Eta leitet erstmals das Training von Union Berlin
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Erste Trainerin in Top-5-Ligen:Eta leitet erstmals das Training von Union Berlin

YB-Trainerin Wübbenhorst über Bundesliga-Pionierin Eta
«Es kommt nicht auf das Geschlecht an»

Marie-Louise Eta wird bei Union Berlin als erste Frau Cheftrainerin eines Männer-Teams in einer europäischen Top-Liga. Imke Wübbenhorst hat mit der Pionierin einst zusammengespielt und sagt, was sie ausmacht.
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Imke Wübbenhorst, Trainerin der YB-Frauen, spricht über Bundesliga-Pionierin Marie-Louise Eta, mit der sie einst zusammengespielt hat.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marie-Louise Eta wird Cheftrainerin von Union Berlin
  • Trainerin der YB-Frauen Imke Wübbenhorst hat mit Eta zusammengespielt
  • Wübbenhorst: «Irgendwann werden Männer-Cheftrainerinnen normal werden»
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die Ernennung von Marie-Louise Eta (34) als Cheftrainerin von Union Berlin bis Saisonende wirft hohe Wellen. Imke Wübbenhorst (37) kennt die Bundesliga-Pionierin persönlich, hatten die beiden doch bei Cloppenburg einst zwei Jahre zusammengespielt. «Loui war eine filigrane Fussballerin, die während des Spiels ein sehr gutes Verständnis für Räume hatte», erinnert sich die Cheftrainerin der YB-Frauen. «Sie war sehr besonnen, keine Laute. Aber eine, die genau wusste, was sie kann.»

Für Wübbenhorst war es keine grosse Überraschung, dass Union Berlin ihre Ex-Teamkollegin mit der Aufgabe der Nachfolge von Steffen Baumgart bis Saisonende betraut, zumal sie als U19-Trainerin die quasi logische Wahl war. «Sie hat eine hohe Fachkompetenz und ist eine Führungspersönlichkeit. Und sie war ja bereits vor zwei Jahren Co-Trainerin, was offensichtlich menschlich und fachlich gut geklappt haben muss.»

Medialer Fokus als grösster Unterschied

Die Reaktionen des Klubs auf sexistische Kommentare im Netz hätten gezeigt, dass Eta die volle Rückendeckung geniesse. «Es ist extrem wichtig, dass sie da nicht allein dasteht. Der Klub steht zu seinen Werten und ist auch für sie ein Glücksgriff.» Auch deswegen hofft sie auf ein erfolgreiches Debüt am Samstag gegen Wolfsburg: «Damit würde sie sich Luft verschaffen und es würde Ruhe einkehren.»

Der grösste Unterschied aus Sicht Wübbenhorsts wird die mediale Aufmerksamkeit sein. Was die Trainingsinhalte angehe, ändere sich für ihre Ex-Teamkollegin nicht viel. «Letztlich geht es um Fussball, um Load-Management und um das Technisch-Taktische.» Da Eta es sich gewohnt sei, mit Männern zu arbeiten, müsse sie ihre Ansprache nicht verändern. «Vielleicht sind die Selbstwertgefühle in der 1. Mannschaft etwas grösser, weshalb es wichtig ist, die Rudelführer zu erkennen und allfällige Kritik in Eins-zu-Eins-Gesprächen zu äussern.»

Wübbenhorst selbst würde sich zutrauen, ein Männer-Team in der höchsten Liga zu übernehmen. Seit sie 2022 nach Bern gekommen ist, gab es bei YB mehrere Trainerwechsel bei den Männern. «Wenn sie mich gefragt hätten, hätte ich mir das sicherlich angehört», so die Ostfriesin. «Aber Joël (Magnin) hat das immer sehr gut gemacht. Als U21-Trainer war er die logische Wahl, kommt hinzu, dass er bilingue ist.» Sowohl nach der Entlassung von Raphael Wicky als auch von Patrick Rahmen sprang Magnin als Interimstrainer jeweils in die Bresche.

Patriarchalische Strukturen werden aufgebrochen

Wübbenhorsts Wunsch ist es, dass bei einem allfälligen Misserfolg dieser nicht an Etas Geschlecht festgemacht werden würde. Unabhängig davon werde es aber früher oder später normal sein, dass Frauen auch im Männerfussball immer mehr Führungspositionen innehaben würden. Das habe ja auch die Ernennung von Tatjana Haenni als CEO beim Bundesligisten Leipzig gezeigt, was vor kurzem noch undenkbar gewesen sei. 

«Die Geschichte zeigt, dass es immer eine gab, welche die Erste gewesen ist. Die Erste, die arbeitete, die Erste, die Auto fuhr, die Erste, die Hosen trug. Und immer gab es einen Aufschrei», so Wübbenhorst. Die patriarchalischen Strukturen würden aber immer mehr aufgebrochen. «Rollenmuster verschwimmen, es wird – je länger je mehr – auf das Know-how, das Wissen und die Persönlichkeit ankommen und nicht auf das Geschlecht.»

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
29
78
76
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
29
31
64
3
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
29
22
56
4
RB Leipzig
RB Leipzig
29
20
56
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
29
20
52
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
29
14
51
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
29
0
42
8
SC Freiburg
SC Freiburg
29
-5
40
9
FSV Mainz
FSV Mainz
29
-9
33
10
FC Augsburg
FC Augsburg
29
-17
33
11
Union Berlin
Union Berlin
29
-17
32
12
Hamburger SV
Hamburger SV
29
-13
31
13
1. FC Köln
1. FC Köln
29
-7
30
14
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
29
-14
30
15
Werder Bremen
Werder Bremen
29
-20
28
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
29
-25
25
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
29
-26
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
29
-32
19
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Relegation Play-Offs
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