Gegen Real verpokert?
Briten prügeln auf Guardiola ein – der redet Pleite schön

Gleich mit 0:3 gehen ManCity und Pep Guardiola im Hinspiel der Champions League unter. Während der Coach die Leistung seines Teams als ordentlich empfindet, prügelt die englische Presse auf den Star-Coach ein.
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Pep Guardiola steht nach der 0:3-Pleite von ManCity in Madrid mal wieder in der Kritik.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • ManCity verliert 0:3 gegen Real Madrid im Champions-League-Hinspiel
  • Guardiola verteidigt seine Taktik trotz heftiger Kritik der englischen Presse
  • Guardiola gewann nur 6 von 16 Duellen gegen Real Madrid
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

«Ich finde, wir haben ein ziemlich gutes Spiel gemacht», sagt Pep Guardiola an der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Real Madrid und mancher runzelt die Stirn. Schliesslich hat ManCity das Hinspiel gegen die Königlichen diskussionslos mit 0:3 verloren, kann dank eines gehaltenen Elfmeters sogar froh sein, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen ist.

Der Spanier will an der Pressekonferenz nach Spielschluss nichts von einer schlechten Leistung seines Teams wissen. Sie sei besser, als das Resultat suggeriere. Seine Spieler hätten sich oft bis an die Grundlinie oder an den Strafraum kombiniert, aber dann halt keine Tore erzielt. Auch weil «solidarisch» verteidigende Madrilenen in der gefährlichsten Zone des Spielfelds nichts mehr zuliessen, hätte Real-Goalie Courtois einen eher ruhigen Abend gehabt. Gepaart mit der königlichen Effizienz in Halbzeit eins führe das halt zu einem «harten Resultat».

Dennoch meint Guardiola auch: «0:3 ist besser als 0:4.» Von einer grossen Kampfansage ist der Star-Coach aber entfernt: «Im Moment sind die Chancen nicht besonders gross. Natürlich werden wir es am Dienstag mit der Unterstützung unserer Fans versuchen.»

Taktisch verpokert?

Vielleicht beruht Guardiolas fehlender Optimismus auch auf seiner ernüchternden Bilanz gegen Real Madrid. In 16 Duellen mit den Königlichen in der Champions League konnte er nur deren sechs gewinnen; in vier der sieben K.o.-Duelle mit Real schied Guardiola aus. In den Jahren 2024 und 2025 ist City in der Champions League jeweils am weissen Ballett gescheitert. Nach dem 0:3 im Bernabeu droht also das dritte Aus in Folge.

Und geht es nach der englischen Presse, muss Guardiola dafür den Grossteil der Schuld schultern. Dass der Spanier nämlich mit einer Doppelspitze aus Semenyo und Haaland sowie den Flügelspielern Savinho und Doku angetreten ist, wird ihm vielerorts als taktischer Fehler ausgelegt. Guardiola verteidigte diese Massnahme mit dem Gedanken, dass man die Aussenbahnen aggressiv bespielen und Eins-gegen-Eins-Situationen provozieren wollte. «Doku war überragend, auf der rechten Seite hatten wir mehr Probleme», so der Coach.

Derweil wird in der Presse auf ihn und sein Team eingeprügelt. «City wurde von Real förmlich in Stücke gerissen», urteilte der «Telegraph». Der Guardian urteilte, dass Guardiola als «taktischer Anfänger» blossgestellt worden sei. Und für das Boulevardblatt «Sun» steht City am Abgrund, nachdem es von Valverde «wirklich und wahrhaftig vorgeführt» wurde. «Manchester Evening News» spricht von einer «Horrorshow», die «viele Fragezeichen» für den Rest der Saison hinterlasse – scheint doch die erste von vier Titelchancen für die Citizens futsch.

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