«Wird nicht die letzte sein, die sich eine Auszeit nimmt»
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Crnogorcevic über Wälti-Pause:«Wird nicht die letzte sein, die sich eine Auszeit nimmt»

«Alles war zu viel»
Nati-Captain Wälti spricht erstmals über ihre Auszeit

Drei Monate vor der WM im Sommer nahm sich Nati-Captain Lia Wälti eine Auszeit. Etwas Seltenes im Profi-Fussball. Jetzt spricht die Bernerin erstmals über diese schwere Zeit.
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Lia Wälti (unten, M.) spielt seit 2012 in der Schweizer Nationalmannschaft.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Die Sorge um Nati-Captain Lia Wälti (30) war in diesem April gross. Nach einem Testspiel gegen China reiste sie aus dem Teamhotel in Pfäffikon SZ ab und verpasste damit das zweite Spiel gegen Island – drei Monate vor der WM! Später gab die 114-fache Nationalspielerin eine Erklärung auf Social Media ab: «Aus persönlichen Gründen waren die letzten Wochen und Monate schwierig und mental und psychologisch anstrengend.»

Etwas, von dem man im Profi-Fussball sehr selten hört. Ganze zehn Tage fehlte Wälti der Nationalmannschaft und ihrem Verein Arsenal. Nun spricht die Bernerin erstmals öffentlich über ihre Auszeit im Podcast «Team Lisa».

«Es hat jeden Tag mein Wohlbefinden beeinflusst»

Wälti selbst macht ihre Auszeit dort zum Thema: «Es redet kaum jemand darüber. Man hat das Gefühl, man lässt das Team im Stich, nur weil man sich selbst in dem Moment einfach an die erste Stelle stellt.» Ihr sei die Decke auf den Kopf gefallen, nicht wegen des Fussballs, sondern weil sie in ihrer privaten Situation mit gewissen Dingen zu kämpfen hatte.

«Es hat meinen Schlaf beeinflusst, es hat meine Ernährung beeinflusst, es hat mein Wohlbefinden jeden Tag beeinflusst. Alles war zu viel. Ich hatte an keiner Uni-Vorlesung mehr teilgenommen – über Wochen und Monate.» Zum Training sei sie zwar immer gegangen, hat sich durch jede Einheit gekämpft, um dann aber schnellstmöglich wieder nach Hause zu gehen. Wälti macht zu dieser Zeit nichts mehr gerne, es sei nur noch ein Überstehen gewesen. Keine optimale Vorbereitung auf die WM in Australien und Neuseeland im Sommer.

Eine Woche in Marrakesch

Dann hatte die Arsenal-Spielerin endlich den Mut, mit ihrem Trainer und den Verantwortlichen der Nationalmannschaft darüber zu sprechen. Sie erhielt viel Verständnis und grosse Unterstützung. Zuvor wussten nur ihre engsten Leute Bescheid. Die Bernerin bekam eine Auszeit vom Verein und der Nati. Sie flog nach Marrakesch, wo sie ihre Schwester traf, die eigentlich in Kolumbien lebt. «Es ist eine ganz andere Welt. Eine schöne Umgebung, um sich auf andere Dinge fokussieren zu können. Es hat mir geholfen.» Die Erfahrung sei spannend gewesen, wenn auch unangenehm.

Noch will Wälti weitermachen

Im Podcast spricht Wälti auch über ihre überaus erfolgreiche Fussballkarriere. Zum Beispiel darüber, wie sie in ihrem ersten Jahr in Potsdam 10 bis 15 Mal in der Woche trainiert haben. Mit 21 Jahren wurde sie beim sechsfachen Deutschen Meister zum Captain ernannt: «Ich habe es 0,0 verstanden, weil ich dachte, es gibt so viele bessere Möglichkeiten.»

Das nächste Grossereignis wird die EM 2025 im eigenen Land sein. Dann wird Wälti hoffentlich eine bessere Vorbereitung haben. Bis vor zwei Jahren sei für sie eine EM im eigenen Land unvorstellbar gewesen. «Dass der Verband sich dazu entschieden hat, ist ein positives Zeichen, damit hätten wir nicht gerechnet.» An der EM wird Wälti 32 Jahre alt sein. Im Podcast spricht sie von einem Karriereende mit 34 oder 35 Jahren. Das heisst, vielleicht war die WM diesen Sommer noch nicht Wältis letzte.

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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