Seoane nach Niederlage gegen Stuttgart frustriert
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«Wir waren naiv»:Seoane nach Niederlage gegen Stuttgart frustriert

Berner Wirrwarr bei Europa-Out
Wer wusste Bescheid? YB-Coach und seine Stars widersprechen sich

Die letzten Minuten in der Europa-League-Ligaphase von YB sind hochdramatisch. YB draussen, drin, wieder draussen, wieder drin – und draussen. Doch wusste man auf dem Feld Bescheid? Es war chaotisch.
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Frust bei Alvyn Sanches über das Out in der Europa League.
Foto: IMAGO/Fotostand

Darum gehts

  • YB scheitert nach einer 2:3-Niederlage gegen Stuttgart n dxer Europa League
  • Spieler hatten keine klare Infos über die Relevanz eines Unentschiedens
  • Hätten sie 1:2 gegen Panathinaikos und 0:2 in Saloniki verloren, hätte es gereicht
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Der YB-Ausgleich durch Sandro Laupers Wahnsinnstor! Reicht das für die Playoffs? Weil Ludogorez Rasgrad gegen Nizza führt, reichts den Bernern nicht unter die besten 24. Danach sind sie auf einmal wieder drin, um mit dem 2:3 in der 90. Minute wieder rauszufallen. Hatte da jemand die Übersicht? Wurden die Spieler informiert?

Alle gingen davon aus, dass ein Unentschieden reicht

«Ich persönlich habe nicht gefragt. Ich habe nichts gewusst und nichts mitbekommen», sagt Captain Loris Benito zu diesem Thema. Er sei davon ausgegangen, dass ein Punkt reiche. «Es ging kein Buschtelefon herum. Wir hatten keinen Ticker auf dem Platz und haben auch so gespielt.» Man habe nach der Pause guten Fussball gezeigt. «Ich habe auf dem Platz nichts mitbekommen», sagt auch Sandro Lauper. «Ich bin aber davon ausgegangen, dass ein Unentschieden reichen würde, weil in den anderen Spielen recht viel hätte passieren müssen, dass dem nicht so sein würde.»

«Wären wir kaltblütiger gewesen, hätte es gereicht»
2:14
Lauper nach Pleite enttäuscht:«Wären wir kaltblütiger gewesen, hätte es gereicht»

Umso erstaunlicher, was Trainer Gerardo Seoane sagt: «Die Spieler haben es schon gewusst. Aber vielleicht ist die Botschaft nicht bis ganz rüber.» Und wem wurde sie mitgeteilt? Seoane lachend: «Das ist egal, wem.»

Wenn der VfB nonchalanter wird ...

Der Innenverteidiger und der Captain kriegen das nicht mit? Schräg … Geändert hätte es indes nichts. Natürlich, YB war massiv offensiver als in Halbzeit eins. Aber das lag zu einem grossen Teil an einem nonchalant werdenden VfB. Eine Attitüde, die Trainer Sebastian Hoeness mit Wechseln zu korrigieren weiss, als er Leweling, Karazor und Henricks (68.) bringt. Von da an ist Stuttgart wieder seriös und hat Chancen. Doch der Berner Verbund steht. Solidarisch, aufopfernd. Es wird gegrätscht und geblockt, was das Zeug hält. Und vorne hat man nichtdestotrotz Konterchancen. Durch Gigovic. Und vor allem zweimal eine Riesige durch den schwachen Cordova.

«Das war schlicht dumm», sagt Captain Loris Benito

Nichts zulassen war trotz dieser Skore-Möglichkeiten die Devise. Denn, wie sagte Lauper? Man sei schon davon ausgegangen, dass zehn Punkte reichen würden. Was im Endeffekt auch stimmte. Umso mehr darf man in der letzten Minute nicht so agieren. Im zentralen Mittelfeld fehlt die Absicherung. Dominik Pech steht am gegnerischen Strafraum, anstatt primär defensiv zu denken, und fehlt hinten. Ein desaströser Fehler! Auch Darian Males bemerkt die Gefahr zu spät. Sein Sprint reicht nicht mehr. Plötzlich hat der VfB Überzahl am linken Flügel. Das ist dann fatal.

«Es ist bitter, frustrierend und dumm»
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Klare Worte von Captain Benito:«Es ist bitter, frustrierend und dumm»

«Die Devise war doch klar gegen Schluss: Diesen Punkt unbedingt über die Runden bringen», so Benito. Dass man das nicht geschafft habe, sei schlicht dumm. «Wir sind selber schuld. Wir hatten eine gute Offensivaktion. Aber daraus gibt es nichts. Keinen Schuss, keinen Abschlussversuch, keinen Corner, nichts. Stattdessen entsteht ein Konter daraus. Das darf niemals passieren!»

Und so scheitert YB. Haarscharf. Am Torverhältnis. Hätte man gegen Panathinaikos nur 1:2 und in Saloniki nur 0:2 verloren – es hätte gereicht. «Ich habe schon von Beginn weg gesagt, dass uns diese Gegentore irgendwann um die Ohren fliegen», sagt ein zutiefst enttäuschter Benito. Und irgendwie ist es dieses Spiel, dieses späte Scheitern und dieses ultraknappe Out auch symbolhaft für die bisher verkorkste YB-Saison.

Am Sonntag geht die Geschichte gegen den FC Zürich weiter. YB kann einiges Positivs aus dem Stuttgart-Spiel mitnehmen. Doch wer will das noch hören? Nicht mal mehr die Spieler …

Europa League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Olympique Lyon
Olympique Lyon
8
13
21
2
Aston Villa
Aston Villa
8
8
21
3
FC Midtjylland
FC Midtjylland
8
10
19
4
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
8
6
17
5
FC Porto
FC Porto
8
6
17
6
SC Braga
SC Braga
8
6
17
7
SC Freiburg
SC Freiburg
8
6
17
8
AS Rom
AS Rom
8
7
16
9
KRC Genk
KRC Genk
8
4
16
10
Bologna FC
Bologna FC
8
7
15
11
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
8
6
15
12
Ferencvaros Budapest
Ferencvaros Budapest
8
1
15
13
Nottingham Forest
Nottingham Forest
8
8
14
14
FC Viktoria Pilsen
FC Viktoria Pilsen
8
5
14
15
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
8
1
14
16
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
8
4
13
17
PAOK Thessaloniki
PAOK Thessaloniki
8
3
12
18
OSC Lille
OSC Lille
8
3
12
19
Fenerbahce Istanbul
Fenerbahce Istanbul
8
3
12
20
Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
8
2
12
21
Celtic Glasgow
Celtic Glasgow
8
-2
11
22
Ludogorets 1945 Razgrad
Ludogorets 1945 Razgrad
8
-3
10
23
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb
8
-4
10
24
SK Brann
SK Brann
8
-2
9
25
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
-6
9
26
SK Sturm Graz
SK Sturm Graz
8
-6
7
27
Fotbal Club FCSB
Fotbal Club FCSB
8
-7
7
28
Go Ahead Eagles
Go Ahead Eagles
8
-8
7
29
Feyenoord Rotterdam
Feyenoord Rotterdam
8
-4
6
30
FC Basel
FC Basel
8
-4
6
31
FC Salzburg
FC Salzburg
8
-5
6
32
Glasgow Rangers
Glasgow Rangers
8
-9
4
33
OGC Nizza
OGC Nizza
8
-8
3
34
FC Utrecht
FC Utrecht
8
-10
1
35
Malmö FF
Malmö FF
8
-11
1
36
Maccabi Tel Aviv FC
Maccabi Tel Aviv FC
8
-20
1
Playoffs
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