«Es war wild»
Ex-FCZler Ballet hat schon den vierten Trainer – und läuft heiss

Turbulente Zeiten in der Türkei: Samuel Ballet (24) spielt seit September für Antalyaspor. Nach Verletzungen und vier Trainern zeigt der Berner jetzt seine Klasse mit Toren und Assists.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

In der Schweiz sind die Qualitäten von Samuel Ballet (24) bestens bekannt. Mit seiner Wucht und seinen Dribblings hat er schon zahlreiche Verteidiger vor grosse Probleme gestellt. Nun entdeckt auch die türkische Süper Lig seine Stärken. «Ich komme von Tag zu Tag besser in Fahrt», sagt der Berner im Gespräch mit Blick.

1/6
Samuel Ballet wagt in der türkischen Süper Lig einen Neuanfang.

Seit dieser Saison spielt Ballet für Antalyaspor und fühlt sich wohl in der Stadt im Süden der Türkei – obwohl die Saison bisher ziemlich turbulent verlief: Der Klub hatte bereits vier verschiedene Trainer an der Seitenlinie. «Es war wild», sagt er, «aber ich versuche, daraus Positives zu ziehen. Ich bin sicher, dass es mir für die Zukunft hilft.»

«Haben uns nicht verstanden»

Besonders schwer sei ihm die Trennung von seinem ersten Trainer Emre Belözoglu (45) gefallen, erzählt Ballet. Schliesslich war es dieser gewesen, der ihn unbedingt verpflichten wollte. Mit dessen Nachfolger Erol Bulut (51) hingegen habe es nicht harmoniert: «Er hatte eine komplett andere Philosophie. Wir haben uns nicht verstanden.» Nach Buluts Entlassung übernahm eine Interimslösung für zwei Partien, seit Januar steht Sami Ugurlu (47) an der Seitenlinie.

«Über ihn kann ich nur positiv reden. Wir verstehen uns gut, und sein System passt zu mir», sagt Ballet. Die Zahlen bestätigen das: In den letzten drei Partien erzielte er einen Doppelpack und bereitete ein weiteres Tor vor. «Statistiken sind mir wichtig. Aber man hat nicht nur gut gespielt, wenn man Skorerpunkte sammelt», so der Flügelstürmer.

Neu steht Samuel auf seinem Trikot

Dass Ballet erst jetzt so richtig durchstartet, liegt an mehreren Faktoren. Sein Last-Minute-Transfer im September erfolgte, als das Team bereits eingespielt war. Zudem sei die Liga sehr physisch und das Tempo hoch gewesen. «Entsprechend brauchte es Zeit, um anzukommen», ergänzt er. Hinzu kam, dass er über Wochen mit einem angerissenen Innenband spielte und Schmerzmittel nahm.

Mittlerweile hat Ballet die Startschwierigkeiten hinter sich gelassen. Nach drei Jahren bei vier verschiedenen Klubs will er endlich Kontinuität finden. «Für mich ist die Türkei ein Neuanfang. Ich will hier einen Namen machen», sagt er. Auch sein Trikot zeigt nun Veränderung: Statt seines Nachnamens steht nun sein Vorname auf dem Rücken. «Das hat persönliche Gründe. Ich wollte etwas Neues», erklärt er.

Grosse Bewunderung für Thun

Demnächst startet Ballet zudem einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem er Einblicke in sein Leben in der Türkei geben will. Darin wird er seiner Community bestimmt auch die Infrastruktur des Klubs zeigen. «Die ist überragend: sechs Plätze auf dem Campus, jeder Spieler hat ein eigenes Zimmer, dazu stehen uns Padel-, Tennis- und Basketballplätze zur Verfügung.»

Ein Vergleich, bei dem die Schweiz klar hinterherhinkt. Trotzdem verfolgt Ballet die Super League weiterhin – insbesondere seine früheren Teams YB, Winterthur und FCZ. Besonders fasziniert ist er aber, wie die gesamte Fussballwelt, von der Arbeit beim FC Thun: «Gebt den Jungs die Anerkennung, die sie verdienen.»

In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen