Eta schreibt mit Union Geschichte
So tickt die erste Bundesliga-Cheftrainerin

Union Berlin sorgt für eine Premiere: Nach der Entlassung von Trainer Steffen Baumgart übernimmt Marie-Louise Eta (34) das Männer-Team als Cheftrainerin.
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Marie-Louise Eta ist erste Cheftrainerin bei einem Männer-Bundesliga-Klub.
Foto: imago/Matthias Koch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marie-Louise Eta wird bei Union Berlin erste Cheftrainerin eines Männer-Bundesliga-Teams
  • Die 34-Jährige war zuvor Co-Trainerin und U20-Weltmeisterin im Fussball
  • Union kämpft um Bundesliga-Verbleib, Eta trainiert Team für verbleibende fünf Spiele
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Foto Andri Bäggli.jpg
Andri BäggliRedaktion Sport

Union Berlin schreibt gerade Fussballgeschichte. Nicht weil die Unioner eine überragende Saison spielen würden – eher im Gegenteil. Die Köpenicker stehen nach 29 Spieltagen zwar auf dem elften Platz, doch die Relegation ist immer noch möglich. Nach dem 1:3 gegen Abstiegskandidat Heidenheim wird Trainer Steffen Baumgart entlassen. Für den 54-Jährigen übernimmt Marie-Louise Eta (34) die Zügel an der Seitenlinie – es ist das erste Mal, dass eine Frau als Cheftrainerin bei einem Männer-Bundesliga-Team fungiert.

Sport-Zeitungen wie die französische «L'Equipe» oder die italienische «Gazzetta dello Sport» schreiben von einer Personalie mit «historischer» Dimension. Doch wer ist die 34-Jährige eigentlich?

War bereits Co-Trainerin

Eta ist bei den Berlinern keine Unbekannte. Nachdem Urs Fischer im November 2023 entlassen wurde, stand die gebürtige Dresdnerin unter Interimscoach Marco Grote und später unter Nenad Bjelica als erste Co-Trainerin an der Seitenlinie. Nach der Verpflichtung von Bo Svensson als Cheftrainer im Mai 2024 kehrte sie gemeinsam mit Grote wieder zur U19 zurück. Jetzt übernimmt sie für die verbleibenden fünf Spiele die Verantwortung. Zur Feuertaufe kommt es kommenden Samstag gegen Krisenklub Wolfsburg.

Allerdings spricht Eta nicht gerne darüber, dass sie die erste Frau im Männer-Profibetrieb ist. Während ihres ersten Engagements sagte sie in einem Podcast des «Kicker»: «Ich will einen Job nicht bekommen, nur weil ich eine Frau bin.» Viel mehr wolle sie mit Qualität und Inhalt überzeugen.

Es ist bereits klar, dass Eta nur bis zum Ende dieser Saison das Männer-Team leiten wird. Danach wird sie Cheftrainerin des Profi-Frauenteams von Union. Dies war bereits vor ihrem Interims-Engagement als Männer-Cheftrainerin klar und daran soll sich auch nichts ändern.

U20-Weltmeisterin und Champions-League-Siegerin

Eta spielte vor ihrer Trainerinnenkarriere selbst Fussball – und das sehr erfolgreich. Mit 16 Jahren gab sie bei Turbine Potsdam ihr Bundesliga-Debüt, gewann dreimal die Meisterschaft und feierte 2010 den Champions-League-Sieg. In derselben Saison holte sie mit dem U20-Nationalteam den Weltmeistertitel. Nach mehreren Wechseln und Verletzungen beendete sie im Alter von nur 26 Jahren ihre Karriere bei Werder Bremen.

In Bremen stieg sie ins Trainer-Business ein, erlangte dort auch die Uefa-Pro-Lizenz, die ihr erlaubt, Männer-Teams auf höchster Stufe zu trainieren. Seit 2023 ist Eta bei Union angestellt und nun voller Vorfreude auf ihre neue Rolle: «Der Verbleib in der Bundesliga ist angesichts der Punkteabstände in der unteren Tabellenhälfte noch nicht gesichert. Ich freue mich, dass mir der Verein diese anspruchsvolle Aufgabe anvertraut. Eine Stärke von Union war und ist es, in solchen Situationen gemeinsam alle Kräfte zu bündeln. Und natürlich habe ich die Überzeugung, dass wir mit dem Team die entscheidenden Punkte holen.»

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
29
78
76
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
29
31
64
3
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
29
22
56
4
RB Leipzig
RB Leipzig
29
20
56
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
29
20
52
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
29
14
51
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
29
0
42
8
SC Freiburg
SC Freiburg
29
-5
40
9
FSV Mainz
FSV Mainz
29
-9
33
10
FC Augsburg
FC Augsburg
29
-17
33
11
Union Berlin
Union Berlin
29
-17
32
12
Hamburger SV
Hamburger SV
29
-13
31
13
1. FC Köln
1. FC Köln
29
-7
30
14
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
29
-14
30
15
Werder Bremen
Werder Bremen
29
-20
28
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
29
-25
25
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
29
-26
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
29
-32
19
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
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