Die Uefa hat angekündigt, dass sämtliche 55 Mitgliederverbände alle Fifa-Turniere boykottieren, solange die Fifa um Präsident Gianni Infantino (56) am Plan des Teilverkaufs der WM-Rechte festhält. Wenige Stunden später folgt mit dem nord- und mittelamerikanischen Verband Concacaf der nächste Kinnhaken für die Fifa.
Wie aus einer Mitteilung am Donnerstag hervorgeht, lehnen alle 41 Nationen den Vorschlag Infantinos ab. «Während der Sitzung äusserten die Mitglieder tiefe Besorgnis über das Fehlen eines ordnungsgemässen Verfahrens im Zusammenhang mit dem Vorschlag, die künstlich knapp gesetzte Frist sowie das Fehlen jeglicher Prüfung oder Genehmigung durch die zuständigen Fifa-Führungsgremien», heisst es im Communiqué. Zudem wird in Frage gestellt, inwiefern private Investoren nach der «profitabelsten WM aller Zeiten» notwendig seien.
«Die Concacaf ist ein Verband, der durch die Liebe zu unserem Sport vereint ist und in dem der Fussball an erster Stelle steht», schreibt die Organisation weiter. So habe man ein Konstrukt aufgebaut, das auf einer transparenten Führung und langfristigen Förderung des Fussballs fundiere. «Die Geschichte hat der Fifa und der Fussballfamilie gezeigt, was passiert, wenn die Hüter des Sports diese Werte aus den Augen verlieren.»
Man habe nun die Concacaf-Abgeordneten des Fifa-Rates damit beauftragt, «mit der Fifa in Kontakt zu treten, um zu klären, wie die bestehenden umfangreichen Fifa-Reserven genutzt werden könnten». Zudem sollen sie Infantino auf die Finger schauen und ihn anweisen, sämtliche Abläufe ordnungsgemäss über die Bühne gehen zu lassen. «Mit diesen Massnahmen bekräftigt die Concacaf, dass die Zukunft des Fussballs – und sein grösstes Kapital – in den Händen unserer Fussballfamilie bleiben muss.»