Nati-Skandinavierin Smilla Vallotto
Sie zog für den Fussball mit 16 nach Oslo

Ihr Vorname ist nordisch, der Nachname italienisch. Doch weil ihre Eltern in Genf lebten, spielt Sturmtalent Smilla Vallotto jetzt für die Schweiz. Am Freitag trifft sie auf ihre Wahl-Heimat Schweden.
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Nati-Entdeckung Smilla Vallotto: Die Stürmerin kam in den norwegischen U-Natis nicht richtig zum Zug und spielt seit diesem Jahr für die Schweiz.
Foto: TOTO MARTI
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Es ist eine ungewöhnliche Woche für Smilla Vallotto (19). Das Nati-Talent lebt in Stockholm, kam nun für den Zusammenzug nach Pfäffikon SZ, fliegt zurück nach Schweden und spielt am Freitag mit der Schweiz in Göteborg gegen ihre Wahlheimat in der Nations League (SRF info live, 18.30 Uhr).

Vallotto ist unsere Nati-Skandinavierin. Denn zwar spielt die Stürmerin erst seit zwei Monaten in Stockholm als Profi bei Champions-League-Anwärter Hammarby. Aber fast ihr ganzes Leben zuvor verbrachte sie in Norwegen. Auf die Welt kommt sie in Genf, wo ihre norwegische Mutter und ihr italienischer Vater geheiratet und 20 Jahre lang gelebt haben. «Als ich vier war, sind wir nach Norwegen gezogen», sagt Vallotto. Sie wächst mit drei Brüdern in Stavanger auf. Und findet im Land des Frauen-Weltmeisters von 1995 zum Fussball. 

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«Ich fand es unfair. Also wollte ich etwas Neues ausprobieren. Ich habe in der Schweiz eine Chance bekommen und geniesse es nun sehr.»
Smilla Vallotto wurde nur unregelmässig für norwegische U-Natis aufgeboten
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Ihr Talent wird entdeckt und gefördert. «Mit 16 Jahren bin ich von der Familie weggezogen und nach Oslo gegangen», schildert sie. Sie kommt in ein nationales Zentrum für allerlei Sportarten, wo die besten Athletinnen und Athleten trainieren und zur Schule gehen. Das ist für Vallotto möglich, weil sie neben dem schweizerischen und dem italienischen auch den norwegischen Pass hat. 

Wegen Corona ist sie zu Beginn in Oslo oft alleine

Als Teenager alleine in die weit entfernte Hauptstadt? Der Start ist schwierig. «Es war mitten in der Corona-Zeit, ich war oft alleine. Das war sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man aus einer grossen Familie kommt. Doch nun bin ich hier, also hat es mir nicht nachhaltig geschadet», sagt Vallotto lachend. 

Klar, dass eigentlich zunächst die norwegische Nati im Fokus ist. Doch da harzt es. Vallotto wird nur unregelmässig für die U-Teams aufgeboten. «Ich fand es unfair. Also wollte ich etwas Neues ausprobieren. Ich habe in der Schweiz eine Chance bekommen und geniesse es nun sehr, die Kultur hier ist offener als in Norwegen», sagt sie. 

Zwei ihrer Brüder mussten Profitraum früh begraben

Es ist Trainerin Inka Grings, die sie vergangenen Februar gleich bei ihrem ersten Aufgebot ins Team nimmt. Erstmals mit den Idolen wie Ramona Bachmann und Ana Maria Crnogorcevic auf dem Platz – doch Vallotto legt die Zurückhaltung rasch ab. «Nun bin ich das dritte Mal dabei und kenne die Mitspielerinnen und das Trainerteam besser, das gibt Vertrauen.»

Mittlerweile ist sie die einzige in der Familie, die ambitioniert kickt. Ihre beiden älteren Brüder waren auch bereits Profis, mussten aber beide wegen schweren Knie- respektive Rückenverletzungen aufhören. Und nach dem Spiel am Freitag? Da fliegt Vallotto mit der Nati zurück, spielt am Dienstag im Letzigrund gegen Spanien und reist dann wieder nach Stockholm zurück. 

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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