«Wären wir kaltblütiger gewesen, hätte es gereicht»
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Lauper nach Pleite enttäuscht:«Wären wir kaltblütiger gewesen, hätte es gereicht»

Untauglicher YB-Rettungsanker
Benito ist es müde, die Moral hervorzuheben

Die Europacup-Kampagne von YB ist schon in der Ligaphase zu Ende gegangen. Die Berner verlieren ihren Rettungsanker. Egal, dieser hat sich ohnehin als untauglich erwiesen.
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Am Ende eines bewegenden Abends in Stuttgart gibt es bei Sandro Lauper und Loris Benito nur noch ein Gefühl: pure Enttäuschung.
Foto: Freshfocus

Darum gehts

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Alain KunzReporter Fussball

Am Ende war die Verzweiflung riesig. Vier Meisterschaftsspiele, vier Niederlagen. Teils ohrfeigenmässige, teils unerklärliche. Dazwischen: zwei grosse Spiele in der Europa League. In dieser hatte YB recht gut performt, im Dezember gar den französischen Spitzenklub Lille geschlagen. Also setzte man auf die Hoffnung, dass man an einer guten Leistung in Europa direkt anknöpfen könne. So wie das nach dem Lille-Sieg geklappt hatte, als man den FC Luzern drei Tage später 2:0 bezwang.

Nach dem sehr guten Spiel gegen Lyon gabs die Thun-Schmach

Doch zuletzt nützte auch der Rettungsanker Europa nichts mehr: starke Leistung gegen Lyon, auch wenn man sich resultatmässig nicht belohnte. Drei Tage später die 1:4-Niederlage im Kantonsderby in Thun. Welch eine Schmach! «Gutes Spiel gegen Lyon, in Thun in der zweiten Halbzeit dennoch nicht abgeliefert», bringt es Sandro Lauper auf den Punkt. Und nun? YB hat beim bitteren, bitteren Out in Stuttgart in der 90. Minute zum letzten Mal europäisch gespielt, die Playoffs finden wegen des miserablen Torverhältnisses (1:4 gegen Panathinaikos Athen, 0:4 bei PAOK Thessaloniki …) ohne die Berner statt. Und damit ist auch die Hoffnung weg, dass man sich dank einer starken Leistung gegen einen besser kotierten Gegner Schwung für den Liga-Alltag holen könnte.

Benito: Nur etwas ist wichtig – das Resultat!

«Das machen wir seit Wochen und Monaten, uns an den positiven Sachen festhalten und hoffen, dass wir dann im nächsten Match dasselbe zeigen können», sagt Captain Loris Benito, und er wirkt dabei sehr frustriert. «Doch jetzt bleiben die positiven Dinge in Stuttgart. Wir sind draussen. Aber wir sind uns alle bewusst, dass in der Liga jetzt eine Reaktion kommen muss.»

«Es ist bitter, frustrierend und dumm»
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Klare Worte von Captain Benito:«Es ist bitter, frustrierend und dumm»

Sie seien nun langsam müde, immer die Moral hervorzuheben, die man europäisch zeige, und dann im nächsten Match … «Jetzt müssen wir es einfach zeigen. Denn am Ende gibt es nur etwas, das wichtig ist: das Resultat! Von den anderen Sachen kann man sich nichts kaufen.» Heisst also: Gegen den FCZ gewinnen. Dann kann Benito nach einem Spiel auch mal wieder was anderes erzählen. «Das wäre schön …», schliesst der Aargauer. Es schwingt eine gehörige Portion, sagen wir, Sehnsucht mit.

Sandro Lauper und das vollkommen nutzlose Traumtor

Noch bitterer ist die Niederlage für den Mann, der mit diesem unfassbar schönen Volley das 2:2 schoss. Und es ist nicht einer, der regelmässig Tore macht: Sandro Lauper, der aufgerückte Innenverteidiger, der die Kugel nach einem Corner von Edimilson Fernandes ins Lattenkreuz drischt! Es ist das 2:2. Und das Tor, das YB in die Playoffs bringt. Bis zur 90. Minute. Ab dann ist es ein Tor ohne jeglichen Nutzen. «Korrekt», sagt Lauper. «Am Schluss kann ich mir nichts davon kaufen. Das ist schon sehr bitter, die Enttäuschung ist riesig. Im Moment bleibt uns nichts erspart und läuft viel gegen uns. Aber dagegen müssen wir ankämpfen. Wir werden auch aus diesem Spiel unsere Lehren und Positives ziehen und diese Erfahrung mitnehmen. Und auf Sonntag schauen. Hoffend, dass wir dieses Mal besser davonkommen.»

Seoane nach Niederlage gegen Stuttgart frustriert
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«Wir waren naiv»:Seoane nach Niederlage gegen Stuttgart frustriert

Besser davonkommen? Liegt doch alles in den Füssen und Köpfen der Berner. Gegen einen Widersacher, der weissgott nicht das Niveau des VfB hat. Immerhin können sich jetzt Seoane und YB ohne Hintergedanken der Devise befleissigen: keine Rücksicht auf die Europa League.

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Europa League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Olympique Lyon
Olympique Lyon
8
13
21
2
Aston Villa
Aston Villa
8
8
21
3
FC Midtjylland
FC Midtjylland
8
10
19
4
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
8
6
17
5
FC Porto
FC Porto
8
6
17
6
SC Braga
SC Braga
8
6
17
7
SC Freiburg
SC Freiburg
8
6
17
8
AS Rom
AS Rom
8
7
16
9
KRC Genk
KRC Genk
8
4
16
10
Bologna FC
Bologna FC
8
7
15
11
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
8
6
15
12
Ferencvaros Budapest
Ferencvaros Budapest
8
1
15
13
Nottingham Forest
Nottingham Forest
8
8
14
14
FC Viktoria Pilsen
FC Viktoria Pilsen
8
5
14
15
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
8
1
14
16
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
8
4
13
17
PAOK Thessaloniki
PAOK Thessaloniki
8
3
12
18
OSC Lille
OSC Lille
8
3
12
19
Fenerbahce Istanbul
Fenerbahce Istanbul
8
3
12
20
Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
8
2
12
21
Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
8
-2
11
22
Ludogorets 1945 Razgrad
Ludogorets 1945 Razgrad
8
-3
10
23
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb
8
-4
10
24
SK Brann
SK Brann
8
-2
9
25
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
-6
9
26
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz
8
-6
7
27
Fotbal Club FCSB
Fotbal Club FCSB
8
-7
7
28
Go Ahead Eagles
Go Ahead Eagles
8
-8
7
29
Feyenoord Rotterdam
Feyenoord Rotterdam
8
-4
6
30
FC Basel
FC Basel
8
-4
6
31
FC Salzburg
FC Salzburg
8
-5
6
32
Glasgow Rangers
Glasgow Rangers
8
-9
4
33
OGC Nizza
OGC Nizza
8
-8
3
34
FC Utrecht
FC Utrecht
8
-10
1
35
Malmö FF
Malmö FF
8
-11
1
36
Maccabi Tel Aviv FC
Maccabi Tel Aviv FC
8
-20
1
Playoffs
Qualifikationsspiele
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