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Wälti nach Kanada-Sieg:«Der Sieg ist hoch einzuordnen»

Gegen Weltnummer neun
Nati besiegt Kanada dank Pengs Glanzparaden

Dank einer starken Anfangsphase gewinnt die Nati gegen Kanada. Dank einer starken Livia Peng im Tor steht bei der Schweiz hinten die Null.
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Die Schweiz schlägt Kanada in Luzern mit 1:0.
Foto: Toto Marti

Das Spiel

Die Schweiz gewinnt ihr erstes Spiel nach der Heim-EM mit 1:0 – und das nicht gegen irgendwen. Mit Kanada ist die Weltnummer neun in der Swissporarena zu Gast. Dass die Nati den Kanadierinnen absolut ebenbürtig ist, zeugt von der starken Entwicklung, die das Team (Weltnummer 24) in den letzten Jahren durchgemacht hat.

Nach einem Schreckmoment in Form von Sonis’ Distanzschuss in der 2. Minute übernimmt die Nati das Zepter. In der schwungvollen Startphase kommt das Team von Pia Sundhage zu mehreren Abschlüssen – Pilgrims Tor ist die logische Folge. Xhemaili hätte kurz darauf beinahe gar das 2:0 erzielt, doch Zadorsky klärt auf der Linie für ihre geschlagene Torhüterin.

Mit fortschreitender Spieldauer werden die Kanadierinnen stärker. Zweimal rettet Peng im Nati-Tor mirakulös gegen Sonis, die für beinahe alle gefährlichen Chancen der Nordamerikanerinnen verantwortlich ist.

Qualitativ kann die zweite Hälfte nicht mit dem Spektakel vor dem Seitenwechsel mithalten. Vor allem die Nati findet offensiv kaum noch statt. Da Kanada aber ihre Ausgleichschancen fahrlässig auslässt und Peng in der Nachspielzeit erneut ihre Klasse zeigt, bringt die Nati den Sieg ins Trockene.

Das Tor

12. Minute, Alayah Pilgrim, 1:0. Mit ihrem bereits dritten Abschluss trifft Pilgrim. Zunächst verpasst Xhemaili die flache Hereingabe von Schertenleib, die sich über rechts mit einem starken Dribbling Platz verschafft hat, im Zentrum. Von einer kanadischen Abwehrspielerin springt der Ball Pilgrim vor die Füsse. Die Roma-Stürmerin lässt sich nicht zweimal bitten.

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Siegtor gegen Kanada:Pilgrim trifft nach starker Vorarbeit von Schertenleib

Die Stimmen (gegenüber SRF)

Schertenleib: «Wir haben am Anfang gut gepresst. Wir wollten sie auf eine Seite lenken, und das hat gut geklappt. Was wir noch besser machen könnten, sind Tiefenläufe, damit wir mehr in den Abschluss kommen. Und vielleicht die zweiten Bälle erobern, nachdem die Gegnerinnen den langen Ball schlagen. Grundsätzlich sind wir mit dem 1:0 aber zufrieden.»

«Ich denke, der Druck ist ein gesunder Druck. Es ist auch eine Motivation für mich, dass ich immer mein Bestes geben will. Es war für die Stürmerinnen ein spezielles Spiel, weil man viel laufen musste vorne und den Ball nicht so oft hatte. Manchmal muss man einfach fürs Team arbeiten und den Ball seltener haben», erklärt sie die Erwartungshaltung an sie. Warum sie Ramona Bachmanns Nummer 10 tragen durfte, weiss Scherteneib nicht. «Ich bin einfach froh, die 10 zu haben, und will Ramona natürlich stolz machen. Ich schaue, dass die Nummer in guten Händen ist.»

Wälti: «Es ist sicher ein sehr gutes Resultat für uns. In der Vergangenheit haben wir oft gut gespielt, aber das Resultat nicht über die Linie gebracht. Am Anfang war die Leistung gut, dann wurde es zu einem Kampf. Irgendwie haben wir es über die Zeit gebracht. Resultat: gut. Leistung: Jein. Die Ansätze waren gut, vor allem in den ersten 15 bis 20 Minuten. Kanada hat viele Fehler gemacht, aber wir konnten sie nur bedingt nutzen. Im Grossen und Ganzen können wir zufrieden sein. Wir konnten von der EM viel mitnehmen. Die Spielerinnen haben den Schwung in die Saison mitgenommen. Wir wussten, dass man die EM fast nicht toppen kann, aber trotzdem waren wieder so viele Fans im Stadion, um uns zu unterstützen. Das wollen wir mitnehmen und dafür sorgen, dass sie auch in Zukunft wiederkommen.»

Die Beste

Livia Peng. Hält mit zwei starken Paraden in der ersten Halbzeit den Sieg fest. Auch sonst ein sicherer Rückhalt für die Schweizer Nati.

Die Schlechteste

Julia Stierli. Hat Mühe im Aufbauspiel, zwei ihrer Fehlpässe führen zu Top-Chancen für Kanada. Hat Glück, dass die Kanadierinnen ihre Fehler nicht nutzen.

Das gab zu reden I

Auch mit 65 kann sie noch kicken! Als in der 38. Minute ein Ball ins Seitenaus fliegt, stoppt Nati-Trainerin Pia Sundhage den Ball ganz lässig mit der Hacke. Das Publikum feiert die Schwedin dafür ab, sie kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

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Was für ein Ballgefühl!Sundhage pflückt den Ball mit der Hacke runter

Das gab zu reden II

In der zweiten Halbzeit fängt eine TV-Kamera Ramona Bachmann ein. Die verletzte Stürmerin ist erstmals mit ihrem am 8. Mai geborenen Sohn Luan Maël im Stadion.

Foto: Toto Marti

Die Fans

10’025 Fans sind an diesem kühlen Freitagabend in der Swissporarena zu Gast und sorgen für eine gute Stimmung. Sie peitschen die Nati 90 Minuten lang voran. Der EM-Hype scheint anzuhalten.

Die Schiris

Die Französin Maïka Vanderstichel leitet das Spiel souverän. Es kommt kein VAR zum Einsatz.

So gehts weiter

Im zweiten Oktober-Test trifft die Nati am Dienstag (20.30 Uhr) auswärts auf Schottland. Danach gehts für die Spielerinnen zurück zu ihren Klubs. Der nächste Zusammenzug startet am Montag, 24. November. Im Trainingslager in Spanien sollen zwei Testspiele stattfinden. Die Gegner dafür stehen noch nicht fest. Am 4. November findet in der Zwischenzeit die Auslosung für die WM-Quali, die im Februar beginnen wird, statt.

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