Warum hat YB zwei Gesichter, Herr Fassnacht?
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Nach Ludogorez-Sieg:Warum hat YB zwei Gesichter, Herr Fassnacht?

Nach Ludogorez-Sieg ist vor brisantem FCZ-Duell
YB-Coach Contini reagiert gelassen auf klare Spycher-Forderung

Der Druck auf YB und Giorgio Contini war gewaltig, und er bleibt es auch nach dem 3:2 gegen Ludogorez. Doch der Trainer übt sich in erstaunlicher Gelassenheit.
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Giorgio Contini vor dem Spiel gegen Ludogorez Rasgrad: Die Gelassenheit in Person.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • YB-Trainer Contini unter Druck: Sieg gegen FCZ am Sonntag wichtig
  • Spycher fordert kontinuierliche Verbesserung, Contini bleibt gelassen
  • Dritte Liga-Niederlage in Folge würde die Diskussionen frisch entfachen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Der Satz von Ober-Sportchef Christoph Spycher ist Dynamit. Es ist der letzte des Interviews vor dem Spiel gegen die Bulgaren von Ludogorez Rasgrad auf SRF. Er lautet: «Jetzt müssen wir in eine Richtung gehen, die kontinuierlich nach oben geht.» Machen wir den Umkehrschluss. Und der besagt: Abstürze wie in Lausanne oder gegen St. Gallen werden nicht mehr toleriert. Verantwortlich dafür: Coach Giorgio Contini. Denn Spychers Satz fiel nach einer Frage zum Trainer.

Contini-uierlich?

Der bleibt nach dem Sieg gegen Ludogorez aber gelassen. Klar, The Winner Takes it All. Und doch: Der Satz ist derart brisant, dass er höchst beunruhigend wirken könnte. Doch was sagt der Winterthurer dazu? «Vielleicht wars ein Wortspiel mit meinem Nachnamen.» Und Contini erklärt in einer Bierruhe: «Contini-uierlich …» Alle wünschten sich, dass es kontinuierlich nach vorne gehe. «Und dass wir die schlechten Spiele – und die darf es ruhig geben – trotzdem am Ende erfolgreich gestalten. Wir müssen den Erwartungen gerecht werden. Ich bin der Erste, der das weiss und dies der Mannschaft immer wieder vor Augen führt.»

Aspirin helfe da nicht ...

Fakt ist aber: Am Sonntag in Zürich gegen den FCZ ist verlieren verboten! Denn es wäre die dritte Liga-Niederlage in Folge. Europa League hin oder her: Der Kernwettbewerb ist und bleibt die Meisterschaft. Und ein Nuller gegen den FCZ würde die Diskussionen sogleich wieder aufleben lassen. Die beste Medizin gegen eine erneute In-Frage-Stellung sind halt … Siege.

Contini: «Es gibt nichts Besseres. Aspirin hilft da nicht. Siege tun es immer. Gegen ein schlechtes Gefühl. Gegen Enttäuschung, gegen nicht erbrachte Leistungen.» Und erst recht, wenn es für einen Sieg wie jenen gegen die Bulgaren Mut gebraucht habe, Solidarität. «Und das hat meine Mannschaft gezeigt.»

«Wir wissen, was wir am Trainer haben»

Die Kritik am Trainer hat natürlich auch die Mannschaft mitgekriegt. So sagt Matchwinner Christian Fassnacht: «Ich habe auch Freunde und Familie, die dir das schicken. Irgendwo siehst du es. Es mag für euch langweilig tönen: Aber wir wissen, was wir am Trainer haben.»

Auch Marvin Keller wehrt ab: «Im Team war das nie ein Thema. Das Vertrauen ist gegenseitig sehr, sehr gut. Wir alle sind auf einem gemeinsamen Weg. Leider haben wir es zuletzt zu wenig auf den Platz gebracht.» Und am Sonntag? Nun, der FCZ sei in der Liga auch angeschlagen. Wie YB. Entsprechend werden beide Teams wohl sehr motiviert sein.

Von dem kann man ausgehen. Aber auch davon, dass Contini nicht verlieren darf. Weshalb das Spiel von allerhöchster Brisanz ist.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
20
18
43
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
20
8
33
5
FC Sion
FC Sion
20
6
31
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
20
-7
25
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
20
-7
21
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
20
-11
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
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