«Da ist etwas kaputt gegangen»
Ginter mit harscher Kritik an Gladbach

Matthias Ginter (28) verlässt Ende Saison Borussia Mönchengladbach. Wie der Klub mit ihm umgegangen ist, passt ihm gar nicht. Darüber spricht er nun in einem Podcast.
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Die Zeit von Matthias Ginter bei Mönchengladbach endet.
Foto: imago/Revierfoto

Im Sommer 2017 wechselt Matthias Ginter von Borussia Dortmund zu Mönchengladbach. Bei den Fohlen fühlt sich der Verteidiger wohl, hofft lange auf eine Verlängerung seines diesen Sommer auslaufenden Vertrages. Doch dazu kommt es nicht. Stattdessen geht er nun ablösefrei. Und kehrt mit dem SC Freiburg zu dem Klub zurück, bei dem er in seiner Jugend schon gespielt und 2012 als Profi debütiert hat.

Bevor der deutsche Nationalspieler (46 Länderspiele) Gladbach verlässt, spricht er im Podcast «MitGeredet» Klartext. Und übt harsche Kritik am Klub. Noch im Februar 2021 sei ihm versichert worden, man plane mit ihm als Führungsspieler und künftigen Captain. «In dem Moment habe ich gedacht: ‹Wie geil ist das denn?›»

Doch soweit sollte es nicht kommen. Auch weil der Klub mit dem Trainerwechsel von Marco Rose zu Adi Hütter wieder vermehrt auf die Finanzen achten muss. Ginter betont zwar, dass es ihm nicht ums Geld gehe, doch er stösst auf taube Ohren.

«Das Ding ist durch»

Erst als der 28-Jährige mit der deutschen Nationalmannschaft an der EM 2021 spielt, meldet sich sein Berater. Und teilt ihm mit, dass der Klub als Ideallösung einen Verkauf anstrebt. «Es war für mich ehrlicherweise hart und bitter. Dabei ist dann schon auch etwas kaputt gegangen. Ich hatte zuvor das Gefühl, hier weiter etwas aufzubauen und mich voll und ganz mit dem Verein identifiziert», erklärt Ginter im Podcast, wie er sich in dem Moment gefühlt hat. Der Verkauf kommt allerdings nicht zustande. Stattdessen gibts im Oktober ein «Alibi-Angebot» von Gladbach, so der Fussballer. «Ich habe aber zu meinem Berater gesagt: ‹Egal wie die Summe ist, das Ding ist durch.›»

Es folgt eine weitere Enttäuschung. Denn als der Klub seinen Abgang öffentlich macht, darf sich Ginter nicht dazu äussern. «Dass ich so öffentlich hingestellt wurde und ich aus meiner Sicht nichts dazu gesagt habe, weil ich keine Unruhe stiften wollte, das war die härteste Zeit.»

Inzwischen hat Ginter mit dem Kapitel Gladbach abgeschlossen und blickt zuversichtlich in die Zukunft. «Ich freue mich, ab kommendem Sommer wieder in der Heimat zu sein.» (bir)

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
25
68
66
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
25
27
55
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
25
20
49
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
25
16
47
5
RB Leipzig
RB Leipzig
25
14
47
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
25
16
44
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
25
-1
35
8
SC Freiburg
SC Freiburg
25
-5
34
9
FC Augsburg
FC Augsburg
25
-12
31
10
Hamburger SV
Hamburger SV
25
-8
29
11
Union Berlin
Union Berlin
25
-12
28
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
25
-15
25
13
Werder Bremen
Werder Bremen
25
-16
25
14
1. FC Köln
1. FC Köln
25
-9
24
15
FSV Mainz
FSV Mainz
25
-12
24
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
25
-17
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
25
-21
20
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
25
-33
14
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