Bei Lausanne-Gegner Olmütz
FCB-Junior wird in Tschechien zum Millionen-Mann

Bei Lausanne-Gegner Sigma Olmütz sorgt ein Schweizer für Furore. Der Basler Louis Lurvink wurde im Winter zum Rekordtransfer. Aufgrund einer Transferposse darf er am Donnerstag gegen Lausanne aber nicht spielen.
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Louis Lurvink sorgt in der tschechischen Liga für Furore.
Foto: imago/CTK Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lausanne spielt am Donnerstag gegen Sigma Olmütz um Achtelfinal-Einzug
  • Schweizer Louis Lurvink wechselte für drei Millionen Euro zu Olmütz
  • Winterwechsel am 12. Februar verhindert europäische Einsätze für Lurvink
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Björn LindroosRedaktor Sport

Die letzte Schweizer Hoffnung: Am Donnerstag kämpft Lausanne gegen Sigma Olmütz im Rückspiel um den Einzug in den Achtelfinal der Conference League. Sigma Olmütz? Schweizer Fussballfans dürfte der Klub aus Tschechien nicht viel sagen. Doch Achtung, bei Olmütz spielt ein Schweizer.

Der Basler Louis Lurvink (24) spielt seit diesem Winter beim Klub aus Mähren. Er wechselte von Liga-Konkurrent Pardubice für satte drei Millionen Euro zu Olmütz. Damit wurde er zum geteilten Rekordtransfer des Traditionsklubs und schafft es unter die 15 teuersten Zugänge in der Geschichte der tschechischen Liga.

Transferposse ausgebrochen

Bevor Lurvink aber wechseln konnte, gab es in Tschechien eine regelrechte Transferposse um ihn. Die zwei superreichen Besitzer der Klubs stritten sich lange um eine passende Ablösesumme. Während der Verhandlungen durfte der Schweizer gar nicht mehr mit der Mannschaft trainieren und musste sich im Einzeltraining fit halten. Nach wochenlangem Hin und Her klappte es schliesslich doch, Lurvink durfte zu Olmütz.

Olmütz schrieb nach der Verpflichtung stolz: «Louis ist für sein Alter ein sehr reifer Verteidiger, der sich in unserer Liga bewährt hat. Wir kennen seine hohe Qualität.» Qualität, die den Schweizer Klubs offenbar nicht ausreichte. Denn hierzulande gelang dem Verteidiger nie wirklich der Durchbruch.

Ein Super-League-Spiel

Zwar gab der einstige FCB-Junior im August 2020 mitten in der Corona-Pandemie im Alter von 18 Jahren sein Super-League-Debüt für die Basler, kam nach 45 Minuten gegen Luzern aber nie mehr für die erste Mannschaft zum Einsatz. Es folgte ein Wechsel zum FC Schaffhausen, ehe er nach 65 Challenge-League-Spielen im Sommer 2024 nach Tschechien weiterzog.

Dort etablierte er sich als Stammspieler und wurde zum Millionentransfer. Ging mit Lurvink den Schweizer Vereinen ein Verteidiger-Talent durch die Lappen? Zahlreiche Super-League-Klubs suchen Hilfe in der Innenverteidigung, während ein junger Schweizer in Tschechien für Furore sorgt.

Keine europäischen Einsätze

Zu sehen bekommen die Schweizer Fussballfans Lurvink aber nicht in Lausanne. Weil er erst am 12. Februar gewechselt ist, darf er diese Saison nicht mehr europäisch spielen. Winterzugänge hätten bis zum 5. Februar bei der Uefa registriert sein müssen.

Besonders bitter: Der junge Schweizer wechselte auch den Klub, um international zu spielen. «Ich könnte so noch besser auf mich aufmerksam machen», sagte er zu den «Schaffhauser Nachrichten». Vorerst muss er dies weiter nur auf nationaler Ebene tun.

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