Darum gehts
- Oliver Kahn und Jens Lehmann zweifeln an Jonas Urbig als Neuer-Nachfolger
- Alter und Unerfahrenheit als Nummer 1 stünden dem Bayern-Goalie derzeit im Weg
- Kahn warnt Neuer, die Entscheidungshoheit über seinen Abgang nicht zu verlieren
Manuel Neuer (40) oder Jonas Urbig (23)? Eine Frage, die sich aktuell wohl viele Bayern-Fans, Trainer Vincent Kompany (40) vielleicht insgeheim und vor allem Experten in der Öffentlichkeit stellen. In der Sky-Sendung «Triple – der Hagedorn Fussballtalk» diskutieren zwei Herren über dieses Thema, die sich auf der Torhüterposition einen Namen gemacht haben: Oliver Kahn (57) und Jens Lehmann (56).
Der Grundtenor ist bei beiden Goalie-Ikonen des deutschen Fussballs der gleiche: An Neuer gibts momentan nichts zu rütteln. Kahn, der 632 Mal das Tor der Bayern hütete, ist der Meinung, dass Urbig noch nicht bereit ist, die Nummer 1 der Münchner zu werden – und dies vielleicht auch nie sein wird: «Ich kann nicht sagen, ob Urbig dazu die Qualität hat.»
Lehmann zweifelt auch an Urbig
Natürlich sei er ein «grossartiges Talent» und «hält viele Unhaltbare». Kahn hat ein grosses Aber: «Ich möchte das sehen, in dem Moment, in dem er die volle Verantwortung als Nummer eins trägt. Das ist etwas komplett anderes.»
Auch der 61-fache DFB-Keeper Lehmann spricht Urbig den Stammtorhüter-Platz beim deutschen Rekordmeister etwas ab: «Ich glaube nicht, dass er die Nummer eins bei Bayern auf Dauer wird, weil er zu jung ist.» Er findet, dass Urbig einen Umweg bei einem anderen Klub gehen und sich dort als Nummer 1 beweisen müsse: «Wer Fehler machen und daraus lernen will, müsse spielen, und das gehe nur als Nummer 1.» Zudem sei es schwierig, als Nummer 2 den Stammplatz im DFB-Tor zu ergattern.
Kahns Warnung an Neuer
Noch ist unklar, ob Neuer nach dieser Saison seine Karriere beendet (Vertrag läuft aus). Nach seinem kapitalen Patzer gegen Augsburg am vergangenen Samstag wurde vielerorts die Frage aufgebracht, ob der 40-Jährige den Zeitpunkt für seinen Rücktritt verpasst hat. Kahn erklärt diesbezüglich: «Wenn man 36, 37, 38 wird – ich hab das selbst erlebt –, braucht der Körper länger zur Regeneration. Es passiert hier und da mal ein Fehler. Das Mentale, dieses ständige auf 100 Prozent laufen. Irgendwann kriegst du es nicht mehr hin, auch wenn du es willst.»
Und genau durch solche Fehler sorge man für eine Diskussion um seine Person, «die man sich ersparen kann». Das berge eine Gefahr, sagt der «Titan». Man müsse deshalb für sich selbst früh genug entscheiden, ob man noch so lange weitermacht, wie man will, oder dann aufhört, wenn es am besten ist. Denn, so die Warnung Kahns: «Irgendwann, und das sehe ich jetzt gerade so kommen, ist es nicht mehr seine eigene Entscheidung, sondern die Entscheidung anderer.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | SC Freiburg | 5 | 10 | 13 | |
2 | Borussia Dortmund | 5 | 7 | 13 | |
3 | Bayern München | 5 | 12 | 11 | |
4 | Bayer Leverkusen | 5 | 6 | 10 | |
5 | RB Leipzig | 5 | 10 | 9 | |
6 | FC Augsburg | 5 | 5 | 8 | |
7 | Werder Bremen | 5 | 0 | 8 | |
8 | FSV Mainz | 5 | 3 | 7 | |
9 | SV 07 Elversberg | 5 | 0 | 7 | |
10 | 1. FC Köln | 5 | -2 | 7 | |
11 | VfB Stuttgart | 5 | -1 | 6 | |
12 | Hamburger SV | 5 | -10 | 6 | |
13 | Schalke 04 | 5 | -2 | 5 | |
14 | Eintracht Frankfurt | 5 | -7 | 5 | |
15 | SC Paderborn 07 | 5 | -4 | 4 | |
16 | Union Berlin | 5 | -12 | 4 | |
17 | TSG Hoffenheim | 5 | -4 | 3 | |
18 | Borussia Mönchengladbach | 5 | -11 | 0 |