Nach Doping-Provokation um älteren Bruder
Hitziges Derby – HSV-Talent geht auf Pauli-Fans los

Was dem Stadtderby zwischen St. Pauli und dem HSV an Toren fehlt, macht es an Emotionen wett. Im Zentrum: Verteidigertalent Luka Vuskovic.
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HSV-Talent Luka Vuskovic wird nach Schlusspfiff von Teamkollegen gebremst, während er sich mit den Pauli-Fans anlegt.
Foto: IMAGO/DeFodi Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • HSV-Spiel endete 0:0, Vuskovic reagiert wütend auf Beleidigungen der Fans
  • Pauli-Fans griffen Bruder Mario wegen Dopingsperre bis November 2026 an
  • Vuskovic erst 18 Jahre alt, laut Trainer Polzin stark belastet
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Mit dem Schlusspfiff im Hamburger Derby endete zwar das bescheidene Spiel (0:0), die grosse Aufregung beginnt da aber erst. Luka Vuskovic (18) muss von Teamkollegen zurückgehalten werden, während er sich mit den Heimfans anlegt, ihnen mit einem Finger vor dem Mund bedeutet, ruhig zu sein.

Auslöser sind provozierende Gesänge und Banner der Pauli-Fans, die auf seinen älteren Bruder Mario abzielen. Der steht ebenfalls beim HSV unter Vertrag, darf allerdings wegen einer Dopingsperre noch bis November 2026 keine Spiele bestreiten. «Mach 'ne Handwerkslehre, Mario #44», stand unter anderem auf einem Spruchband, wobei das «I» in der Form einer Spritze gemalt wurde.

«Ich weiss nicht, was sich die Fans von St. Pauli denken», erklärt der Youngster seinen Ärger danach gegenüber Sky. «Es ist sehr respektlos, meine Familie und meinen Bruder anzugreifen.» Im Anschluss liefert sich Vuskovic im Kabinengang laut «Bild» noch ein Wortgefecht mit Ex-FCZler Karol Mets. Der Este fuhr das Defensivtalent an, weil es in den Katakomben ausgespuckt haben soll.

HSV-Coach Polzin: «Trägt viel Last auf sich»

HSV-Trainer Merlin Polzin (35) springt seinem Schützling danach zur Seite: «Wir haben einen 18-jährigen Menschen, der sehr viel Last auf sich trägt (wegen der Geschichte um seinen Bruder Mario, Anm. d. Red.). Dafür steht nicht nur der HSV, sondern auch der FC St. Pauli, dass diese Themen normalerweise sehr sensibel behandelt werden und man Verständnis füreinander hat.»

Polzin forderte Verständnis für die Reaktion seines Schützlings: «Ich kann demnach seinen Unmut extrem nachvollziehen, wenn einem diese Sprüche, Worte, Aufforderungen, Gesten und teilweise Handlungen entgegengebracht werden.» Für den Trainer müsse man als Kollektiv auf die hitzigen Bilder reagieren: «Das ist ein Moment, den wir schnellstmöglich korrigieren sollten, damit so etwas nicht wieder vorkommt.»

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