»

Immerhin: Obwohl Ineos im Theatre of Dreams nun den Rotstift ansetzt, darf Sir Alex seinen Platz in der Direktorenbox des Old Traffords und den damit verbundenen Tisch für acht Personen behalten.

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