«Könnte für Spielerinnen kaum schlimmer sein»
Nati-Captain Wälti über das Chaos bei Gegner Spanien

Die Schweiz trifft am Dienstag auf Weltmeister Spanien. Dass die Partie tatsächlich stattfindet, zeichnet sich nach einer nächtlichen Krisensitzung in Spanien nun ab. A-Nati-Captain Lia Wälti geben die Vorgänge bei den Weltmeisterinnen zu denken.
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Lia Wälti (r.) im WM-Achtelfinal gegen die Spanierin Aitana Bonmati: Nun leidet der Nati-Captain mit dem Gegner vom nächsten Dienstag mit.
Foto: IMAGO/AAP
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Würden die letzten Wochen des spanischen Frauen-Nationalteams aus einem fiktionalen Drehbuch stammen, würde es kaum verfilmt: zu verrückt, zu wenig glaubwürdig, zu viele unwirkliche Wendungen. Und das Happyend fehlt auch.

Die chaotische Lawine nach dem Kuss-Skandal spülte die Titel-Euphorie rasch weg. Die jüngste Episode stammt aus der Nacht auf Mittwoch.

Bis morgens um 4.40 Uhr dauerte im Teamhotel die Krisensitzung der Spielerinnen mit dem Verband. Das Ergebnis: 21 von 23 Spielerinnen werden in der Nation League am Freitag gegen Schweden und am Dienstag gegen die Schweiz antreten. Ein kompletter Boykott ist abgewendet. Die zwei Spielerinnen, die dennoch abreisen, werden nicht bestraft.

Spiel gegen die Schweiz findet statt

Offenbar erfüllt der Verband gemäss spanischen Medien die Forderungen des Teams, um das Chaos zu beenden. Mitarbeiter wie Generalsekretär Andreu Camps, der Anwalt Tomas Gonzalez – die rechte Hand von Rubiales – und Datenschutzleiter Miguel Garcia werden entlassen.

Was beim Nati-Gegner von nächster Woche abgeht, löst auch im Schweizer Lager nur noch Kopfschütteln aus. Captain Lia Wälti sagt am Dienstag in einer Medienrunde: «Ich möchte nicht in der Haut der Spanierinnen stecken. Da explodiert jeden Tag eine neue Bombe. Es könnte für sie kaum schlimmer sein, vom WM-Titel redet niemand mehr.»

Grings leidet mit spanischer Trainer-Kollegin mit

Wälti spielt bei Arsenal mit Weltmeisterin Laia Codina (23). Das Mega-Chaos sorge auch in London für viel Gesprächsstoff in der Kabine. «Es ist jetzt ein Thema in der Nati, aber auch vorher bei Arsenal», sagt die Emmentalerin. «Es tut einem einfach leid, was da abgeht. Wir können nur den Support für die Spielerinnen aussprechen und auf eine Lösung hoffen.»

Die scheint nun grösstenteils gefunden, sodass wenigstens die Spiele stattfinden können. Auch Nati-Trainerin Inka Grings äussert sich zum Spanien-Wirrwarr. «Mir tut es vor allem leid für die neue Trainerin, da leide ich als Kollegin sehr mit», sagt sie über Montserrat Tomé (41), die ihr Debüt als Vilda-Nachfolgerin unter denkbar schwierigen Bedingungen geben muss.

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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