«Ich entscheide nicht, ob ich in der Startelf stehe»
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YB-Engländer Ryan Andrews:«Ich entscheide nicht, ob ich in der Startelf stehe»

Frischling Ryan Andrews nach dem Regensieg gegen Ludogorez
«Das war einiges schlechter als englisches Wetter ...»

Sein Cup-Debüt war in den Wirren der YB-Niederlage in Aarau und in den Ausschreitungen nach dem Spiel untergegangen. Mit dem 3:2 gegen Ludogorez Rasgrad hat Ryan Andrews nun die grosse Bühne endgültig betreten.
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Kleines Jubeltänzchen gefällig? Ryan Andrews (l.) mit Chris Bedia nach dessen Penalty zum 3:1.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • YB gewinnt Europa-League-Spiel gegen Ludogorez Rasgrad trotz Rückstand
  • Ryan Andrews' starke Leistung trägt zum Sieg bei
  • YB holt den vierten europäischen Sieg im fünften Spiel
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Es war diese Szene, welche die Physiognomie des dritten Europa-League-Spiels von YB, jenes gegen Ludogorez Rasgrad, zum Guten für die Berner verändern sollte. Nach einer guten Startphase waren diese – einmal mehr, ist man geneigt zu sagen – doch wieder in Rückstand geraten. Weil sie miserabel verteidigen. Der Faden der guten Startphase war gerissen. Nichts ging mehr. Im Mittelkreis diskutierten Goalie Marvin Keller und Stürmer Chris Bedia wild gestikulierend, während ein bulgarischer Spieler gepflegt wurde.

Es giesst, was das Zeug hält, als Christian Fassnacht Rechtsverteidiger Ryan Andrews auf die Reise schickt, dieser den Ball ganz knapp vor der Grundlinie erwischt und ihn Rayan Raveloson auf dem Silbertablett präsentiert – gegen den Lauf der Ludogorez-Verteidiger. Der Franko-Madagaskaner rutscht aus, trifft den Ball dadurch völlig falsch, dieser setzt auf dem Kunstrasen auf und wird für Goalie Hendrik Bonmann zum unhaltbaren Geschoss. 1:1 in der letzten Minute vor der Pause dank der Kombi Ryan-Rayan. Das Spiel ist fortan ein anderes. YB wird es schliesslich gewinnen und den vierten europäischen Sieg im fünften Spiel landen. Zum Vergleich: Basel hat in fünf Anläufen gerade mal einen Match gewonnen …

Andrews hat jede Minute auf der grossen Bühne geliebt

«Ich will mich da nicht hervorheben», sagt der Junge aus Watford. «Aber ich bin zufrieden mit mir in meinem ersten Europa-League-Spiel in der Startelf. Ich habe ohnehin nicht erwartet, dass ich hierherkomme und einfach immer von Beginn weg spiele. Ohnehin war es unbeschreiblich, mit diesen tollen Fans, die dich tragen, egal wie es läuft. Ich habe jede Minute auf dieser grossen Bühne geliebt. Und ich bin natürlich glücklich, dass wir gewonnen haben. Denn nach der schwierigen Zeit und den ungenügenden Resultaten zuletzt mussten wir zurückschlagen.»

Warum hat YB zwei Gesichter, Herr Fassnacht?
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Nach Ludogorez-Sieg:Warum hat YB zwei Gesichter, Herr Fassnacht?

Und was war der Grund für seine starke Performance? Das englische Wetter? Der 21-Jährige muss laut lachen. «Nein, definitiv nicht. Und das war doch einiges schlechter als englisches Wetter – so starken Regen haben wir ganz selten. Aber das war ohnehin egal. Auch wenn es geschneit hätte, hätten wir performen müssen.» Das tat YB. Das tat Andrews. Trotz seiner Kerze, die am Ursprung des unnötigen zweiten Rasgrader Treffers tief in der Nachspielzeit stand, der noch ein kleines bisschen Zittern ganz zum Schluss nötig machte.

Meisterschaft wichtiger als Europa League

Nun geht es zurück in den Meisterschaftsbetrieb, in welchem es bei weitem nicht so gut läuft wie europäisch. Die letzten beiden Spiele in Lausanne und gegen St. Gallen hat YB ja verloren. «Die Meisterschaft ist wichtiger als diese europäischen Nächte, wie gross die auch sein mögen», sagt Andrews abgeklärt. Am Sonntag geht es in Zürich gegen den FCZ mit neuem Trainer. Und wohl mit Andrews wieder von Beginn weg. Diesen Flow wird Trainer Giorgio Contini kaum unterbrechen. Auch wenn das Wetter wieder nicht-englisch sein sollte. Sprich sonnig oder heftig regnend …

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Mannschaft
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Olympique Lyon
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Aston Villa
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8
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FC Midtjylland
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10
19
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Real Betis Balompie
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5
FC Porto
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6
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6
SC Braga
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8
6
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7
SC Freiburg
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8
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8
AS Rom
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KRC Genk
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Bologna FC
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VfB Stuttgart
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Ferencvaros Budapest
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8
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Nottingham Forest
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8
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14
FC Viktoria Pilsen
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15
FK Crvena Zvezda Belgrade
FK Crvena Zvezda Belgrade
8
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RC Celta de Vigo
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PAOK Thessaloniki
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OSC Lille
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Fenerbahce Istanbul
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Panathinaikos Athen
Panathinaikos Athen
8
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Celtic Glasgow
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Ludogorets 1945 Razgrad
Ludogorets 1945 Razgrad
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GNK Dinamo Zagreb
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SK Brann
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BSC Young Boys
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SK Sturm Graz
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Fotbal Club FCSB
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Go Ahead Eagles
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Feyenoord Rotterdam
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FC Basel
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FC Salzburg
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Glasgow Rangers
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1
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