Schon wieder avanciert Miro Muheim (28) beim HSV zum Matchwinner. Vor sieben Tagen legt er gegen Hoffenheim zunächst einen Treffer auf, ehe er in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer erzielt. Am Samstag wiederholt sich die Geschichte gegen Stuttgart: Kurz vor Schluss nimmt Muheim aus der Distanz Mass und versenkt den Ball wuchtig im Netz.
Deutsche Journalisten bezeichnen den herrlichen Schuss als den Treffer einer «Schweizer Rakete». «Ich habe gesehen, dass ich Platz habe, und lege mir den Ball einmal vor. Dann liegt er da und ich treffe ihn perfekt. Dass er so punktgenau reinfliegt, kann man nicht wissen. Aber bei der Schussabgabe habe ich schon gespürt, dass das etwas werden kann», beschreibt Muheim die Entstehung des Tores gegenüber NDR.
Schwierige Perspektive als Linksverteidiger
Anders als eine Woche zuvor bleibt Muheims Treffer diesmal der einzige der Partie. Er beschert dem HSV zudem den dritten Ligasieg in Folge – und damit einen historischen Erfolg. Zuletzt waren den Hamburgern drei Siege hintereinander vor 16 Jahren gelungen, in der Saison 2010/11 unter Trainer Armin Veh.
«Ein geiles Gefühl», sagt Muheim über seine Gemütslage. Damit lässt er seinen schwierigen Saisonstart vergessen. Weil er nach der WM erst verspätet in die Vorbereitung eingestiegen war, verpasste er zunächst wichtige Wochen. Anschliessend setzte ihn eine Adduktorenverletzung ausser Gefecht, wodurch er seinen Stammplatz auf der linken Aussenbahn verlor. Gleichzeitig startete Top-Talent Louis Lemke (17) durch, und der HSV verpflichtete zusätzlich David Möller Wolfe leihweise.
«Ich bin hier, weil ich hier sein will»
Auf der linken Seite ist für Muheim deshalb kaum noch Platz. Und seine Perspektiven auf dieser Position bleiben schwierig. Wie bereits gegen Hoffenheim kommt er deshalb auch gegen Stuttgart im zentralen Mittelfeld als Sechser zum Einsatz – diesmal von Beginn an. Der Grund ist der Kreuzbandriss von Captain Nicolai Remberg (26). Und wie schon vor einer Woche avanciert Muheim auf der ungewohnten Position zum unerwarteten Matchwinner.
Könnte seine Zukunft im Norden also im Mittelfeld liegen? Vor einer Woche wiederholte Muheim gegenüber dem «Kicker» jenen Satz, den er bereits nach Schliessung des Transferfensters gesagt hatte: «Ich bin hier, weil ich hier sein will und noch einen Vertrag habe.» Dieser läuft im Sommer aus. Mit seinen jüngsten Auftritten schiesst sich Muheim jedenfalls ins Rampenlicht – auch wenn er dafür nicht auf seiner angestammten Position spielen muss.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Bayern München 5:0 | 6 | 17 | 14 | |
2 | Borussia Dortmund | 6 | 7 | 14 | |
3 | SC Freiburg | 5 | 10 | 13 | |
4 | Bayer Leverkusen | 5 | 6 | 10 | |
5 | FSV Mainz | 6 | 4 | 10 | |
6 | SV 07 Elversberg | 6 | 1 | 10 | |
7 | RB Leipzig 0:5 | 6 | 5 | 9 | |
8 | Werder Bremen | 6 | 0 | 9 | |
9 | Hamburger SV | 6 | -9 | 9 | |
10 | FC Augsburg | 6 | 4 | 8 | |
11 | Eintracht Frankfurt | 6 | -6 | 8 | |
12 | 1. FC Köln | 6 | -3 | 7 | |
13 | VfB Stuttgart | 6 | -2 | 6 | |
14 | Schalke 04 | 6 | -3 | 5 | |
15 | SC Paderborn 07 | 6 | -4 | 5 | |
16 | Union Berlin | 6 | -12 | 5 | |
17 | TSG Hoffenheim | 5 | -4 | 3 | |
18 | Borussia Mönchengladbach | 5 | -11 | 0 |