Juve-Juwel Yildiz schiesst gegen die Bayern und den DFB
«In elf Jahren habe ich dort nie Vertrauen gespürt»

Bei Juventus ist der türkische Nationalspieler Kenan Yildiz absoluter Leistungsträger und Publikumsliebling. In seiner Jugend wurde er bei den Bayern und beim DFB für nicht gut genug befunden. Das macht den Spieler heute noch sauer.
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Juve-Juwel Kenan Yildiz hat bei seinem Jugendverein Bayern München kein Vertrauen gespürt.
Foto: Juventus FC via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kenan Yildiz brilliert bei Juventus nach enttäuschenden Jahren bei Bayern
  • Er kritisiert FC Bayern und DFB für mangelndes Vertrauen in Jugend
  • Traf mit 18 Jahren im Startelf-Debüt gegen Deutschland
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Vom verkannten Talent zum Gesicht einer neuen Ära: Juve-Juwel Kenan Yildiz (20) blickt im Interview mit dem «Corriere dello Sport» auf seine Anfänge zurück – und spart dabei nicht mit Kritik am FC Bayern und dem DFB. In seiner Jugend wurde der Deutschtürke dort noch als nicht gut genug eingestuft.

Heute ist die Situation eine völlig andere: Mit wettbewerbsübergreifend 20 Skorerpunkten in 39 Saisonspielen ist der türkische Nationalspieler längst zum Aushängeschild von Juventus aufgestiegen, was die Alte Dame kürzlich mit einer Vertragsverlängerung bis 2030 würdigte.

Auch sein Marktwert spiegelt diesen Aufstieg wider: Laut transfermarkt.de liegt dieser mittlerweile schätzungsweise bei 75 Millionen Euro, was ihn zum wertvollsten Akteur im Kader der Turiner macht.

«Es fiel mir leicht zu gehen»

Beim FC Bayern ausgebildet, rechnet er nun im jüngsten Gespräch mit der italienischen Zeitung mit seinem Ex-Klub ab: «Ich war elf Jahre dort und habe nie ihr Vertrauen gespürt. Es gab immer jemanden, der besser war als ich.» Yildiz durchlief bei den Bayern sämtliche Nachwuchsstufen bis zur U19. Doch nach über einem Jahrzehnt zog er im Jahr 2022 einen Schlussstrich und wechselte ablösefrei zum italienischen Rekordmeister, was ihm «leicht fiel».

In Turin avancierte Yildiz bereits in jungen Jahren zum absoluten Leistungsträger. Bei Juve spürt der Publikumsliebling jene Wertschätzung, die ihm in München fehlte – unterstrichen durch die legendäre Nummer 10 seines Idols Alessandro Del Piero (51), die man ihm mit gerade einmal 19 Jahren verliehen hat.

Während die Bayern immer wieder Top-Talente – wie zuletzt Jamal Musiala (23) oder Lennart Karl (18) – hervorbringen, haben sie es im Fall Yildiz schlichtweg verbockt.

Kritisiert auch den DFB

Yildiz, gebürtiger Regensburger mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater, hätte für beide Nationen auflaufen können. Er habe sich jedoch für die türkische Nationalmannschaft entschieden, da man ihn in Deutschland nie für gut genug befand: «Sie haben immer andere Spieler nominiert.»

In der Fachwelt wird dem deutschen Fussballverband deshalb oft vorgeworfen, die Chance auf ein solches Ausnahmetalent leichtfertig verspielt zu haben.

Traumtor gegen Deutschland in Startelf-Debüt

Bei seinem Startelf-Debüt für die Türkei schlug der damals 18-Jährige dann ausgerechnet gegen Deutschland zu. Ohnehin scheint er ein Spezialist für Premieren zu sein: In der Serie A, der Champions League, der Coppa Italia, der Klub-WM und im italienischen Supercup traf Yildiz im jeweiligen Startelf-Debüt.

Nun hofft Yildiz darauf, auch bei seinem möglichen WM-Debüt im kommenden Sommer direkt wieder zuzuschlagen. Dafür muss er mit der Türkei erst die Qualifikation meistern: Am 26. März steht um 18 Uhr das Spiel gegen Rumänien an. Bei einem Erfolg wartet der Sieger der Partie Slowakei gegen Kosovo.

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Bayer Leverkusen
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