Darum gehts
- FCSG tritt im Cup-Halbfinal am 19. April gegen Yverdon an
- Ersatzgoalie Lukas Watkowiak spielt statt Zigi, Coach vertraut ihm voll
- Seit 1969 wartet St. Gallen auf zweiten Cupsieg nach 24'000 Fans 1969
Die News der Woche
Der FCSG setzt im Halbfinal gegen Yverdon auf ein 197 Zentimeter grosses Glücksbärchi. Ersatzgoalie Lukas Watkowiak kriegt erneut den Vorzug vor Zigi. Insgesamt 26 Mal hütete der deutsche Hüne das grünweisse Gehäuse, bloss viermal ging er als Verlierer vom Feld. In den beiden Cup-Finals gegen Luzern (1:3) und Lugano (1:4) sowie im Cup-Halbfinal gegen Basel (1:2) und beim Out in der zweiten Runde gegen Delémont (1:2). «Watti ist ein ausgezeichneter Mensch und ein ausgezeichneter Torwart», sagt Coach Enrico Maassen. Und er wischt Bedenken, wonach Watkowiak nicht genug Spielpraxis habe, vom Tisch: «Lukas hat schon mehrfach bewiesen, dass er bereit ist. In den Länderspielpausen hatten wir zudem Testspiele, bei denen er zum Einsatz gekommen ist. Und im Training spielen wir über längere Zeit 11 gegen 11.»
Die grosse Frage
Wer ersetzt den Unersetzbaren? Abwehrboss Jozo Stanic ist der wohl beste FCSG-Spieler in dieser Saison. Gegen Yverdon aber fehlt der Deutsch-Kroate gesperrt. Wer ihn ersetzen wird, möchte Coach Enrico Maassen aber nicht verraten. «Ich habe euch letzte Woche vor dem Luzern-Spiel die Aufstellung diktiert, jetzt möchte ich die Karten bedeckt halten.» Gut möglich, dass Bochums Leihspieler Colin Kleine-Bekel zum Handkuss kommen wird.
Gesagt ist gesagt
«Einen Zettel auf der Trinkflasche brauche ich nicht!» Lukas Watkowiak auf die Frage, ob er sich die möglichen Penaltyschützen von Yverdon notiert habe. «Ich glaube, ich habe es gegen Wil und Rapperswil auch ohne Zettel ganz gut hinbekommen.» Beide K.o.-Spiele gewann der FCSG in der Elfmeterlotterie, in beiden Spielen wurde Watkowiak zum Helden. «Ich bin da jeweils ganz cool. Es kommt, wie es kommen muss», sagt der 30-Jährige und wirkt, als könne ihn nicht, aber auch wirklich gar nichts aus der Fassung bringen. Darauf angesprochen, ob es ein Problem sei, dass er kaum spiele, antwortet Watkowiak: «Ich habe schon oft bewiesen, dass ich nicht viele Spiele brauche, um zu performen.»
Mögliche Aufstellung
Watkowiak; Gaal, Kleine-Bekel, Okorji; Daschner; Vandermersch, Görtler, Boukhalfa, Ouattara; Vogt, Baldé.
Wer fehlt?
Stanic (gesperrt), Neziri, Witzig (beide verletzt).
Neben dem Platz
Das Stade Municipal in Yverdon wird am Sonntag fest in grün-weisser Hand sein. Weil beide Klubs dieselben Farben tragen. Und weil die St. Galler scharenweise an den Neuenburgersee reisen werden. Offiziell wurden dem Gastklub 1600 Tickets gegeben. Der eine oder andere Espen-Fan aber wird sich auf die Haupttribüne schmuggeln, weil er auf der Homepage der Waadtländer ein Ticket ergattert hat. 4500 Zuschauerinnen und Zuschauer werden erwartet. Hinter dem Tor sind noch Tickets verfügbar. Allerdings nur für Yverdon-Supporter.
Hast du gewusst, dass ...
… der FCSG seit 1969 auf einen Cupsieg wartet? Rudi Nafziger trifft im Wankdorf gegen Bellinzona vor knapp 24'000 Zuschauerinnen und Zuschauern doppelt. Beide Vorlagen kommen von Captain Kurt Grünig. Cheftrainer ist Albert Sing. Es ist bis heute der einzige Cuptitel der Espen. Als Belohnung gibts ein Couvert mit 20'000 Franken, das unter den Spielern verteilt wird.
Aufgepasst auf
Alessandro Vogt. Der Aargauer befindet sich auf Abschiedstournee und würde den FCSG gerne mit einem Titel im Gepäck Richtung Hoffenheim verlassen. Als Cup-Monster hat sich der Stürmer aber bislang noch nicht ausgezeichnet. Einzig beim 13:0-Sieg gegen Walenstadt in der ersten Runde traf er doppelt und legte zwei weitere Treffer auf. Seither wartet er in diesem Wettbewerb auf einen Skorerpunkt. Ob sich das gegen Yverdon ändern wird?
Die Klassenbesten
Blick-Notenschnitt nach 33 Runden:
- Zigi 4,6
- Görtler 4,4
- Stanic 4,3
Hier gehts zu allen St. Galler Noten.
Der Schiedsrichter
Geleitet wird der Knüller von Fedayi San, Benjamin und Marco Zürcher sind seine beiden Assistenten. Im VAR-Room sitzt Lukas Fähndrich.
Der Gegner
Der FCSG hat es in der letzten Saison in vier Spielen nicht geschafft, gegen Yverdon zu gewinnen und dabei bloss ein mickriges Törchen erzielt. Klar ist deshalb, dass der FCSG den Gegner nicht unterschätzen wird. Auf die Frage, ob er den Gegner schon im Detail analysiert habe, antwortet Coach Enrico Maassen: «Die Analyse folgt erst einen Tag vor dem Spiel. Wir sprechen bloss einen Tag über den Gegner. Nicht zwei. Wir haben uns um unser eigenes Spiel gekümmert.»
Die Spiele am Wochenende
Nachholspiel
Sa., Thun – Basel, 20.30 Uhr
Cup-Halbfinals
Sa., SLO (ChL) – GC, 19.15 Uhr
So., Yverdon (ChL) – St. Gallen, 15 Uhr
