Trainer weg, Talent zum FCZ
Frauen-Sportchef über Hintergründe des wilden GC-Winters

Besinnliche Festtage? Von wegen! Die GC-Frauen haben über den Jahreswechsel den Trainer entlassen, eine unerfahrene Ex-Spielerin als neuen Coach geholt und einen Youngster an Stadtrivale FCZ verloren. Blick hat mit Sportchef Theo Karapetsas gesprochen.
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Die Zeit von Joao Paiva als GC-Trainer ist abgelaufen.
Foto: Claudio Thoma/freshfocus

Darum gehts

  • Grasshoppers entlassen Trainer João Paiva nach erfolgreicher Saison 2025 in Zürich
  • Laura Vetterlein wird erste Cheftrainerin, sie war zuvor Co-Trainerin
  • Talent Janina Egli (19) wechselt im Winter zum Stadtrivalen FCZ
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Björn LindroosRedaktor Sport

Eigentlich läufts den Frauen der Grasshoppers. Die Zürcherinnen überwintern auf dem zweiten Tabellenplatz der Women's Super League und blicken auf ein erfolgreiches 2025 zurück.

Umso überraschender kam, als die Hoppers kurz nach dem Jahreswechsel die Trennung von Erfolgstrainer João Paiva (42) bekanntgaben. Der Ex-Profi führte das Team in seiner einjährigen Amtszeit zum Vizemeistertitel in der Women's Super League und in der aktuellen Saison auf den zweiten Tabellenrang.

«Aus meiner Sicht konsequent»

Man wolle sich strategisch neu ausrichten, begründete der Klub die Entscheidung auf seiner Website. Auf den Social-Media-Profilen zeigten die Fans vor allem Unverständnis. «Ich kann es nachvollziehen, dass es für einige Aussenstehende überraschend kommt», sagt Sportchef Theo Karapetsas (35) jetzt gegenüber Blick.

Wirklich ins Detail gehen will der Zürcher, der zu Beginn der Saison vom FC Basel kam, nicht. Doch er erklärt: «Die Tabellensituation war gut. Aber man versucht auch, gewisse Sachen vorauszusehen. Wir haben mehrere Gespräche geführt und uns jetzt für diesen Weg entschieden. Man kann sagen, dass es mutig ist, aus unserer Sicht ist es konsequent.»

Neue Trainerin ohne Erfahrung

Als Nachfolgerin präsentiert GC nur wenige Tage später: Laura Vetterlein (33). Die Deutsche spielte bis 2023 noch selbst und war zuletzt als Co-Trainerin der FCB-Frauen aktiv. Es ist ihre erste Station als Cheftrainerin. «Sie kennt die Liga als Spielerin und Assistenztrainerin. Sie hat grosses Talent und arbeitet gut mit jungen Spielerinnen zusammen. Sie passt perfekt zu dem, was wir hier erreichen wollen», begründet Karapetsas die Wahl.

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Damit treffen sich die beiden bereits an der dritten Stelle wieder. Während seiner Zeit beim FCZ holte Karapetsas Vetterlein schon als Spielerin von West Ham nach Zürich und später auch als Assistenztrainerin zu Basel.

Egli wechselt über die Gleise

Während sich die Deutsche auf ein Team voller junger Spielerinnen freuen kann, ist eines der vielversprechendsten Talente nicht mehr dabei. Janina Egli (19) wechselte im Winter ausgerechnet über die Gleise zum Stadtrivalen FCZ. Die Offensivspielerin, die auch schon auf der Pikettliste der A-Nati stand, spielte gegen Ende der Saison keine grosse Rolle mehr.

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«So ist das Fussball-Business», sagt der Sportchef über den Wechsel. «Zum Stadtrivalen ist nicht immer cool, das ist klar. Aber sie wird nicht die Letzte sein, die von GC zum FCZ oder andersherum wechselt.» Am Ende «muss jede Spielerin selbst entscheiden», wie sie ihren Weg und ihre Entwicklung sieht, führt Karapetsas aus. Das könne der Klub auch nachvollziehen.

Den umgekehrten Schritt machte Sury Lamontana. Die 21-jährige Italienerin wechselte von FCZ zu GC und soll die Offensive verstärken.

Wie die GC-Frauen aus der alles anderen als ruhigen Winterpause kommen, wird sich Anfang Februar zeigen. Dann geht die Rückrunde mit einem Duell gegen Basel los.

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