Jetzt ist der Blockbuster-Transfer fix. Die zweifache Weltfussballerin und Weltmeisterin Alexia Putellas (32) wechselt von Barcelona nach England zu den London City Lionesses.
Mit Barcelona hat die Spanierin in der abgelaufenen Saison noch das Quadrupel geholt, jetzt wechselt sie auf die Insel zu einem Klub, der (noch) ein unbeschriebenes Blatt ist.
Vergleichbar ist die Situation mit dem Barça-Abgang von Lionel Messi (38) im Sommer 2021 – hätte Messi damals nicht zu PSG, sondern zu Everton gewechselt. Denn die Lionesses haben die Saison in der Women’s Super League auf Platz sechs beendet und spielen daher ab Sommer nicht international. Was mit der Everton-Saison 2021 zu vergleichen ist. Dazu muss man noch erwähnen, dass der Klub aus dem Süden Londons erst letzten Sommer in die höchste englische Liga aufgestiegen ist.
Das Millionenprojekt London City
Um den historischen Transfer von Putellas zu verstehen, müssen wir ins Jahr 2023 zurückblicken. Im Dezember kauft die Selfmade-Milliardärin Michele Kang den Klub und landet direkt den ersten Transfer-Coup. Die schwedische Mittelfeldspielerin Kosovare Asllani wird von der AC Milan verpflichtet, obwohl die London City Lionesses zu diesem Zeitpunkt noch in der zweithöchsten englischen Liga spielen. Prompt gelingt ihnen im Sommer 2025 der Aufstieg.
Nun greift Kang nochmals kräftig in die Tasche und holt EM-Stars wie Elena Linari, Grace Geyoro, Jana Fernandez und Danïelle van de Donk. Finanziert wird alles von Kang selbst, die als Geschäftsfrau schon leitende Positionen in der Rüstungs-, Medizin- und Finanzbranche hatte und mit OL Lyonnes und Washington Spirit im Besitz von zwei weiteren Fussballklubs ist.
Der Blockbuster-Wechsel von Putellas
Aber wieso wechselt eine zweifache Weltfussballerin zu so einem Klub?
Einerseits regiert auch im Frauenfussball mittlerweile das Geld. Barcelona steckt in finanziellen Schwierigkeiten und konnte ihrer Star-Spielerin wohl keine grössere Lohnerhöhung anbieten. Doch der Wechsel hat auch sportliche Gründe. Putellas gewann mit den Katalaninnen viermal die Champions League, zehnmal die spanische Meisterschaft und zehnmal den spanischen Pokal. Dabei ist die spanische Liga sportlich nicht so konkurrenzfähig wie jene in England.
Angeblich hat Putellas Angebote von Chelsea, Arsenal, Manchester City sowie aus den USA, Mexiko und Saudi-Arabien abgelehnt. Der Grund dahinter sei, dass Putellas zu keinem Klub wechseln möchte, der in der Champions League in Konkurrenz zu Barcelona steht. Sich ohne Königsklasse aber eine Spielerin mit dem Kaliber von Putellas leisten zu können, verlangt nach einer Besitzerin, die für einen Blockbuster-Transfer selbst das Geld auf den Tisch legt.
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