«Auch die Grossen machen Fehler»
Italo-Zeitung nimmt Akanji nach Mega-Bock in Schutz

Bodö/Glimt schockt Inter: Der norwegische Vizemeister wirft den letztjährigen Champions-League-Finalisten aus dem Wettbewerb. Italien droht damit ein historischer Achtelfinal ohne Serie-A-Beteiligung.
Kommentieren
1/5
Nicht zum Hinschauen: Manuel Akanji.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Inter Mailand scheidet gegen Bodö/Glimt in Champions-League-Playoffs aus
  • Manuel Akanji mit entscheidendem Fehler und Pfostenschuss im Rückspiel
  • Schweizer Natispieler erhält schlechteste Bewertung von «Gazzetta», aber auch Schutz
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Das italienische Fiasko in der Champions League nimmt konkrete Formen an. Das grosse Inter scheitert in den Playoffs am kleinen Bodö/Glimt – und das Verdikt ist eindeutig: Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel im San Siro haben die Nerazzurri den Kürzeren gezogen. Nun ruhen die Hoffnungen auf Atalanta und Juventus. Bleiben dort die Exploits beziehungsweise beim Rekordmeister ein kleines Wunder aus, droht der Serie A ein Achtelfinal ohne italienische Beteiligung. So wie zuletzt 1988.

Zur tragischen Figur des Abends wird Manuel Akanji (30). Nach gut einer Stunde, beim Stand von 0:0, unterläuft ihm ein Mega-Bock, der Bodö zur Führung einlädt. Keine zehn Minuten später bietet sich dem Nati-Verteidiger die grosse Chance auf den Ausgleich – doch sein Abschluss landet am Pfosten. Spätestens da liegt in der Luft: Das wird nichts für den souveränen Serie-A-Leader.

«Auch die Grossen machen Fehler»

Wenig überraschend kassiert Akanji in den italienischen Medien die tiefste Note aller Mitspieler. Ihn allein für das Aus verantwortlich zu machen, greift jedoch zu kurz. Auch die «Gazzetta dello Sport», die sonst für ihre gnadenlose Kritik bekannt ist, urteilt differenziert: «Auch die Grossen machen Fehler – besonders mit einer Platzwunde im Gesicht.»

Dass Inter den norwegischen Vizemeister nicht ausschalten kann, hat andere Gründe. Sie sind vor allem in der Offensive zu suchen. Trotz deutlichem Chancenplus bringen die Mailänder den Ball schlicht nicht im Tor unter. «Wir haben es von Anfang an auf jede erdenkliche Weise versucht», kommentiert Trainer Cristian Chivu (45).

Entsprechend wenig will der Rumäne seinen Spielern vorwerfen. Bodö sei letztlich auch frischer gewesen. «In den letzten drei Monaten hat Bodö nur vier Spiele bestritten – alle in der Champions League. Sie hatten eindeutig mehr Energie», so Chivu.

Hauge schlägt wieder zu

Bodö präsentiert sich in Mailand nicht nur frisch, sondern auch gnadenlos effizient – allen voran Jens Petter Hauge (26). Mit seinem Treffer steht der Norweger nun bei sechs Toren in dieser Champions-League-Saison – nur Kylian Mbappé, Erling Haaland, Anthony Gordon und Harry Kane haben noch mehr erzielt.

Dass ausgerechnet Hauge derart aufblüht, dürfte in Italien – und bei den Inter-Fans erst recht – für wenig Begeisterung sorgen. Schliesslich stand er 2020/21 bei Milan unter Vertrag, konnte sich in der Serie A jedoch nie nachhaltig durchsetzen. Nun gelingt ihm die verspätete, ganz persönliche Revanche.

Revanche für Pleite vor fast 50 Jahren

Und es ist auch eine Revanche für den Klub. Bis zu diesem Abend hatte Bodö in sieben Anläufen nie ein Spiel in Italien gewonnen, sechs davon gingen verloren – darunter ein 0:4 gegen die Roma vor vier Jahren und ein 0:5 gegen Inter im Europapokal der Pokalsieger 1978. Ausgerechnet gegen die Mailänder gelingt nun eine Art Wiedergutmachung.

Das Resultat fällt zwar nicht so deutlich aus wie vor 48 Jahren. Doch für Inter dürfte sich das Aus mindestens ebenso schmerzhaft anfühlen. Für den letztjährigen Finalisten endet die Champions-League-Saison bereits in den Playoffs – während für die anderen die Königsklasse jetzt erst richtig beginnt. Zudem könnte es in diesem Wettbewerb der letzte Auftritt von Ex-Nati-Goalie Yann Sommer (37) gewesen sein. Oh weia!

Champions League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
8
19
24
2
Bayern München
Bayern München
8
14
21
3
Liverpool FC
Liverpool FC
8
12
18
4
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
8
10
17
5
FC Barcelona
FC Barcelona
8
8
16
6
Chelsea FC
Chelsea FC
8
7
16
7
Sporting Lissabon
Sporting Lissabon
8
6
16
8
Manchester City
Manchester City
8
6
16
9
Real Madrid
Real Madrid
8
9
15
10
Inter Mailand
Inter Mailand
8
8
15
11
Paris Saint-Germain
Paris Saint-Germain
8
10
14
12
Newcastle United
Newcastle United
8
10
14
13
Juventus Turin
Juventus Turin
8
4
13
14
Atletico Madrid
Atletico Madrid
8
2
13
15
Atalanta BC
Atalanta BC
8
0
13
16
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
8
-1
12
17
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
8
2
11
18
Olympiakos Piräus
Olympiakos Piräus
8
-4
11
19
FC Brügge
FC Brügge
8
-2
10
20
Galatasaray SK
Galatasaray SK
8
-2
10
21
AS Monaco
AS Monaco
8
-6
10
22
Qarabag FK
Qarabag FK
8
-8
10
23
Bodö/Glimt
Bodö/Glimt
8
-1
9
24
SL Benfica
SL Benfica
8
-2
9
25
Olympique Marseille
Olympique Marseille
8
-3
9
26
Pafos FC
Pafos FC
8
-3
9
27
Union Saint-Gilloise
Union Saint-Gilloise
8
-9
9
28
PSV Eindhoven
PSV Eindhoven
8
0
8
29
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
8
-5
8
30
SSC Neapel
SSC Neapel
8
-6
8
31
FC Kopenhagen
FC Kopenhagen
8
-9
8
32
Ajax Amsterdam
Ajax Amsterdam
8
-13
6
33
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
8
-11
4
34
SK Slavia Prag
SK Slavia Prag
8
-14
3
35
Villarreal CF
Villarreal CF
8
-13
1
36
FC Kairat Almaty
FC Kairat Almaty
8
-15
1
Playoffs
Qualifikationsspiele
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen