«Ist das Rot?»
Xhaka-Ärger mit dem Schiedsrichter sorgt für Fragezeichen

Das torlose Unentschieden von Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart sorgt für Frust beim Meister. Bestes Beispiel ist Nati-Captain Granit Xhaka, der den Schiedsrichter am Arm packt und sich über die verpassten Chancen nervt.
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Nach dem Unentschieden in Stuttgart hadert Granit Xhaka.
Foto: keystone-sda.ch
Nicolas Horni
Nicolas HorniRedaktor Blick

Als Spitzenspiel mit «Spektakel-Garantie» hatte sogar die Liga selbst das Freitagabend-Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart ausgerufen. Doch Tore fallen in der intensiven Partie keine, Bayer Leverkusen verzweifelt am Aluminium oder an Stuttgart-Schlussmann Alexander Nübel. Der ersehnte Sieg, um dem Spitzen-Duo auf den Fersen zu bleiben, bleibt aber aus – übrig bleibt beim Team von Nati-Captain Granit Xhaka ein Punkt und Frust.

«Wir sind schon enttäuscht. Es war unsere beste Leistung dieser Saison. Mit Ball, ohne Ball, sehr intensiv gearbeitet und viele Chancen kreiert. Man muss sich auch mal belohnen», gibt Xhaka nach dem Spiel bei TV-Sender Dazn zu Protokoll.

«Ist das Rot?»

Zu reden gibt nach dem Spiel aber nicht nur das zweite Unentschieden der Leverkusener in Serie, sondern auch eine Gelbe Karte an die Adresse von Granit Xhaka. Kurz nach der Halbzeit könnte Leverkusen-Stürmer Boniface alleine aufs Stuttgarter Tor ziehen, wird aber von Karazor zurückgerissen. Doch statt Rot gegen Stuttgart gibts einen Pfiff gegen Leverkusen. Denn in der Szene davor kamen Florian Wirtz und Mittelstädt in die Quere – Mittelstädt stürzte, weshalb Siebert auf Foul gegen Leverkusen entschied.

Zu viel für Xhaka, der Ref Siebert zuerst am Arm packt und wie andere Teamkollegen dann vehement protestiert. «Ist das Rot?», fragt die «Bild»-Zeitung nach dem Spiel und titelt: «Xhaka-Kurzschluss gegen Schiri!» Für den Nati-Captain gibts von Siebert letztlich den gelben Karton.

Schiri Siebert gibt Fehler zu

Xhaka nervt sich nach dem Spiel über die Entscheidung des Schiedsrichters: «Wo soll Florian Wirtz hin? Es ist sehr unglücklich. Es war eine 50:50-Entscheidung des Schiedsrichters und er hat gegen uns entschieden. Sehr schade, da wäre eine grosse Chance entstanden.»

Nicht zum ersten Mal regt sich der Schweizer Nati-Captain über Siebert auf. Dieser hatte im September das Spiel der Schweiz gegen Dänemark gepfiffen. Xhaka leistete sich damals nach einer Roten Karte gegen Nico Elvedi eine Frust-Aktion, flog deshalb selber vom Platz. «So etwas habe ich noch nie erlebt», regte er sich in der Folge über die Schiedsrichter-Leistung auf und sprach sogar von einem «Riesen-Skandal».

Nun also bleibts bei Gelb. Vielleicht auch deshalb, weil Siebert auch durchaus sich selbst in die Pflicht nimmt, was die Szene zwischen Wirtz und Mittelstädt angeht. «Da kam die Foulspielanzeige ein bisschen zu spät. Ich habe dann eigentlich selbst ein Foul von Karazor an Boniface gepfiffen. Da verstehe ich jeden Fussballer und die Bänke, wenn Unruhe reinkommt. Das war ein bisschen hausgemacht», gibt Siebert selbst zu.

Davon kaufen kann sich Bayer Leverkusen aber nichts: Denn gut möglich, dass nach den Bundesliga-Spielen von Samstag (Bayern gegen Union Berlin und Leipzig beim kriselnden BVB) der Abstand auf die Bundesliga-Spitze weiter anwächst.

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Bayern München
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Borussia Dortmund
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RB Leipzig
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VfB Stuttgart
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TSG Hoffenheim
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Bayer Leverkusen
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33
21
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SC Freiburg
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